09. August 2007 Ein französischer Schüler ist wegen seiner Übersetzung des neuesten Harry-Potter-Bandes vorübergehend festgenommen worden. Dem 16-Jährigen aus der Region Aix-en-Provence wird vorgeworfen, die ersten drei Kapitel von Harry Potter and the Deathly Hallows auf Französisch ins Internet gestellt zu haben.
Eine Sprecherin des Verlags Gallimard, der das Buch in Frankreich verlegt, sagte am Mittwoch, die Polizei habe den Fall aufgedeckt und den Anwalt der Potter-Autorin J.K. Rowling kontaktiert. Inzwischen sei der Jugendliche wieder auf freiem Fuß. Welche Strafe ihm droht, war zunächst unklar.
Der Verlag warnte davor, den Vorfall zu verharmlosen. Wir sprechen hier nicht über einen Jugendlichen oder einen Fan - es geht um organisierte Netzwerke, die Jugendliche missbrauchen, sagte die Gallimard-Sprecherin. Da solche Taten die Rechte der Autoren und der Verlage beeinträchtigen könnten, unterstütze man die Untersuchungen der Polizei.
Deutsche Potter-Fans müssen noch warten
Die Zeitung La Provence aus Südfrankreich merkt zur eigenmächtigen Harry Potter-Übersetzung des französischen Gymnasiasten dagegen an: Harry Potter hat einen Angriff erlitten, mit dem er nicht gerechnet hat. Den eines Übersetzungszauberers, der Schloss Poudlard mit seinen 16 Jahren und seiner Zweisprachigkeit im Sturm erobert hat. Dieser Junge hat den siebten Band (...) einige Tage nach der weltweiten englischen Veröffentlichung brillant auf Französisch übersetzt. Aber die Mutter von Harry Potter, J.K. Rowling, und ihre Armee von juristischen Beratern wollten die Beleidigung nicht ungestraft durchgehen lassen.
Millionen Menschen auf der ganzen Welt warten auf die Übersetzung der englischen Originalausgabe in ihre Sprache. Der siebte und letzte Band der Serie war das am schnellsten verkaufte Buch aller Zeiten. Deutsche Harry-Potter-Anhänger müssen auf Harry Potter und die Heiligtümer des Todes bis zum 27. Oktober warten.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
Notlandung in Manila: Flugzeug mit ![]()
Nach der Rettung am Nanga Parbat: Wir konnten ihn nicht retten
Schiffsunglück in Demokratischer Republik Kongo: Mehr als 40 Tote und hunderte Vermisste
EuGH-Entscheidung: Bürger können Feinstaub-Aktionsplan erzwingen
Nach Tanker-Unglück: ÖL-Teppich breitet sich auf dem Mississippi aus
