An der Zapfsäule

Problemfall Batterie

Autos an der Steckdose

Das Benzin ist teuer wie nie. Da träumen viele Autofahrer von einer Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor. Tatsächlich liefern sich die Autohersteller ein bizarres Wettrennen, wer das erste serienreife Elektromobil mit einer Reichweite von etwas mehr als hundert Kilometer auf den Markt bringt. Von Henning Peitsmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Juli 2008 18:23

Warum keine alternative Kraftstoffe

Stefan Linus (stefanlinus)

Warum nicht über alternative Kraftstoffe nachdenken? Es gibt wesentlich grössere Kohle und Erdgasvorkommen und es existieren schon heute Verfahren, Erdgas und Kohle in flüssigen Treibstoff zu verwandeln und das zu wettbewerbsfähigen Konditionen (ab etwa 60 Dollar pro Barrel Rohölpreis). Zur Stromerzeugung kann man ja Atomenergie und Solarthermie verwenden. Die dafür benötigte Wüstenfläche hält sich in Grenzen.

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23. Juli 2008 16:46

Über 100km Reichweite hatte schon

Jens Schacherl (Skarrin)

mein Renault Express electrique Bj. 1995 mit NiCd-Akkus! Ebenso der Solectria Sunrise mit NiMH-Akkus, der schon 1997 mit Highway-Tempo von Boston nach New York fuhr, und die Elektro-A-Klasse (ZEBRA-Akku) im selben Jahr mit über 200km inkl. einer Bergfahrt mit 1740 Höhenmetern. Wie es scheint haben also die Autofirmen das Wissen, dass sie noch vor 10 Jahren hatten, wieder vergessen - da wurden wohl alle alte Unterlagen vernichtet und die Entwickler gleich mehreren Gehirnwäschen unterzogen!? Die Verluste beim Stromtransport über HGÜ-Leitungen betragen nur ca. 3%/1000km, und wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, wäre selbst bei einem Elektrofahrzeug-Anteil von 25% bis 2020 nur eine zusätzliche Leistung von 0-8 neuen Großkraftwerken erforderlich: nämlich mit intelligentem, verteiltem Lademanagement der Fahrzeuge. Anstatt sich über Fakten und den aktuellen Stand der (Akku-)Technik zu informieren, wiederholen viele ewiggestrige Explosionsmotorfanatiker hier aber nur völlig unsinnige Vorurteile und halten "Und der Strom kommt wohl aus der Steckdose!" allen Ernstes für ein Sachargument. Kein Wunder gibt es einen gravierenden Ingenieursmangel in Deutschland! Die Japaner könnens besser.

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23. Juli 2008 16:30

Auch haha,Herr Würz !

Markus Teuber (arathorn)

Was ist ein Hybridauto eigentlich ? Doch auch nichts anderes als ein "Strom"-Auto mit (konventionellem) Hilfsmotor .Denn dies ist doch die eigentliche Idee (und Ideologie),die hinter der Sache steht (oder stehen müßte) .Da ca. 65% aller Auto-Fahrten in Städten ,mit Geschwindigkeiten unter 60 km/h und mit Entfernungen bis zu 70 km erbracht werden,müßte der Motoren-Schwerpunkt doch eindeutig auf dem "Strom-Antrieb" und nicht auf dem konventionellen Antrieb liegen,welcher nur der "Hilfsmotor" wäre,wenn obige Bedingungen überschritten werden. Offenbar liegt die derzeitige Sichtweise aber genau andersherum - der Strom-Teil ist der Hilfsmotor,der nur ein "bißchen zusätzliche Kraft" beisteuern soll! Und im anderen Fall würde dann auch ein "Solar-Baustein" am Auto mit Sinn machen. Ein viel wichtigere,alles entscheidende Problematik ist aber doch wohl die Frage,wie und wo denn "aufgetankt" werden soll?! Man stelle sich vor,aus jedem Miets-/Eigentumwohnungs-Haus hängen aus allen Fenstern eine gehörige Anzahl Kabel heraus,laufen über den Geh-/Fahrradweg und gar irgendwie über die Fahrbahn,um mein gegenüber geparktes Auto "aufzutanken"!

