
Hat seine Frau nur manchmal im Griff: Oskar Lafontaine wurde von Gattin Christa Müller ins Saarland abkommandiert
01. November 2009 Ohne die Bunte wären wir diese Woche ganz schön aufgeschmissen gewesen. Von Gala erwartet ja ohnehin niemand irgendwelche spannenden Geschichten, aber dass in dem Blatt jetzt seitenweise dünne Hollywood-Schauspielerinnen abgebildet werden, um zu beweisen, dass sie früher in mollig viel hübscher waren, das ist dann erstens doch ein bisschen arg öde und zweitens auch nicht ganz zutreffend. Unbedingt ersparen möchten wir Ihnen ferner den Hinweis auf mehrere Barbara-Becker-Interviews, durch die wir uns im Dienste der guten Sache gequält haben, und allenfalls ihr Ehebekenntnis im Goldenen Blatt (Ich bin sehr froh, dass ich verheiratet bin und zelebriere das auch. Wir wachen manchmal auf und finden es toll, dass wir verheiratet sind) für so dämlich hielten, dass wir es beinahe zitiert hätten.
Wenn laut Neue Welt Heinos Rathauscafé in Bad Münstereifel vom Abriss bedroht ist, dürfte Ihnen das wahrscheinlich ebenso wenig schlaflose Nächte bereiten wie die Nachricht aus gleicher Quelle, derzufolge Mireille Mathieu jedes Jahr nach Lourdes pilgert und während der Konzerttourneen von ihrer siebenundachtzigjährigen Mutter begleitet wird. Geht uns genauso. Alles ziemlich gähn. Aber wie gesagt: Zum Glück gibt es ja die Bunte.
Intime Kennerin seiner Positionen
Da wird zum Beispiel in einem recht kokett geschriebenen Artikel rotzfrech darüber spekuliert, warum sich Oskar Lafontaine überraschend aus Berlin verabschiedet hat (dabei eine Sprunghaftigkeit offenbarend, die offenbar überhaupt nicht zu seinem Naturell passt). Des Rätsels Lösung, und wir bringen die Sache jetzt einfach mal auf den Punkt: Lafo hat was am Laufen mit Sahra Wagenknecht. Hammer, oder?
So explizit steht es in Bunte natürlich nicht, aber man muss kaum besonders tief zwischen den Zeilen lesen, um folgenden Satz, den das Blatt aus dem Spiegel zitiert, richtig zu verstehen: Die Kommunistin Sahra Wagenknecht, intime Kennerin von Lafontaines Positionen und nicht nur in Streitfragen mit ihm auf Augenhöhe, verlangt wie er regelmäßig französische Verhältnisse. Der Generalstreik und die Rente mit 67 scheinen jedenfalls nicht gemeint zu sein, was Lafontaines Ehefrau Christa Müller offenbar genauso sieht, weshalb sie ihren Oskar umgehend zurück ins Saarland beordert habe. Oder wie es etwas verklausuliert in Bunte heißt: Scharfe Berliner Kommunistinnen müssen ohne ihn klarkommen.
Das war schon mal starker Tobak, aber halten Sie sich fest, es kommt noch besser. Brigitte Nielsen, die unlängst runderneuerte Sexbombe aus Dänemark, hat ihre Biographie geschrieben und Bunte vorab darin blättern lassen. Das Werk trägt den etwas sperrigen Titel Du har kun et Liv, kommt aber ordentlich zur Sache: Wir hatten eine unglaublich intensive und heiße Affäre während der Dreharbeiten. Unsere Phantasie kannte keine Grenzen, wenn es darum ging, unsere sexuelle Spannung abzubauen, die wir im Laufe des Drehtags aufgebaut hatten. Gemeint ist übrigens Arnold Schwarzenegger, und der dürfte jetzt ein kleines Problem haben. Zum Zeitpunkt des Spannungsabbaus mit Brigitte Nielsen war er nämlich bereits mit seiner heutigen Frau zusammen.
Launisch, faul und unbeherrscht - die ideale Ehefrau
Noch ein Skandal aus Bunte gefällig? Folgendes: Albert von Monaco sieht sich mit einer pikanten Klage konfrontiert; ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Monaco Intelligent Service verlangt ausstehende Honorare. Wir dachten zwar immer, die geheimdienstlichen Aufgaben in dem albernen Zwergstaat würden von den dort an jeder Ecke herumlungernden Paparazzi gleich miterledigt, aber das ist wohl ein Trugschluss. Robert Eringer, so der Name des Westentaschen-James-Bonds, ist angeblich im Besitz von brisantem Material, dabei soll es auch um ein intimes Video und ein mögliches weiteres uneheliches Kind gehen.
Klingt erstmal nicht schlecht, aber noch schlimmer als diese Vermutungen, die das makellose Ansehen des Fürsten als Staatsmann und Umweltschützer, das er weltweit genießt, beschädigen könnten, sind angeblich strafrechtlich relevante Anschuldigungen, die hier aus rechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden. Schade, denn wir spekulieren nur ungern. Geldwäsche, Glücksspiel, Immobilienbetrug oder Steuerhinterziehung kommen jedenfalls nicht in Frage, denn diese Dinge zählen in Monaco ja bekanntlich zu den obersten Staatszielen.
Falls Sie sich auch fragen, warum die Ehe der Ochsenknechts nach zwanzig Jahren auseinandergegangen ist, in Bunte steht die Antwort. Natascha Ochsenknecht räumt dort während eines höchst einfühlsamen Gesprächs Fehler im Umgang mit ihrem Uwe ein: Der hat's schon ziemlich gut bei mir gehabt, vielleicht habe ich es ihm einfach zu leicht gemacht. Wer jetzt noch Das Neue Blatt liest, weiß auch, warum die Verbindung zwischen Charles und Camilla ewig halten wird: Camilla gilt als launisch, faul und unbeherrscht. Sie nörgelt an Charles herum. Stellt ihn öffentlich bloß. Zieht immer mal wieder für Wochen in ihr eigenes Haus. Und wenn sie zu viel getrunken hat, schreit und tobt sie wie eine Furie. Kurzum: die ideale Ehefrau.
Text: F.A.S.
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