Immer wieder treten neue Ungereimtheiten in den Berichten der Klimaforscher zutage. Um die Welt zu retten, wurde anscheinend ein wenig manipuliert. Aber die beste Absicht kann den Schaden nicht wettmachen, der durch den Verlust wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit entsteht. Von Stefan Dietrich
Der Klimagipfel hat gezeigt, dass die Sorge um die Zukunft der Menschheit nicht das Ende der Politik ist. Unverfroren haben die Entwicklungsländern in Kopenhagen versucht, den Industrieländern das Geld aus der Tasche zu ziehen Von Richard Wagner
Die Weltklimakonferenz liefert Anschauungsmaterial wie Schwellenländer Verantwortung übernehmen. Die (vermeintlichen) Superstars von morgen, China vor allem und Indien und Brasilien, sind kühle Interessenmaximierer - selbstlose Anführer der Schwachen sind sie nicht. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Das Ziel, die Temperaturerhöhung auf zwei Grad zu begrenzen und den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch - und verbindlich - zu verringern, droht in Kopenhagen hinter wütenden Auseinandersetzungen, Macht- und Interessenkonflikten zu verschwinden. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Politik hat ein Mandat - Wissenschaft soll unabhängig und ergebnisoffen forschen. Glaubwürdigkeit kann die Klimaforschung nur bewahren, wenn sie die Distanz zur Politik wieder herstellt, die einigen ihrer Protagonisten im Weltklimarat offenbar abhandengekommen ist. Von Stefan Dietrich
Am Montag hat in Kopenhagen der Klimagipfel begonnen. Die Erwartungen an die politischen Akteure wurden mit Titeln wie Marshallplan für die Erde oder die wichtigste Konferenz der Menschheitsgeschichte auf unerreichbare Höhen geschraubt. Von Joachim Müller-Jung
Der Blick auf die klimapolitische Wirklichkeit gibt vor Kopenhagen wenig Anlass zur Hoffnung. Es ist wenig wahrscheinlich, dass so viele Länder mit so unterschiedlichen Ausgangslagen und Einstellungen zum Klimaschutz einen bindenden Vertrag schließen. Von Lisa Becker