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Cinema for Peace

Christiane Paul

So richtig gut kommt die Gala „Cinema for Peace“ nicht einmal bei den größten Berlinale-Fans an. Dieter Kosslick, der Direktor des Filmfestivals, der sich sonst für vieles begeistern lässt, nennt die Benefizgala gar „eine total absurde Veranstaltung“. In der „B.Z.“ vom Donnerstag fragt sich Kosslick, wie sich das Spendensammeln mit den Honoraren für Prominente verträgt. Schließlich kamen auch dieses Mal – außer den üblichen verdächtigen Berlinern – Catherine Deneuve, Ben Kingsley, Christopher Lee, Diane Kruger, Bob Geldof, Roger Waters, Michail Gorbatschow, Leonardo DiCaprio. Das Brimborium vermochte aber nicht die Spannung unter den rund 600 Gästen der Gala zu steigern. Während zum Beispiel Heike Makatsch bei all dem Lob und Selbstlob brav sitzen blieb und klatschte, war an dem Tisch, an dem unter anderen Michael Michalsky, Esther Schweins und Christiane Paul (Foto) saßen, ein lustiges Kommen und Gehen: Erstaunlich oft war der Tisch verwaist. Nicht jeder hält eben eine mehrstündige Veranstaltung so gut aus wie Hans-Dietrich Genscher oder Joschka Fischer – der die Gorbatschow-Rede sogar ohne Übersetzungsstöpsel im Ohr über- und wahrscheinlich auch verstand.