Von Horst Brandl
04. Dezember 2007 Der wichtigste Grundsatz: Eltern sollten regelmäßig den Computer ihrer Kinder inspizieren. Die bekanntesten Tauschbörsen-Programme sind Bit Torrent, Azureus, Emule, Lime Wire, Shareaza, Bearshare, Kazaa oder verwandte Namen wie Frost Wire oder m Torrent.
Auffällig viele Musikstücke im MP3-Format können ein Hinweis auf den Einsatz von Tauschbörsen-Software sein. Diese findet man unter Windows durch Rechtsklick auf Arbeitsplatz und im sich öffnenden Menü unter Suchen. Musikdateien, Videos, Bilder, Fotos sind durch Mausklick einfach zu finden. Der Tauschbörsen-Client verwendet bestimmte Adressräume des Internets für eingehende und ausgehende Daten: sogenannte Ports. Sperrt man diese - etwa durch Virus-Sicherheitssoftware oder direkt im Wireless-Lan-Router -, lässt sich der Zugriff auf Tauschbörsen unterbinden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Kindern einen eingeschränkten Nutzerstatus auf Betriebssystemebene einzuräumen. Unter Windows XP oder Vista legt man dazu ein neues Nutzerkonto an. Absolute Sicherheit bringen diese Vorgehen allerdings nicht. Das kostenlose Programm Clipinc von Tobit (www.tobit.de) erlaubt das legale Mitschneiden von Radiosendern. Bei jedem Programmstart prüft es zudem, ob Tauschbörsen-Software auf dem PC läuft, und schlägt Alarm. Eine Garantie, jeden Client zu finden, bietet es nicht. Immer wieder tauchen Varianten unter neuen Namen auf.
Text: F.A.Z., 04.12.2007, Nr. 282 / Seite T1