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23. Juli 2008 15:53

Es gibt ein serienreifes Elekroauto

Ralf Müller (ralfreinermueller)

Es gibt schon lange ein serienreifes Elektroauto. Siehe http://www.think.no/ Eine Nachfrage meinerseits ergab einen Preis von ca. 25.000 Euro.

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23. Juli 2008 12:50

So So

Ronald Gruenebaum (bruxman)

70% der weltweit erzeugten elektrischen Energie kommt aus fossilen Quellen (EU ca. 60%). Der Wirkungsgrad der Kraftwerke liegt bei ca. 35%, d.h. 2/3 der Primärenergie geht verloren. Dazu kommen noch einmal ca. 7% Leitungsverluste bis zur heimischen Steckdose. Es hat also derzeit überhaupt keinen Sinn, Autos mit Strom zu betreiben. Hier wird das Pferd vom Schwanz aufgezäumt. Erst muss unsere Energieerzeugung auf erneuerbare Quellen umgestellt werden, dann kann das Elektroauto kommen. Der umgekehrte Weg ist nicht anderes als ein Ökoverbrechen (aus Dummheit oder aus Berechnung).

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23. Juli 2008 12:22

@ Herr Weber

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Aber es geht hier um eine Lösung für den Massenmarkt. Selbst wenn es nur ein "Stadtauto" ist, wird ein Mindestmaß an Sicherheit, an Größe und an Leistung erwartet. Und den Komfort nicht zu vergessen. Und dafür reicht die Energie, die man alleine aus Solarenergie bereitstellen kann leider nicht aus. Natürlich krazen manche Prototypen immermal wieder an der 200km/h Marke, aber was sind das für Gefährte? Ich würde damit niemand, den ich nur etwas leiden kann auf eine Autobahn schicken. ;-) Über die Umweltverträglichkeit von aktuellen Batteriemöglichkeiten und ihre sinnvolle Nutzung haben sich schon genug andere ausgelassen. Wenn sich dort eine Lösung gefunden hat, dann kann man weiter denken. Bis dahin muss es einach zu großen Wirkungsgraderhöhungen bei den herkömmlichen Antriebssystemen (inkl. Gas) kommen. Meine Meinung: Solarautos - in den nächsten 30 Jahren auf keinen Fall. Solarenergie scheint schon eher eine Lösung zu bringen, aber leider nicht in Dtld. produziert!

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23. Juli 2008 11:26

Reichweite von mehr als 100 KM !

Olaf Krone (okrone)

Guten Tag, die im Beitrag geschilderte max. Reichweite von 100 Km ist bereits bei weitem überschritten. Auch Geschwindigkeiten von mehr als 200 Km/h. Bitte entnehmen Sie die Informationen von der TESLA WebPage. MfG, Olaf Krone

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23. Juli 2008 11:05

Solarautos

Marc Stock (marcopolo79)

haben schlicht das Problem, dass der Wirkungsgrad einer Solarzelle heute irgendwo um die 15% liegt. Die Fläche die ein PKW bietet reicht schlicht nicht aus, um den Motor anzutreiben. Von der geringen Sonneneinstrahlung in D. reden wir jetzt mal besser nicht. Die Zukunft wird auch nicht im Elektroauto liegen. Hybridtechnik dürfte hier eher (langfristig) die Nase vorn haben. Als Übergangstechnologie bietet sich wohl Autogas an.

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23. Juli 2008 10:54

Alternativ = gut!

Reinhold Eysel (Eysel)

