Von Peter Lückemeier
11. Mai 2008 Dass Prinz William offenbar seiner Freundin Kate treu ist, kommt einer Leistung gleich, die Normalmänner kaum verstehen können. Welchen enormen Gefährdungen so ein hübscher künftiger König ausgesetzt ist, das erfahren wir jetzt aus Bunte. Was nämlich geschieht, wenn der junge AAA-Promi allein den Londoner Nobelclub Mahiki betritt? Dann zücken sofort alle Mädels ihre Designer-Handys und alarmieren ihre Freundinnen per SMS: W@M no K. Was das heißt? William im Mahiki ohne Kate. Was nicht ohne Folgen bleibt: Binnen Minuten füllt sich der Club mit Societygirls auf der Jagd nach dem Thronfolger.
Und da muss man doch wirklich in Hochachtung vor dem künftigen König erstarren, dass er von den Angeboten, die auf ihn an einem solchen Clubabend einstürmen, nicht öfter nascht. Denn zimperlich sind die Mädels sicher nicht, und Bunte kategorisiert die Sex-Angreiferinnen in die Abteilungen Wagabes - das sind Frauen, die einen mächtigen Mann suchen. Der zweite Typ sind die Trophy Hunters, Sammlerinnen, die sich mit einer Affäre mit William brüsten wollen. Schließlich gibt es noch die Golddiggers, die ihre Begegnung mit dem Prinzen verkaufen, um in die Zeitung zu kommen und ihr Sparschwein zu füllen.
Freudentränen für alle
Was aber verbindet diese gefährlichen jungen Damen? Auch das weiß Bunte: Kate ist ihr Hassobjekt. Und weil ihre Eltern nur ein paar Millionen auf dem Konto haben, beschimpfen sie sie als stillose Mittelstandstussi. Nun, das ist ihr gutes Recht als Dünkeltussis, aber eines sollten sie doch nicht vergessen: Ebendiese Mittelstandstussi hatte nach der vorübergehenden Trennung, die William offenbar recht stillos per SMS ausgesprochen hatte, das Angebot ausgeschlagen, für fünf Millionen Euro ein Enthüllungsbuch zu schreiben. Da müssen wir schon sagen: Das rührt uns. Und wenn Das Neue Blatt behauptet, ein Mensch vergieße im Laufe seines Lebens die irre Menge von 75 Liter Tränen, dann widmen wir hiermit einen Milliliter der aufrechten Haltung der bürgerlichen Kate Middleton. Ein weiterer Milliliter Freudentränen aber gilt dir, Puddingmilliardär Dr. h. c. August Oetker (64), der du in deiner dritten Ehe zur 34 Jahre jüngeren Nina griffest. Freunde berichten über dich gegenüber Frau im Spiegel: Sie hat den Doktor verändert. Er ist lockerer und fröhlicher geworden. Es ist eine große Liebe. Das ist schön, auch wenn es ein wenig seltsam anmutet, dass Freunde über Herrn Oetker als den Doktor reden.
Wir wissen nicht, wie großzügig der Puddingmilliardär Dr. h. c. August Oetker mit Toilettendamen umgeht, hoffen aber, dass er es mit dem SAP-Gründer Dietmar Hopp aufnehmen kann. Der sagt auf die listige Bunte-Frage, wie viel Trinkgeld er der Klofrau an der Autobahn gebe: Immer einen Zwanziger oder einen 50-Euro-Schein. Hinterher ärgere ich mich und denke: Mein Gott, was hätte es dir denn ausgemacht, noch mehr zu geben. Lieber Herr Hopp, Sie sind unser Mann, Ihnen schenken wir eine dicke Freudenträne. Ein solches Geschenk und Kompliment können wir dir, Tennisvater Peter Graf (69), leider nicht machen, denn deinen Satz, du findest dein Leben wunderschön - zu neun Zehnteln können wir nicht nachempfinden. Etwas kann nicht zu neunzig Prozent wunderschön sein, verstehst du, wir würden doch auch nicht zu unserer Redaktionsassistentin Snejanka sagen, sie sei zu neun Zehnteln wunderschön, da wäre sie ja zu Recht beleidigt, und davon abgesehen ist sie natürlich total schön, von Kopf bis Fuß, vor allem körbchengrößenmäßig, der echte Wahnsinn!
Lieben und Streiten
Ach so, heute ist ja Muttertag. Und deshalb schenken wir hiermit allen Müttern einen wunderschönen Satz, den Ashton Kutcher (30), der Altenpfleger von Demi Moore (45), in Revue gesagt hat: Ich glaube, dass Männer auf der Erde sind, um den Frauen zu Diensten zu sein. Und noch etwas Beherzigendes und Lebenskluges hat er von sich gegeben: Bei der Liebe kommt es nicht darauf an, wie sehr man sich jeden Tag liebt, sondern wie sehr man sich liebt, wenn man Streit hat und sich gerade nicht ausstehen kann. So ist es, und wir fügen schlau hinzu: Am meisten sind die Frauen unserer Liebe in jenen Situationen bedürftig, in denen sie sie am wenigsten verdienen.
Supergarstige Frauen sollten dann aber vielleicht konsequent auf jede Ehe verzichten. So wie die Sängerin Gianna Nannini, die einst ihren unmöglichen Hund besang (Bello impossibile) und heute in Bunte auf die Frage antwortet, ob es leicht sei, mit ihr eine Beziehung zu führen: Nein, es ist eigentlich unmöglich. Ich bin so launisch, ich würde mich sofort verlassen. Welch ein Glück, dass uns Snejanka so sanftmütig zur Seite steht. Deshalb bestellen wir ihr morgen zwanzig oder fünfzig rote Rosen, doch hinterher ärgern wir uns vielleicht und denken: Mein Gott, was hätte es uns denn ausgemacht, ihr 500 zu schenken? Und deshalb haben wir jetzt tausend geordert. Weil sie tausend Prozent schön ist.
Text: F.A.S.
Bildmaterial: AP
