14. Mai 2008 Während der Olympischen Spiele in Peking droht vor allem die Luftverschmutzung mit Feinstaub und Ozon die Athleten zu belasten. Das haben Messungen der Chinesischen Akademie für Umweltwissenschaften in Peking ergeben, die ein Jahr vor den Sommerspielen über eine Periode von mehr als sechs Wochen vorgenommen worden waren.
Der Straßenverkehr bleibt damit eine der Hauptquellen für die Luftverschmutzung. Sandstürme und lange Trockenheit mindern die Luftqualität zusätzlich. An drei Viertel der Messtage wurde der nationale Richtwert für die Feinstaubbelastung deutlich überschritten, die Ozonbelastung lag in der Hälfte der Zeit über dem Grenzwert.
Pekings Luftqualität deutlich unter früheren Olympiastädten
Der Gehalt an Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Stickstoffdioxid lag im Bereich der Grenzwerte oder darunter. Seit Ende der neunziger Jahre hat der Verkehr Pekings jährlich um zehn bis zwanzig Prozent auf weit mehr als drei Millionen Autos zugenommen.
In dieser Zeit ist die Luftbelastung langsam gesunken, was die Forschergruppe um Wen-xing Wang in der Online-Zeitschrift Air Quality, Atmosphere and Health auf die Nutzung entschwefelter und qualitativ höherwertiger Brennstoffe, auf eine bessere Benzinqualität, auf den Ausbau von Grünzonen und nicht zuletzt auf die Schließung extrem umweltbelastender Fabriken zurückführt. Insgesamt jedoch liege die Luftqualität Pekings noch deutlich unter der früherer Olympiastädte - genannt werden Los Angeles, Helsinki, Barcelona und Sydney.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ASSOCIATED PRESS