Benzin, Diesel, Gas = schlecht. So läuft doch die ganze Diskussion! 1.) 100 Jahre Entwicklung stecken im Otto oder Dieselmotor. Dieser "Reifegrad" der Entwicklung muss erst mal von einer neuen Technologie erreicht werden! 2.) Wenn ich Strom in der Sahara produziere + transportiere ( politische + Abhängigkeits-Risiken ! ) habe ich enorme Transportverluste. 3.) Was kostet der Aufbau der Infrastruktur? Wer zahlt das wohl? Wird der Verbraucher das zahlen??? Wer sonst? 4.) Insgesamt SIND Autos sehr viel effizienter geworden. TROTZ all des "Zusatzkrams" der viel Strom verbraucht. Der Verbraucher WILL den "Kram" aber offensichtlich. Zahlt ihn. Ein Verzicht darauf, der ENORM sparen würde, wird nicht mal diskutiert. GEWICHT: Mein erster Golf wog 1000 Kg. Ein heutiger Golf leicht 1400. 5.) Ein Durchschnitts-Golf heute hat ca. 90PS. Vor 30 Jahren hatte er 60PS. Verbraucher WILL es! An der!!! Ecke sparen .... indiskutabel! Ebenso die Riesen-Vans! Verzicht? Neeeee.... das sollen "DIE ANDEREN" mal lieber regeln. Die BÖSE Industrie hat Bringschuld! Facit: Wenn wir heute mit moderner Motorentechnik 60 PS Autos ohne Zusatz-Gewichts-"Schnickschnack" fahren würden, wären 3 L Autos DIE REGEL!!! Das Problem WÄRE keines!!! l

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23. Juli 2008 10:20

Solarautos

Mathias Weber (skeiven-keiroon)

so lächerlich ist das meiner Meinung nach nicht, Herr Würz. Wie im Artikel schon steht versucht die Industrie (und die halbherzige Politik erledigt den notwendigen Rest, damit es funktioniert) den von der Mobilität abhängigen Nachfragern immer wieder "innovative" Technologien zu verkaufen. Ohne Frage sind von den Gesamtkosten einer Technologie, ca. 4/5 F&E-Kosten. Meine Aussage: 1997 ist schon mein Physiklehrer mit seinem Solarmobil vom Wohnhaus zur Arbeit gependelt. Fast jeden Tag. Es sind also andere Gründe die eine größere Rolle spielen. Weber

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23. Juli 2008 05:27

Schlechte Recherche

Hans Soest (Mallon)

In Gesamtaussage stimme ich dem Artikel zu, er ist aber schlecht recherchiert. Mitsubishi Motors wird 2009 schon das erste Elektro-Auto auf den Markt bringen, Sie sprechen aber nur von GM. Bitte genauer die Faktenlage pruefen, bevor solche Sachartikel erscheinen.

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22. Juli 2008 23:15

hahaha Solarautos - ich schmeiß mich weg

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Liebe Frau Weber, nichts für ungut, aber wissen sie eigentlich was sie da schreiben? Kennen sie die maximale Leistung, die die Sonne auf einem m² Fläche bringen kann? Dieser Wert liegt THEORETISCH bei 1KW/m². Das aber nur unter der Vorraussetzung, dass man eine Solarzelle mit 100% Wirkungsgrad hat. Sein sie froh wenn es 20% sind. Und dann haben wir noch das Problem das wir in Deutschland leben. Hier kommt die Sonne auf 100 - 150 Watt/m². Und jetzt können sie sich ausrechnen, wie viel Fläche notwendig ist um einen kleinen 50 PS Motor anzutreiben. Müssten etwa 37KW sein! Ansonsten kann ich vielen Vorrednern nur Zustimmen: 1. Es müssen umweltfreundliche Akkus entwickelt werden, bevor man an eine wirklich intelligente Nutzung von E-Autos denken kann. 2. Muss die Stromversorgung gesichert sein (vielleicht mit Parabolrinnenkraftwerken in der Sahara, die per Gleichstrom ans europäische Netz angeschlossen sind -> auch noch Spinnerei) . Und bis das Eintritt gilt nur eines: Effizenz, Effizienz, Effizienz.

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22. Juli 2008 21:41

Neues Patent: ca. 20 - 30% Kraftstoffersparnis durch Abgas-Wärmerückgewinnung

Heinrich Reents (Reents)

