Unglück

Sechs Deutsche sterben bei Busunfällen in Rußland

04. August 2005 Bei zwei Busunfällen in Russland sind am Donnerstag mindestens sechs Deutsche ums Leben gekommen. Im dichtem Nebel stieß in Sibirien ein Bus mit einem Lastwagen zusammen, der auf die Gegenfahrbahn geraten war. Mindestens zehn Menschen starben. In Sankt Petersburg kam eine Deutsche ums Leben, 18 weitere Touristen und drei Russen erlitten Verletzungen.

Das russische Ministerium für Notlagen teilte mit, bei dem Unfall in der westsibirischen Provinz Kurgan seien am frühen Morgen fünf Deutsche russischer Herkunft getötet worden, darunter ein Kind. Zwei weitere Kinder starben, ebenso ein Lastwagenfahrer und ein Busfahrer.

Schlechte Sicht keine Entschuldigung

Interfax berichtete unter Berufung auf Krankenhausmitarbeiter, offenbar seien sechs Todesopfer Deutsche gewesen. Die Rußlanddeutschen wollten in Omsk Verwandte besuchen, wie die Nachrichtenagentur weiter schrieb. Der Bus war laut Ministerium mit 36 Menschen an Bord auf dem Weg von Moskau nach Nowosibirsk. Trotz der schlechten Sicht trage der Lkw-Fahrer die Schuld, erklärte Behördensprecher Viktor Beltsow.

In Sankt Petersburg stieß ein Bus mit Kreuzfahrttouristen ebenfalls mit einem Lastwagen zusammen. Eine deutsche Urlauberin wurde getötet. Nach Polizeiangaben erlitten 18 Deutsche sowie die beiden Fahrer und der Führer aus Rußland Verletzungen. Der Reiseveranstalter Viking Flußkreuzfahrten erklärte, 17 deutsche und zwei niederländische Urlauber seien verletzt worden, nach Behördenangaben zwei von ihnen schwer.

Verletzte werden betreut

Viking Flußkreuzfahrten erklärte, man bemühe sich um die bestmögliche Versorgung der Verletzten und der Familien. Insgesamt 25 Reisende seien am Morgen mit einem Ausflugsbus auf dem Weg zum Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer gewesen. Die Unfallursache war zunächst unklar. Der Ausflug in Sankt Petersburg war Teil einer zwölftägigen Kreuzfahrt, die in Moskau begann und am Samstag in Sankt Petersburg enden sollte.

Angehörige können sich unter der Hotline-Nummer 01802 - 845 464 über den Verbleib von Familienmitgliedern informieren.



Text: FAZ.NET mit Material von AP

 
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