21. Dezember 2009

leute

Leute: Studenten im Portrait

Von Fenja Mens, Alexandra Knittel



29. Oktober 2007 Dominic Schwickert ist Chefredakteur von 360° - Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft. Während seines Studienjahres an der Universität von Santa Barbara/USA staunte Dominic Schwickert nicht schlecht: Es gab eine Fülle von journals, in denen die Studenten ihre Arbeiten publizieren konnten. Fast jedes Institut hat dort seine eigene Zeitschrift, schwärmt der 25-Jährige. So etwas müsste es auch bei uns geben, dachte sich Dominic..... Textsammler

Florian Thomi, 25, will mit einem ungewöhnlichen Kurzfilm die Diskussion über Studiengebühren beleben. Er saß im Call-Center und langweilte sich. Sein Rechner wählte Nummern an, und kein Mensch hob ab. Der Student der Politikwissenschaften ließ seine Gedanken schweifen und landete irgendwann bei den Studiengebühren, die bald an der Universität Gießen eingeführt werden sollten. Er dachte an die Protestaktionen, bei denen er dabei gewesen war, und wie unbefriedigend er sie fand. Dann fielen Florian die Kurzfilme ein, die er mit einigen Freunden gemeinsam gedreht hatte, und plötzlich war die Idee da: Ein Film gegen Studiengebühren, das wäre doch mal was anderes..Filmemacher

Oliver Demetz entwickelt Software zur individuellen Frisurenberatung. Der Haarschnitt zu kurz, die Strähnchen zu hell und der Pony passt überhaupt nicht zum eigenen Gesicht. Wer schon mal unzufrieden mit seiner neuen Frisur war, wird den Einsatz von Oliver Demetz zu schätzen wissen. Der 24-Jährige ist kein Starfigaro, sondern Informatikstudent am Saarbrücker Lehrstuhl für mathematische Bildverarbeitung. Mit seiner Bachelor-arbeit zeigt er, dass Informatiker auch im Beauty- und Wellness-Bereich eine wichtige Rolle spielen können. Zum Abschluss seines Studiums entwickelte Oliver eine vollautomatische Beratungssoftware für Frisuren....Frisurenprogrammierer

Jörg Stückler bringt Fußballrobotern das Toreschießen bei. Ein harter Schuss - keine Chance für den Gegner: Der Ball zappelt im Netz. Deutschland schlägt Japan mit 8:6 und Jürgen und Lothar sind Fußballweltmeister. Aber anstatt die Arme vor Freude in die Höhe zu reißen, stehen die beiden teilnahmslos auf dem Spielfeld. Dafür gibt es hinter der Bande laute Jubelschreie. Ja, geschafft, brüllt Jörg Stückler an diesem 8. Juli 2007 in Atlanta. Dann klopft er Jürgen und Lothar kräftig auf die Schultern. Die Fußballroboter zeigen keine Regung. Das haben wir ihnen noch nicht beigebracht, sagt Jörg schmunzelnd....Humanoidentrainer

Text: Hochschulanzeiger Nr. 92, 2007
Bildmaterial: privat
 
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Mekka für Lern- und Lebenslustige
Studieren in Beirut

Beirut ist gezeichnet von Bürgerkrieg und Bombenanschlägen. Ihre Schönheit aber hat die Stadt nicht verloren - das sehen auch Studenten so. Die American University of Beirut (AUB) gilt als renommierteste Universität des Landes. Nicht allein wegen des Ausbildungsstandards zieht sie zahlungskräftigen Nachwuchs aus dem Nahen Osten an. Beirut ist auch ein Mekka für Partygänger - in Nachtclubs, Straßencafés, am Strand und in den Bergen genießen sie das Leben. Eine Mixtur, für die sich trotz der instabilen politischen Lage auch deutsche Studenten begeistern. 

Blick auf die Amerikanische Universität in Beirut. Für Deutsche, die über ein Austauschprogramm oder als Stipendiaten kommen, fallen keine Gebühren an. Alle anderen müssen tief in die Tasche greifen: Das Studuim kostet im Jahr rund 10.000 Dollar.
Das EU-Stipendium wird sein eigenes Opfer
Die Erasmus-Lüge

Europas Hochschulen schicken ihre Studenten quer durch die ganze Union. Das Ziel: junge Menschen fit machen für den europäischen Arbeitsmarkt. Doch mit den Sitten und Gebräuchen des Gastlandes kommen Erasmus-Studenten kaum noch in Berührung. Vor allem in den großen UniStädten bleiben sie eher unter sich und bauen ihre ganz eigene Parallelkultur auf. 

Spagat zwischen Kader und Studium
Wo Olympiasieger und Weltmeister studieren

Als Handballer kann man gut von dem Geld leben, das man verdient. Aber ich weiß auch, dass man nie so viel zusammenkriegen wird, dass man ausgesorgt hat.

Über „die Zeit danach“ denken Athleten nicht gerne nach. Mit dem Bachelor of Arts in International Management hat die FH Ansbach eine Mischung aus E-Learning und Präsenzphasen entworfen, die auf Wettkämpfe und Trainingszeiten Rücksicht nimmt. 

Chancen und Hindernisse in Studium und Beruf
Zu Hause in zwei Kulturen


Gerade einmal 8 Prozent der Studierenden in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Migranten, die es einmal an die Universität geschafft haben, sind in der Regel sehr leistungsfähig, sonst hätten sie die vielen Hürden bis zur Immatrikulation gar nicht nehmen können. Trotzdem haben es Migrantenkinder an der Universität und später beim Berufseinstieg schwerer als ihre deutschen Kommilitonen.