
Autoindustrie rüstet sich für Wasserstoff - kein fossiler Brennstoff
Wasserstoff als Energieträger ist doch in erster Linie Marketing von BMW. Schon vor etwa 10 Jahren hieß es auf einer IAA, dass in 2 Jahren die Serienreife erlangt sei.
Die H2-Aussage macht sich sehr hübsch.
So lange man nicht fragt, woher denn der Wasserstoff kommen soll und wie hoch Lager- und Leitungsverluste sind - von Einschränkungen im Gebrauch ganz zu schweigen (kein Aufenthalt in Garage, Tiefgarage etc.)
Seriös ist da VW (und DC). Diese wollen Sunfuel - chemisch hergestellter Dieselkraftstoff aus organischer, nachwachsender Biomasse. Alles andere ist nur eine mittelfristige Lösung. Schön wäre es auch, wenn die Kunden leichtere Fahrzeuge kaufen würden. Aber das wollen diese nicht (z.B.: Audi A2, VW Lupo 3 l).

warum soll man teures, doch nur billiger weil keine steuer darauf lastet, bio-zeugs tanken? flüssiger treibstoff aus erdöl wird noch lange vorhanden sein. solange noch erdölprodukte zur nutzung in stationärer anwendung verwendung finden und damit gegen öl erdgas konkurieren müssen, ist das ein zeichen, dass auch noch genug vorhanden ist.

ALTERNATIV heisst: Sich gegen den Willen derjenigen, die uns bestimmen, aufzulehnen.
Wo sind all die Alternativen für Benzin und Diesel, die ganz leicht machbar wären, so nicht überall Bremsklötze herumlägen.
Vielleicht ist auch eben das Öl noch nicht teuer genung, um in Deutschland GAS oder Ethanol spruchreif zu machen. Was soll ein VW Fox oder FOCUS, wenn keine Tankstellen mit national erzeugtem Kraftstoff vorhanden sind.
Ein Lob auf Brasilien, das es unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen geschafft hat, sich per Alkohol aus eigener Produktion vom Öl abhängiger zu machen. Nur für Europa, das nur aus Subventionen heraus agiert, ist keine Initiative ohne Zusatzknete zu erwarten.
Traurig für unsere Ausgangssituation.
Und was macht unsere Autoindustrie - anstatt die Weiterentwicklung der Technik zum Energiesparen zu nutzen - baut man Autos mit mehr Leistung, Größe und Gewicht. So muß die Ölwirtschaft nicht trauern.
Weiter so.

...also das Abwälzen unternehmerischen Risikos auf den "Steuerstaat" bzw. die öffentliche Hand?
Was nützt übrigens Biodiesel, wenn einige Autohersteller, allen voran Volkswagen, ihre Dieselkraftfahrzeuge immer noch nicht in Serie mit notwendigen Abgasreinigungssystemen (Rußfilter, NOX-Kat.) ausrüsten.
Hier soll bekanntlich auch der "Steuerstaat" helfend eingreifen.

Fragen wir uns doch mal, wer sehr grosse, manchmal die grössten Aktionäre der Mineralölkonzern und der Automobilindustrie sind. Dann finden wir oft genug die erdölproduziehrenden Staaten. Und das diese kein Interesse daran haben, ihr einziges Gut nicht mehr verkaufen zu könne, ist klar. Noch Fragen?
Freundliche Grüsse.

Ach ja, alternative Kraftstoffe...sowas nennt man wohl eine unendliche Geschichte. Ich weiß nicht wie lange es schon Wasserstoff-Konzept-Cars gibt, oder Prototypen mit Erdgas-Motoren, doch zu voller Marktreife bringen es diese Antriebe nicht.
Warum auch? Die Industrie hat kein Interesse daran, solange sich herkömmliche Autos absetzen lassen, die Verbraucher wollen die oft teureren Autos auch nicht kaufen, denn ökologisches Denken endet eben meist bei der eigenen Brieftasche.
Bleibt also nur auf die lenkende Wirkung durch den Markt zu hoffen(sprich teureres Öl macht Alternativen interessanter) oder eben auf das subventionierende Eingreifen durch den Staat.
Sicher Deutschland hat viel zu viele Subventionen, aber sie waren ursprünglich als politisches Gestaltungsmittel des Staates gedacht, um eben z.B. neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Das im Lande Subventionen inzwischen als selbstverständliches Zubrot angesehen werden, kann ja nun niemand dem Biodiesel anlasten.
Und wer die gängige Subventionierungspraxis in Deutschland kennt, kann über die Angst vor neuen "Investitionsruinen" nur laut lachen.
Beste Grüße
Andreas Streich