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| Dennis Hauck |
19. Januar 2009
Zeichenkünstler
Dennis Hauck studiert Maschinenbau - und verdient neben dem Studium Geld mit Trickfilmen.
Ob in der Bahn, im Café oder in der Vorlesung - Dennis Hauck hat stets Stift und Papier parat. Das Herumkritzeln war schon als Kind meine Leidenschaft, ich kann es einfach nicht lassen, erzählt der 27-Jährige und lacht. Eigentlich studiert er im neunten Semester Kartographie an der Hochschule Karlsruhe, doch das Geld zum Leben verdient er mit seinem Hobby. Im ersten Semester lernte ich an der Uni ein Flash-Programm kennen, mit dem man Zeichnungen animieren kann. Das hat mich fasziniert. Ich fühlte mich plötzlich wie Walt Disney! Dennis machte sein erstes Filmchen und bewarb sich damit um Aufträge. Ich habe es immer wieder versucht. Jede Woche habe ich die Foren der Film- und Grafikszene nach Anzeigen durchsucht und mich auf alles Mögliche beworben. Es hagelte Absagen, doch er ließ nicht locker und hatte nach einem Jahr tatsächlich einen kleinen Auftrag. Inzwischen ist der Pfälzer Inhaber einer kleinen Firma und entwickelt Werbebanner, Bildschirmschoner und kleine Spiele. Dennis hat mittlerweile sogar Stammkunden, doch sein bislang größtes Projekt fand er wieder über eine Anzeige. Der Regisseur Michael Glawogger benötigte für die Verfilmung von Josef Haslingers Roman Das Vaterspiel Sequenzen eines Computerspiels im Stil der neunziger Jahre. Hauptfigur des Buches ist ein frustrierter Mittdreißiger, der nachts vor dem Rechner herumhängt und aus Hass auf seinen Vater ein ominöses Vatervernichtungsspiel entwirft. Demnächst kommt der Film in die Kinos. Alles, was im Computerspiel auf der Leinwand zu sehen sein wird, hat Dennis entworfen - die stilecht pixelig wirkenden Figuren, die Räume, die Texturen der Wände. 120 Stunden hat er daran gearbeitet, immer die Deadline der Filmfirma im Nacken. Das sei anstrengender gewesen als alles, was er bis dato gemacht hat. Nun ist er selber gespannt, wie die Szenen im Film wirken - und hofft, dass eine seiner Figuren auf dem Filmplakat zu sehen sein wird. Das wäre einfach das Größte, seufzt er.
http://www.flashfilmchen.de
Vorzeige-Ingenieur
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| Boris Kubrak |
Der Maschinenbauer Boris Kubrak darf im Formel-1-Rennstall von Renault für seine Masterarbeit forschen.
Einmal im Formel-1-Zirkus dabei sein, ganz dicht dran an den Fahrern und ihren Wagen - davon träumen viele. Für Boris Kubrak hat sich dieser Traum erfüllt. Der 27-jährige Maschinenbauingenieur absolviert derzeit ein Praktikum beim Rennstall von Renault im englischen Enstone. Dabei ist er weit mehr als ein Zuschauer oder bloßer Handlanger: Boris forscht vor Ort zu einem Thema aus dem Feld der Aerodynamik. Die Ergebnisse werden später Renault zugutekommen - und sind so geheim, dass außerhalb des Unternehmens nur ein Professor von seiner Universität in Offenburg die Masterarbeit lesen darf. Nicht einmal den Titel dürfen Externe wissen. Aus gutem Grund, schließlich ist es heute neben dem Können der Fahrer vor allem die Windschnittigkeit der Fahrzeuge, die bestimmt, wer am Ende auf das Siegertreppchen braust. Boris ist Formel-1-Fan und fährt selber Kart-Rennen, darum war es für ihn nur logisch, sich bei dem internationalen Ingenieurwettbewerb Altran Engineering Academy zu bewerben - als erster Preis winkt dort ein Praktikum in der Entwicklungsabteilung des Renault-Teams. Boris reichte ein Konzept für eine Heckspoiler-Kühlung ein und setzte sich damit gegen seine deutschen Mitbewerber durch. Im internationalen Finale unterlag er jedoch einem Brasilianer. Dennoch: Die Jury war von Boris so angetan, dass er zu einem Bewerbungsgespräch in die Abteilung Aerodynamik gebeten wurde und dort ein gesondertes Praktikum angeboten bekam. Das ist für mich noch besser, weil die Aerodynamik genau mein Interessengebiet ist und ich nun zu paradiesischen Bedingungen forschen kann, freut sich Boris. Der Höhepunkt jedes Tages ist für ihn allerdings der Besuch in der großen Werkhalle, wo einer der Rennwagen steht: Nach dem Mittagessen gehe ich da immer kurz vorbei, streichle über den Heckspoiler und lass mir von einem der Techniker ein anderes Detail erklären. Einfach traumhaft!
http://www.altran-academy.com
http://www.renaultf1.com