Der Autors wohl Recht. Der Verbrennungsmotor wird uns noch gut 2 Jahrzehnte bewegen wird - realistisch gesehen. Dennoch gibt es Hoffnung "Made in Germany". Mit einer neuen Universal-Technologie wird man durch Abgas-Wärmerückgewinnung ca. 20 bis 35 % (theoretisch sogar bis zu 55 %) KFZ-Treibstoff und Emissionen sparen können. Allerdings bedarf es dazu aber tatkräftiger Entscheider in den TOP-Führungsetagen der deutschen KFZ- und Zulieferindustrie. Dort ist die bahnbrechende Hochtechnologie zumeist auch schon bekannt. Hinter vorgehaltener Hand verweisen die KFZ-Hersteller (Erfinder ist dt. Automotive-, Maschinenbau- und Elektrotechnik-Professor Dr.-Ing.) auf die Zulieferer. Diese mögen doch dann mit dem fertigen Produkt wiederkommen. Die Zulieferer haben ihre Innovations-Budgets aber schon langfristig verplant usw. Schliesslich kann man mit der Entwicklung z.B. neuer Reifenmischungen doch satte 0,5 % Sprit sparen. Das ist doch was - oder ? Deshalb läuft es, wie schon immer (z.B. Hybrid, Rußpartikelfilter u.a.): man geht am besten gleich in die USA. Dort gibt es Leidensdruck, Geld, unternehmerische Entscheidungen und keine "Werbe-Sprüche" über Elektro-PKW. Schade Deutschland! Arnulf Nortmann Unternehmensberater Münster

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22. Juli 2008 21:25

Pragmatische Sichtweise

Horst Trummler (Vandale6906)

Elektroautos machen sicherlich in fuer einige Anwendungen Sinn. In Ballungsgebieten mit guenstiger Stromerzeugung wie Oslo (Wasserkraft), Paris (umweltfreundliche Kernkraftwerke), Tokyo werden Elektroautos sicherlich eine brauchbare Alternative sein. Hier in der arabischen Wueste wo man am liebsten 30l Autos faehrt, die Bebauung weitraeumig ist und das Benzin 45 Hallal 7c (Koenigreich Saudi Arabien) oder 1000 Rial (Iran) kostet eher nicht. In Deutschland bieten Elektroautos die man mit Ueberschusstrom speisen koennte die einmalige Chance den Strom aus in oekoreligioeser Ueberzeugung erbauter umweltschaedlicher Windmuehlen ueberhaupt nutzen zu koennen (Derzeit kann nur ein geringer Teil diesen Stroms ueberhaupt genutzt werden). Vandale

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22. Juli 2008 20:37

Wie bereits tausendmal gezeigt ...

erik krams (fromf)

Wie bereits tausendmal gezeigt,ist es kaum möglich eine grosse Anzahl von Elektrofahrzeugen zu betreiben,die ihre Energie aus dem Stromnetz beziehen. Die Stromversorgung ohne Elektrofahrzeuge ist nicht einmal gesichert,wie soll das funktionieren ?Regenerative Energien ? Wollen wir Deutschland mit Windkraftanlagen zupflastern (selbst das würde nicht genügen) ? Die einzige mittelfristige Lösung kann nur sein,den Verbrauch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu minimieren.Da gibt es Ansätze. Die Lösung eines Hybrids mit stationär laufendem Verbrennungsmotor (Wikungsgrad !),einem Generator und elektrischem Antrieb ist vielversprechend. Bei manchen Dieselloks wird das bereits so gemacht,funktioniert ausgezeichnet. Bei einem Strassenfahrzeug würde man einen Pufferakku für Kurzstrecken einschleifen.Diese Konzepte sind vorgestellt und hoffentlich bald zu kaufen. Man betreibt praktisch sein eigenes kleines Kraftwerk innerhalb des Fahrzeuges. Langfristig dann reiner Elektroantrieb,wenn für das Problem der Energierzeugung eine Lösung gefunden ist (Kernfusion?,irgend etwas anderes?). Weitere Möglihkiten gibt es nicht.Punkt.

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22. Juli 2008 20:29

Warum eigentlich nicht?

Thomas Berger (tberger)

