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Durchgedreht Karen Marscholik bringt Filmfreaks zum Durchdrehen Von Nadja Kirsten 
 | | Karen Marscholik |
20. März 2006 Die Uhr tickt. 24 Stunden Zeit haben die Teilnehmer des Braunschweiger Selbstfilmfestivals durchgedreht 24, um mit der Kamera eine Geschichte zu erzählen, die die Jury überzeugt.
Schneiden verboten. Damit nicht genug: Drei von zwölf vorgegebenen Begriffen müssen im Film vorkommen. Genannt werden sie erst beim Startschuß, abends um acht Uhr auf dem Braunschweiger Altstadtmarkt. Letztes Jahr sind das zum Beispiel ›Fünf-Meter-Brett‹, ›al dente‹, ›Bienenstich‹ und ›lauwarm‹ gewesen, erinnert sich Karen Marscholik. Die 23jährige ist eine von gut 20 Studenten, die den Filmspaß möglich machen. Wir organisieren alles, von der Technik bis zur Pressearbeit, sagt sie. Nur für die Jury holen sie sich Profis. Die Atmosphäre bei durchgedreht sei sehr familiär, dennoch schlagen die Emotionen schon mal hoch, wenn unterschiedliche Ideen aufeinandertreffen. Genau diese Auseinandersetzung schätzt sie. Man lernt, zu argumentieren und für eine Idee auch mal zu kämpfen, sagt sie. Das Konzept für durchgedreht stammt aus Australien, von wo es Studenten vor drei Jahren mit nach Braunschweig brachten. Mittlerweile ist das Festival so beliebt, daß nicht alle an den Start können, die gerne möchten. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, und sogar Franzosen reisten schon zum Kreativitäts-Contest an. Vom kleinen Saal des Cinemaxx ist die Preisverleihung längst in den größten Raum des Kinos umgezogen. Am Festivalwochenende zahlt sich all die Vorbereitung aus, das ist ein tolles Gefühl, erzählt Karen. Besonders spannend finde ich es, zu sehen, welche Kreativität unsere Vorgaben auslösen. So wie beim Max-Beckmann-Platz, einem der vorgegebenen Begriffe. Da machte ein Team kurzerhand einen Namen draus und taufte eine der Filmfiguren Max Beckmann-Platz. www.durchgedreht24.de Text: Hochschulanzeiger Nr. 83, 2006 Bildmaterial: privat
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