Fröhlich und bescheiden

Der VW-Fahrer

29. August 2008 Seit Porsche bei Volkswagen in die Zügel greift, ist dem Wolfsburger Konzern kein Ziel zu ambitioniert. Die globale Nummer eins wolle man werden, tönt der Vorstand. Das heißt: Mehr Autos verkaufen als jeder andere Hersteller auf der Welt. Den ersten Schritt dazu hat VW vorige Woche getan. Ford ist überrundet, nur Toyota und General Motors bringen es noch auf mehr Masse.

Wer so viele Menschen bedient, der muss den Geschmack breiter Schichten treffen. Entsprechend diffus ist das Bild der Marke in unserer Umfrage: Der VW-Fahrer verkörpert also das gesunde Mittelmaß; mittelmäßig gebildet, mittleres Einkommen, nicht ganz jung, aber auch nicht alt. Er gilt weder als besonders sportlich noch als ganz träge. Er ist in Maßen spießig wie weltläufig, schüchtern wie draufgängerisch. Eher schlank als dick steht er vor unserem geistigen Auge, bescheiden und in der Regel fröhlich.

Text: F.A.Z.

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