Und nein, das wird nicht wieder eine Apologie der Kernenergie, sondern ich möchte hier eine Lanze für erneuerbare Energien brechen. Erneuerbare Energien sind aufgrund der Unvorhersehbarkeit der zur Verfügung stehenden Leistung für das Gesamtstromnetz (noch?) untauglich. Das liegt daran, daß die entsprechenden Energiequellen ihre Leistung nicht konstant abgeben, und die Energie nicht speicherbar ist. Sie merken, worauf ich hinaus will: Wenn eine entsprechende Speichermöglichkeit besteht, wie z.B. bei einem fahrzeuggebundenen Akkumulator, dann sind erneuerbare Energien sinnvoll nutzbar. Konkret: Sie parken Ihr Auto nachts in der Garage, auf der sich ein Windrad lustig dreht (OK, Lautstärke, Elektrosmog und zerhackte Feng-Shui-Drachen lassen wir mal beiseite). Ein gewisse Grundladeleistung wird währenddessen vom gewöhnlichen Stromnetz erbracht. Probleme mit Einspeisungsschwankungen haben wir nicht, da das Windrad nicht an das allgemeine Netz angeschlossen ist. Am Parkplatz bei Ihrer Arbeitsstelle das Gleiche - vielleicht hat Ihr Arbeitgeber dann auch schon ein paar fortentwickelte siliziumfreie Solarzellen auf dem Dach. So blöd ist die Sache mit dem E-Auto also im Prinzip nicht.

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22. Juli 2008 19:25

Nur ja nicht nach vorne blicken !!

Karl Friederichs (KFrieder1)

Während Herr Peitsmeier die Vergangenheit beschwört steht bei Toyota meines Wissens mit dem Prius 2009 das Steckdosenauto vor der Tür. Nicht für Langstrecken, aber für den Weg zur Arbeit oder in die Stadt. Die Erwartungen (oder Hoffnungen ?) des Herrn Peitsmeier, dass alles beim alten bleibt, sind also nicht ganz realistisch.

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22. Juli 2008 19:15

Vielleicht nicht unbedingt Propaganda, aber dann zumindest Dummheit...

Bernd Michalski (michalski2)

...dürfte wohl dahinter stecken (statt eine klugen Kopfes, sorry ;-) ), wenn sich einer vorstellt, dass ausgerechnet der Strom für das eigene Auto "aus Wind-, Wasser oder Atomkraftwerken stammt". --- In Wirklichkeit kommt der Strom nun einmal aus der ganz normalen, allgemeinen Steckdose, und die wird aus dem allgemeinen Netz gespeist, und je höher die Stromnachfrage ist, desto später können alte fossile Kraftwerke vom Netz genommen werden. --- D.h. praktisch: Solange es noch einigermaßen reichlich alte fossile Kraftwerke vom Netz zu nehmen gibt, solange kann kein einzelner Stromverbraucher sich zu Recht einbilden, "sein persönlicher" Stromverbrauch sei klimafreundlich. --- Viele, viele Elektro-Autos in kurzer Frist wären also das genaue Gegenteil von Klimaschutz, denn wann wird es wohl soweit sein, dass nur noch ein paar vereinzelte Prozent des Strombedarfs fossil bzw. stark klimaschädlich gedeckt werden? --- Dann bedenke man in ökologischer Sicht vielleicht noch, welcher Energie- und Ressourcenaufwand in leistungsfähigen Batterien steckt. Seit wann sind Akkus Öko? --- Nee, liebe Leute, verrennt Euch mal nicht so voreilig in das "Plug-in-Elektroauto". E-Hybrid-Elemente schön und gut, aber Steckdosen-Autos vorerst Nein Danke.

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22. Juli 2008 18:55

Dämlicher geht´s nicht - Vorschläge sind umweltschädlicher als Hummer-SUVs

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Die Auto-Accus sind so giftig und so umweltschädlich in ihrer Herstellung, dass selbst der SUV-Sprit-Säufer Hummer in der Ökobilanz besser abschneidet (ist wirklich so!) Und dann werden diese Elektro-Autos auch noch mit Strom aus Kohlekraftwerken gespeist, deren Energie-Effizienz höchstens bei 50 - 60 % liegt. Prost Mahlzeit! Was um Gottes Willen soll daran ökologisch sein? Gestern hat man die Rapsöl-Autosau durchs Dorf getrieben als preiswert und umweltschonend, bis die rot-grünen Gutmenschen gemerkt haben, dass aufgrund ihrer Energiepolitik Hunderttausende Menschen in der Dritten Welt ihr Schüsselchen Mais nicht mehr bezahlen können und wegen der rot-grünen Umweltpolitik hier in Deutschland fortan Hunger leiden müssen. Heute investieren diese Deppen in eine Technologie, die allein einem Oligopol nützt: den 4 großen Strom-Konzernen in der BRD. Kann man auf einem solchen Scherbenhaufen eine umweltbewusste und generationenverantwortliche Verkehrspolitik gründen? Wohl kaum!

