Spanien

Tomatenschlacht zwischen 40.000 Menschen

Gefragt ist eine Mischung aus Angriff und Flucht

Gefragt ist eine Mischung aus Angriff und Flucht

27. August 2008 40.000 Spanier und Touristen haben sich am Mittwoch im ostspanischen Ort Buñol bei Valencia wieder die traditionelle Tomatenschlacht geliefert. Seit 1945 bietet die „Tomatina“ jährlich Gelegenheit zum Abreagieren. Mit Lastwagen wurden 120 Tonnen reifer Tomaten in die Innenstadt gekarrt. Asiatische, deutsche, französische, britische und russische Touristen warfen sich das rote Gemüse daraufhin gegenseitig an den Kopf. Das traditionsreiche Fest entstand aus einer Gemüseschlacht unter Freunden in den 40er Jahren und findet seither jedes Jahr am letzten Mittwoch im August statt.

Besonderheit der „Tomatina“ war nach Angaben der Stadtverwaltung in diesem Jahr die Teilnahme der von den Olympischen Spielen in Peking zurückgekehrten spanischen Wasserball-Mannschaft. Im Anschluss an das einstündige Getümmel am späten Vormittag spritzten Einwohner und Reinigungsmannschaften die mit Tomatensaft besprenkelten weißen Hausfassaden ab. Die zumeist mit nacktem Oberkörper kämpfenden Schlachtteilnehmer sprangen in den nahen Fluss oder nutzten provisorisch aufgestellte Duschen. In der Region von Valencia wird in Spanien das meiste Obst- und Gemüse angebaut.

Text: AFP
Bildmaterial: AFP, reuters

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche