Von Hildegard Kaulen
07. März 2007 Tomaten mit dem Vitamin Folsäure, das von Fachleuten vielfach als Nahrungsergänzung empfohlen wird, sind von amerikanischen Gentechnikern erzeugt worden.
Der Gehalt an Folsäure liegt weit über dem, was in Pflanzen üblich ist. Der tägliche Bedarf des Vitamins könnte bereits mit einer Portion dieser Tomaten gedeckt werden. Folsäuremangel führt besonders in der Dritten Welt zu Blutarmut und Missbildungen in der Schwangerschaft.
Mehrere gentechnische Eingriffe
In den Industrienationen werden Lebensmittel mit Folsäure angereichert oder Risikogruppen gezielt behandelt. Weil das Vitamin aus drei Ausgangsprodukten entsteht, waren mehrere gentechnische Eingriffe nötig. Mit jedem Schritt wurde die Konzentration eines Ausgangsproduktes angehoben, wie Andrew D. Hanson in den Proceedings“ der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (Bd. 104; S. 4218–4222) berichtet. Bevor die neue Tomate zugelassen wird, müssen umfangreiche Tests zu den gesundheitlichen Risiken angeschlossen werden.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa