Von Peter Lückemeier
25. November 2007 Wir beginnen heute mit einer leicht philosophischen Frage: Macht Geld glücklich? Bunte wollte das von jemand Berufenem wissen, dem saudischen Prinzen Alwaleed Bin Talal. Das ist der, der sich neulich den Airbus 380 für 200 Millionen Euro bestellt hat, doppelstöckig, 551 Quadratmeter, goldene Wasserhähne. Und was antwortet der Prinz auf die Frage, ob Geld glücklich mache? Jeder Mensch, der das Gegenteil sagt, hat unrecht. Geld erzeugt Fröhlichkeit und Glücksgefühle.
Also na ja, das ist schon ein bisschen materialistisch gedacht, oder? Wir persönlich finden Geld ja auch ganz schön, aber Fröhlichkeit und Glücksgefühle erzeugt doch eher unsere neue Redaktionsassistentin Kateryna (Körbchengröße Irrsinn), von der wir gern mehr verrieten, würden wir nicht befürchten, dass wieder irgendwelche Opa-Studienräte aus Geilenkirchen oder Blasdorf ihre Protestnoten schicken, wobei sie sich ja im Grunde nur schämen, dass sie nicht aus Geilenkirchen oder Blasdorf wegziehen, aber egal, Kateryna (24) ist so was von süß, dass wir sie, als sie sich vorstellte, fragten: Haben Sie eigentlich Diabetes?
Schauspielerin der Marke Sahneschnitte
Auch der Regisseur Klaus Lemke (67) hat mal wieder eine junge Schauspielerin aufgetan, die ein erotisch animierter stern-Redakteur wahrscheinlich als Sahneschnitte bezeichnen würde. Und falls Sie denken, Klaus Lemke sei mit seinen 67 Lenzen doch schon ein ältlicher Herr, so irren Sie, denn der stern schreibt: Der Mann ist schlank, braun gebrannt, sportlich. So sieht ein Opa aus, der seinem Enkel die Braut ausspannt. Seine neue Schauspielerin aber hat, wie schon wieder der stern beobachtet, langes glänzendes Haar, volle Lippen und eine beträchtliche Oberweite, ist also insgesamt durchaus das, was Herrenmagazinredakteure eine ,Sahneschnitte' nennen.
So viel zum Thema Süßes, es sind aber auch etliche ernste Dinge geschehen: Anne Will und Miriam Meckel bekannten, lesbisch zu sein, was insofern traurig ist, als mal wieder zwei sympathische, attraktive Damen der Männerwelt vorenthalten bleiben, wir wünschen dennoch alles Gute.
Prinzessin Elena ist von Kummer zerfurcht
Prinzessin Elena, die Tochter des spanischen Königs, hat sich von ihrem Mann Jaime getrennt, was ja immer unschön ist, doch in diesem Falle sicherlich gerechtfertigt war, denn Elena wirkte auf den Fotos, wie Revue treffend feststellt, immer blass, die Stirn vom Kummer zerfurcht. Überdies habe das Paar sowieso längst separiert gelebt in ihrem Luxushaus, sie mit den Kindern im Erdgeschoss, er oben.
Gewohnt einfühlsam beschreibt Bunte die emotionale Gefechtslage: Manchmal ist der Verlierer in einer Liebesgeschichte der wahre Sieger, weil er so sehr am Boden liegt, dass es nur noch aufwärtsgehen kann. Dabei hatte es so nett zwischen den beiden angefangen, weiß Revue. Jaime war in Indien mit dem Hemd an einer Tür hängengeblieben, und die Königstochter nähte ihm den Knopf wieder an - ganz großes Kino.
Kohl schließt eine Hochzeit nicht aus
Möglicherweise bahnt sich auch zwischen Helmut Kohl und seiner Lebensgefährtin Maike Richter etwas an, denn auf die Frage von Revue, ob er sich eine Hochzeit vorstellen könne, antwortet der Altbundeskanzler: Das kann ich so spontan gar nicht sagen. Vielleicht.
Freilich glauben nicht alle Menschen an Ehe und Liebe fürs Leben. Der Sänger Klaus Eberhartinger von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung ist skeptisch: Ich glaube prinzipiell nicht daran, dass die Menschen monogam sind. Er finde die Beziehungsvielfalt viel schöner, auch für die Kinder, die hätten dann mehr Bezugspersonen. Klingt überzeugend.
Getrennte Badezimmer als Erfolgsrezept
Während aber Boris Becker sich von seiner letzten Lebensabschnittsgefährtin Lilly getrennt hat und überhaupt nicht findet, er sei beziehungsunfähig (Ich behandle meine Freundinnen immer mit Respekt und gut), durften die Queen und Prinz Philip ihre diamantene Hochzeit feiern.
Die beiden wirken nach all den Stürmen ihres Lebens und Liebens sehr harmonisch miteinander, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie mehrere Badezimmer haben. Der beziehungserfahrene Komponist Ralph Siegel jedenfalls hält das für eheentscheidend: Ich rate jedem Ehepaar: statt drei Arbeitszimmer lieber zwei Bäder.
Rocky Rocchigiani steht auf Seitenstößchen
Im Übrigen haben wir nicht ungern die Memoiren des Boxers Rocky Rocchigiani in Bild gelesen. Der Mann scheint nach der Devise Lieber 'ne gesunde Verdorbenheit als 'ne verdorbene Gesundheit zu leben und berichtet frank und frei über das, was er Seitenstößchen nennt. Silvester 1997 bei den Effenbergs habe ihn eine der aufreizenden Partybesucherinnen auf das Gäste-WC gezogen.
Doch seine damalige Gattin habe blitzschnell reagiert: Zack, klatsch, bums. Eine Dreierkombination vom Feinsten. Leber. Auge. Kinn. Gott, sind wir froh, mit solch rabiaten Damen nichts zu tun zu haben. Gerade balanciert Kateryna zwei Gläser Champagner ins Büro. In uns steigt eine Ahnung auf von Fröhlichkeit und Glücksgefühlen.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.11.2007, Nr. 47 / Seite 72
Bildmaterial: AP, dpa, REUTERS
