Herzblatt-Geschichten

Alle Beiträge Aktuellster Beitrag Beitragsdatum bis

Herzblatt-Geschichten

Dicke Dinger

Von Peter Lückemeier

02. Dezember 2007 Nach wie vor blicken wir sorgenvoll auf die Ehe des Millionärssohns Sebastian Kamps (25) und seiner gleichaltrigen Gattin, der Fernsehmoderatorin Gülcan. Schon vor der Hochzeit hatte Sebastian sich etwas unfreundlich über Gülcans dauernden Wortdurchfall geäußert: „Sie redet gern und sehr viel. Manchmal zu viel. Ich wache morgens auf und gucke sofort in ein grinsendes Gesicht, das unbedingt reden möchte.“

Doch auch heute, etwa drei Monate nach der Eheschließung, findet er etwas mechanistisch: „Eine Fernbedienung, mit der man bei ihr den Ton ausstellen könnte, wäre manchmal praktisch.“ Gottlob nimmt Gülcan das nicht krumm, sondern redet ihn mit wechselnden Kosenamen an: „Puschi, Mausi, Schatzi“. Dies jedoch hält Puschi-Mausi-Schatzi nicht davon ab, in Bild seinen Durchzugstrick zu verraten: „Seitdem ich mit Gülcan zusammen bin, habe ich gelernt, das eine Ohr aufzuklappen und das andere auch. Und dann zieht das einfach alles durch.“

Sprachprobleme

Auch in zwei anderen Verbindungen stand es um die Kommunikation nicht zum Besten. Boris Becker, so sagt es weinend in Bunte seine neueste Exfreundin Lilly, habe die Beziehung per SMS gekündigt: „Die Art und Weise hat sehr weh getan und war alles andere als cool.“ Bei Lothar Matthäus (46) aber scheiterte seine dritte Ehe, wie er in Bunte preisgibt, auch an der Sprache: „Wir haben uns ja immer nur auf Englisch unterhalten. Da gab es auf Dauer auch Verständigungsschwierigkeiten.“ Das glauben wir gern. Denn als der Lothar sich einst bei den New Yorker Metro Stars vorstellte, sprach er: „I come next year for play soccer and I hope we have a little bit lucky.“

Ist der Mann mit dem seltsamen Titel „Ehrenspielführer“ der deutschen Nationalmannschaft denn jetzt sehr traurig? Nö, kann man nicht sagen. Er hat gleich eine neue Freundin gefunden, ein ukrainisches Model namens Liliana mit wunderschönen äh braunen Augen, stern-Redakteure würden sie als „Sahneschnitte“ bezeichnen, und Bild verrät ihre Maße: 84/59/88. Übrigens ist Liliana blutjunge zwanzig Jahre alt, worüber wir jetzt aber nicht herziehen wollen, wir finden, das ist für einen Sechsundvierzigjährigen gerade passend.

Ochsenknecht und die „attraktiven Weibchen“

Zwischen Fürst Albert von Monaco und seiner Charlene Wittstock (29) liegen nur zwanzig Jahre, und dennoch schwant Bunte, dass die Sache allmählich ernst wird. In einem Chat wurde der Fürst nämlich gefragt, warum die Südafrikanerin beim Nationalfeiertag nicht auf dem Balkon des Palastes gestanden habe. Die korrekte Antwort, wissen die Protokollbeamten von Bunte, hätte geheißen: „Sie ist kein Familienmitglied und deshalb ist für sie auf dem Balkon kein Platz vorgesehen.“ Tatsächlich aber schrieb er: „Ihre Tätigkeiten haben zu dieser Zeit Fräulein Wittstock vom Fürstentum ferngehalten.“ Dieser Satz hat Bunte in heftige Erregungszustände versetzt.

Was wir dagegen interessanter fanden, waren im selben Blatt die sehr offenen Antworten des Schauspielers Uwe Ochsenknecht. Auf die etwas lüstern-kindische Frage, ob in ihm „der Jäger“ erwache, wenn ein „attraktives Weibchen“ vorbeikomme, sagt er: „Na, logisch guck ich da nach, von oben bis unten und genau und direkt.“ Untreu wird er seiner Gattin aber nicht. Allerdings nicht deshalb, weil er sie über alle Maßen liebt, sondern wegen seiner Vergesslichkeit: „So verschusselt wie ich bin, simse ich dann an die falsche Telefonnummer oder was.“

„Dicke Dinger. Ich liebe sie.“

Jetzt zur Politik. Irgendwie ist Angela Merkels Lapidarität doch manchmal herzerfrischend, etwa in diesem Dialog mit dem stern. Sie erzählt dort, dass sie sich beim Kochen ganz gut entspannen kann, doch als ihre Gesprächspartner wissen wollen: „Reagieren Sie sich dabei auch ab?“, da antwortet sie wunderbar karg: „Na ja, was soll ich mich an so einem Fleischstück abreagieren?“

Emotionalere Beziehungen zu Fleisch offenbart dagegen Heidi Klum: „Ich nenne meine beiden Brüste Hans und Franz.“ Und in einem Video für den Dessous-Hersteller „Victoria's Secret“ drückt sie, wie Das Neue Blatt mit kritischem Unterton vermerkt, ihren Busen zusammen und prahlt: „Dicke Dinger. Ich liebe sie.“

Hilfe von oben

Und sollten Sie gestern in der ARD „Das Adventsfest der Volksmusik“ mit Florian Silbereisen gesehen haben, so können wir Ihnen mit Echo der Frau ein tolles Geheimnis verraten: Der sympathische Moderator hat vor jeder seiner knallblöden Dumpfsendungen schreckliches Lampenfieber. Das Problem versucht er, mit Hilfe von oben in den Griff zu bekommen: „Der tief religiöse Superstar betet vor jeder Sendung.“ Das ist schön von ihm.

Leider müssen wir jetzt los. Nach Bergisch Gladbach. Heidi Klum hat uns zum gemütlichen Kaffee mit Zimtmakronen und Mandelspekulatius eingeladen. Sie sagte, sie wolle uns mit jemand bekanntmachen und nannte zwei etwas altmodische Vornamen. Da sind wir jetzt mal sehr gespannt.



Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 02.12.2007, Nr. 48 / Seite 74
Bildmaterial: AFP, dpa

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche