Von Peter Lückemeier
06. April 2008 Liebe Leserinnen! Der Frühling steht vor der Tür, süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land, Veilchen blühen schon, und auch in Ihnen beginnt es zu brodeln, wir verstehen es gut, Sie sehnen sich nach einem neuen Partner. Auch dass Sie im Internet oder per Kontaktanzeige nach dem künftigen Mann an Ihrer Seite Ausschau halten, geht in Ordnung.
Freilich sollten Sie beim ersten Treffen einiges beachten, eine Rose als Erkennungsmerkmal brauchen Sie nicht bei sich zu tragen, es reicht ein Knallblatt unterm Arm, zum Beispiel Das Goldene Blatt. Das empfiehlt außerdem, beim ersten Rendezvous drei Themen strikt zu meiden: Ihr Vermögen, den Ex und Sex. Und ganz wichtig: Verabreden Sie sich zunächst nur auf einen Kaffee: Wenn die Sympathie nicht auf Gegenseitigkeit beruht, kann Ihnen ein Fünf-Gänge-Menü wie eine Ewigkeit vorkommen.
Schlanke Damen mit Konfektionsgröße 36 und Doppel-D
Menschen per Internet kennenzulernen ist übrigens gar nicht der schlechteste Ansatz. Meist werden dort nämlich vor einem Date gemeinsame Interessen oder bestimmte Vorlieben abgefragt. Vielleicht steht man auf schlanke Damen mit Hobby Gesang, Konfektionsgröße 36 und Körbchengröße Doppel-D, während man im wirklichen Leben immerzu auf speckige Damen mit Hobby Bowlingspielen trifft. Also da kann der Abgleich im Internet schon sehr nützlich sein. Dass der neue Partner dann aber dennoch im Laufe der Zeit seltsame Züge entwickelt - dagegen ist keiner gefeit.
Katie Holmes (29) zum Beispiel war ja in den ersten Jahren an der Seite von Tom Cruise auch oberhappy. Aber jetzt hat sie nach den Beobachtungen von Frau im Spiegel Ringe unter den Augen und wiegt bei einer Größe von 1,75 Meter nur noch 48 Kilo. Und warum? Weil Tom ein Kontroll-Freak ist: Kein Zimmer in der Protz-Villa in Los Angeles, das nicht videoüberwacht ist. Tom will immer wissen, was seine Frau macht. Auwei, ob das gutgeht? Wir ahnen nichts Gutes für Katie, aber beruhigend, dass ihr Vater einen guten Ehevertrag für die Tochter aushandelte.
In diesem Zusammenhang haben wir im Spiegel etwas Atemberaubendes gelesen. Sie kennen ja Fiona Shackleton. Erst presste sie als Dianas Scheidungsanwältin das Maximum aus Prinz Charles heraus, jetzt vertrat sie Paul McCartney so erfolgreich, dass die böse Heather Mills ihr Wasser über den Kopf kippte. Und nun steht im Spiegel, dass ihr einige reiche Männer schon eine Abschlagzahlung geleistet haben, obwohl ihre Ehe gegenwärtig noch in Ordnung ist. Der Deal: Für den Fall, dass es zur Scheidung kommen sollte, darf Shackleton die jeweiligen Gattinnen nicht vertreten.
Die deutsche Neidgesellschaft
Lothar Matthäus lebt ja auch in Scheidung. Wie mehrfach berichtet, teilt er sein Leben derzeit mit einer zwanzigjährigen Schülerin. Obwohl das sicherlich anstrengend ist, findet er noch Zeit für den analytischen Diskurs. Über die deutsche Neidgesellschaft hat er in Revue herausgefunden: Keiner gönnt keinem was. Der Nachbar gönnt dem Nachbarn kein neues Auto, der andere gönnt dem anderen keine junge Freundin. Wir können das übrigens bestätigen, uns treffen hier im Redaktionsgebäude auch viele neidische Blicke wegen unserer Assistentin Jana (22) aus Tschechien. Aber was ist das schon gemessen an dem Dauerstress, den der Gatte von Gila von Weitershausen auszuhalten hat. In Revue stöhnt er: Meine Frau hätte es grundsätzlich gerne, dass ich alles von ihr sehr gut finde.
Was aber Stress betrifft, so muss Camilla diese Woche darunter besonders gelitten haben. Carla Bruni machte ja an der Seite ihres kleinen Präsidenten Sarkozy (1,65 Meter) ihren Staatsbesuch in London, und gegen das elegante, 1,79 Meter große schöne Ex-Model schneidet man als Camilla natürlich nicht so toll ab, zumal Charles' Gattin einen Federhut trug, der in den Augen der britischen Presse wie ein abgestürzter Fasan wirkte. Statt jedoch äußerliche Nachteile durch Charme wettzumachen, präsentierte sich Camilla nach Einschätzung von Das Neue Blatt auch noch als Zicke. Als Charles die Französin galant mit Handkuss begrüßte, soll seine Gemahlin gefaucht haben: Übertreib nicht so!
Tiefe Ausschnitte künftig tabu
Jetzt noch schnell eine Warnung an die jüngeren unter unseren Leserinnen, die vielleicht davon träumen, Prinzessin zu werden. Erstens ist das Ganze mit viel Arbeit verbunden, wie man an Prinz Joachims französischer Verlobter sieht. Die angehende Dänenprinzessin bekommt laut Neue Welt gerade ihren letzten Schliff an der Prinzessinnenschule.
Sie lernt dort, dass tiefe Ausschnitte für sie künftig tabu sind, dass sie abends lange Roben tragen muss und tagsüber nur knielang gehen darf. Außerdem sind die Tischmanieren etwas förmlich: Der gerade Rücken sollte die Stuhllehne nie berühren. Klingt anstrengend, oder? Zweitens ist das Prinzessinnendasein aber auch partiell unappetitlich, wie Bunte beim Besuch der Schwedenprinzessin in Abu Dhabi dokumentiert: Scheich Nahyan tranchiert für Victoria eine Spezialität: gegrilltes Kamel.
Text: F.A.S.
Bildmaterial: AFP, AP, ddp, dpa, picture-alliance/ dpa
