Regisseurin Claudia Llosa mit ihrem Goldenen Bären

Berlinale-Bilanz

Wo man das Fliegen lernen konnte

Den Goldenen Bären gewann mit „La teta asustada“ ein Film, auf den sich viele einigen konnten, ohne dass er jemand vom Hocker gerissen hätte. Doch die Preisverleihung versöhnte mit dem Wettbewerb. Michael Althen über die Berlinale 2009.

 
Video: Goldener Bär für „La Teta Asustada“Berlinale-Bilanz: Beginn mit Bluff, Ende mit Debakel
Das tut so weh: “Krankes Haus“, Wolfgang Beckers Episode in “Deutschland 09“

Berlinale

Deutschland, das sind die anderen

Die Berlinale hat mit einem Bluff begonnen - und mit einem Debakel geht sie zu Ende: Dreizehn Regisseure, ein großes Missverständnis, das ist „Deutschland 09“ geworden. Bericht von einem seltsamen Festival. Von Claudius Seidl

 
FAZ.NET-Spezial: Die Berlinale 2009
Til Schweiger mit Anna Maria Mühe (rechts) und Kaugummi (nicht zu sehen)

Berlinale-Partys

Der Sternchenhimmel über Berlin

Nach dem Kino ist vor der Party, und trotz Krisengerede feiert die Filmwelt natürlich sich selbst - hier jung und international, da nobel und prominent. Ein nächtlicher Rückblick auf zehn Tage Berlinale-Partys. Von Julia Schaaf

Ein Hollywood-Star im kalten Berlin: Michelle Pfeiffer friert

Berlinale

Der Moment der Wahrheit

Für Stars wie Michelle Pfeiffer ist die Berlinale eine harte Prüfung: Auf dem Roten Teppich müssen sie in der Berliner Eisluft das Lächeln auf ihrem Gesicht festhalten - und gemeinsam als Teil eines Teams posieren. Doch genau das macht den Reiz des Festivals aus. Von Andreas Kilb

Freund der Tradition: Josef Bierbichler als Zeitungsleser in “Deutschland 09“

Berlinale: „Deutschland 09“

Wo ist denn die Fraktur geblieben?

Zum Abschluss der Berlinale machen sich dreizehn Regisseure in „Deutschland 09“ ein Bild zur Lage der Nation. Eine Episode erzählt von einem Zeitungsleser, der aus Wut über ein neues Layout bei seinem Lieblingsblatt ein Blutbad anrichtet. Von Verena Lueken

Jim Morrison: Der Kopf der Doors starb mit siebenundzwanzig

Doku über „The Doors“

Amerikanische Pastorale

Die Geschichte der Doors und ihres früh verstorbenen Frontmanns Jim Morrison hat Oliver Stone in einem bildgewaltigen Spielfilm erzählt. Doch ein Dokumentarfilm, wie Tom DiCillo auf der Berlinale beweist, kann mindestens ebensoviel Kraft entfalten. Von Jörg Thomann

Irène Jacob in „Der Staub der Zeit“

Berlinale-Wettbewerb

Die Erde weint am Brandenburger Tor

Das Berlin, das Theo Angelopoulos in „Der Staub der Zeit“ zeigt, ist das genaue Gegenteil des Tom Tykwerschen Berlins, wie man es in „The International“ sieht: keine Metropole aus Stahl und Glas, sondern eine alte, geschichtsgraue Stadt. Von Andreas Kilb

Berlinale 2009

Die Party-Reste

Viele Feiern wurden abgesagt, und zum Essen gab's Currywurst - aber an Gesprächsstoff mangelt es den Stars auf der Berlinale nicht. Eine Benefizgala im Zwiespalt, deutsche Jungschauspieler als große Hoffnung Hollywoods und die Europapremiere von „Notorious“ sorgten für Unterhaltungen.

Freunde aus alten Tagen: Tilda Swinton und Christoph Schlingensief

Der Juror im Gespräch: Christoph Schlingensief

Besser als im Sonntagsgottesdienst

Der Filmemacher, Künstler, Theater- und Opernregisseur Christoph Schlingensief erzählt von seiner Arbeit in der Berlinale-Jury, ärgert sich übers deutsche Fernsehen, träumt von einem eigenen „Tatort“ und sieht das Kino im Idealfall als eine Art Kirchenersatz.

Regie: Stephen Daldry, Hauptdarsteller: Kate Winslet, Ralph Fiennes, David Kross

Berlinale 2009

Die Wettbewerbsfilme im Überblick

Filme von Frears, Ozon, Tavernier und Wajda, dreizehn deutsche Filmemacher im Paket, Kate Winslet und ein rosaroter Panther außer Konkurrenz: die Wettbewerbsfilme der Berlinale im Überblick und ihre Bewertung durch die Filmkritiker von F.A.Z. und Sonntagszeitung.

Das schönste Gesicht des chinesischen Sozialismus: Schauspielerin Zhang Ziyi

Berlinale 2009

Bilderzauber

Schön wollten Chen Kaiges Filme immer sein, brisant aber waren nur die frühen. Kaiges neustes Werk „Forever Enthralled“ ist zwar nie langatmig, aber stets kurzsichtig: Manche Themen versinken regelrecht im Prunk der Bilder. Von Andreas Platthaus

Video in voller Größe

Video-Filmkritik

Alles nur Bluff: „The International“

Spezial „The International“ sei der Film zur Bankenkrise, hat Regisseur Tom Tykwer gesagt. Das stimmt, allerdings in einem anderen Sinn, als es Tykwer gemeint hat: Der Film ist ein Bluff, weil er so tut, als ginge es um alles.

Neorealismus, indonesische Variante: “Die Regenbogenkrieger“

Berlinale-Panorama

Der gute Geist des Einmaleins

Riri Rizas „Die Regenbogenkrieger“ im Panorama der Berlinale etabliert mit Indonesien eine neue Nation im Weltkino. Die Arthaus-Verleiher müssten sich eigentlich ein Bieterduell um diesen Film liefern, der von einer islamischen Grundschule erzählt, welcher langsam die Schüler ausgehen. Von Bert Rebhandl

Schön im Kostüm und auch ohne: Michelle Pfeiffer als Kurtisane Léa in “Cheri“ von Stephen Frears

Berlinale

Die Schöne ist das Biest

Bissige Dialoge, hinterhältige Floskeln, bösartige Komplimente: Stephen Frears Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Cheri“ mit Michelle Pfeiffer und Rupert Friend ist prachtvoll, aber vorhersehbar. Das Debüt von Oren Moverman „The Messenger“ hingegen ist eine Überraschung. Von Verena Lueken

Lesen, lieben, leiden auf Sardinien: Lars Eidinger und Birgit Minichmayr in Maren Ades Film „Alle anderen“

Berlinale 2009

Dem Spiel der Liebe zusehen

Früher haben sich das nur die Franzosen getraut - einen Film allein über das alltägliche Hin und Her der Liebe. Doch das geht nun auch hierzulande: Der deutsche Wettbewerbsbeitrag „Alle anderen“ von Maren Ade folgt den wechselnden Gestalten der Gefühle. Von Michael Althen

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