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22. Juli 2008 18:42

Elektroautos bringen nur Vorteile

Frank Muschalle (Royalflush)

Wie schon die ZEIT überrascht nun auch die FAZ mit einem elektroskeptischem Kommentar. Hier einige Korrekturen: - Der GM Volt "soll das Reichweitenproblem" nicht "gelöst haben" (um nicht zu sagen: gerüchterhalber), sondern er verlängert seine Reichweite mit einem kleinen Verbrennungsmotor, der bei Bedarf über den Generator die Batterie auflädt. Diese Technik ist bekannt und wird auch für andere Elektroautos geplant. - Im Unterschied zum Biosprit ist der Elektroantrieb nicht irgendein neuer Versuch einer Alternative, sondern er entkoppelt ganz grundsätzlich die Nutzenergie von der Primärenergie. Egal welche Primärenergie verstromt wird, das Antriebsprinzip bleibt das gleiche. Dies ist von unschätzbarem strategischen Wert in einer EU mit CO2-Strafsteuern. Fortan verschiebt sich diese Frage zum Autofahrer. - Die Bahn fährt mit Wasserkraft und Kernenergie und wird von den GRÜNEN als umweltfreundliches Verkehrsmittel bezeichnet. - Unser Gefühl für Leistung im Auto ist geprägt vom verlustreichen Verbrennungsmotor. Elektrisch braucht man viel weniger Nennleistung. Deshalb steigt der Stromverbrauch gerade mal um ca. 30%. - Das Batterietauschsystem steht und fällt mit standardisierten Batterien.

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22. Juli 2008 18:28

Effektivste Lösung wohl erstmal ein Hybrid...

Marco Zedler (Rhein-Kultur)

Bei der derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit von Akkumulatoren, dürfte es nur noch wenige Jahre benötigen bis leistungsfähige Lithium-Akkus auch für E-Cars bereitstehen. Erst kürzlich wurden neue Isolatoren für hochleistungsfähige Lithium-Akkus vorgestellt. Dies ermöglicht dünnere/kleinere und damit leichtere Akkus mit dennoch hohen Kapazitäten zu fertigen. Dennoch werden auch diese anfänglich sicherlich nicht die Reichweiten erreichen wie Sie mit einer Tankfüllung Benzin möglich sind. Daher wird die effektivste Lösung wohl erstmal ein Hybrid (kleiner Hilfsgenerator betrieben mit Biokraftstoffen) sein.

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22. Juli 2008 18:13

"Bizarr"

Reinhold Eysel (Eysel)

... ist diese Diskussion wirklich. Kommt mir ähnlich vor wie "bei uns kommt der Strom aus der Steckdose". Der einzige Nutzen den ich sehe ist der "propagandistische" für einige Weltunterganspropheten und deren leider zahlreich "Jünger". Sowhl Machbarkeit, als auch Kosten und sogar die Ökobilanz der dafür nötigen zusätzlichen NEUEN Infrastruktur werden schlicht unter den Tisch gekehrt.

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22. Juli 2008 18:06

Elektroauto als Zweitwagen

Michael Krämer (CrazyCrow)

Meines Erachtens gehen die Automobilhersteller in ihren Studien von falschen Voraussetzungen aus. Sie fragen sich (oder die Kunden) wie es wäre, wenn das jetzige Auto durch ein Elektroauto ersetzt würde. Mit diesen Erwartungen darf man aber nicht an eine völlig neue Technologie herangehen. Ein Elektroauto wird noch nicht so bald eine Reichweite von 600 km haben, Klimaanlage und Heizung mit dem Batteriestrom betreiben, dabei die Ladekapazität eines Minivans haben und sagen wir mal 20.000 € kosten. Ich denke, daß es einen hinreichend großen Markt für ein Elektroauto als Zweitwagen gibt, das für die (in der Regel) kurze Strecke zum Brötchenholen oder zur Arbeit reicht. Dazu braucht man auch keine Infrastruktur zum Batterietausch. Ich wünsche mir einen Elektro-Kleinwagen, mit folgenden Eigenschaften: - eine Batterie, die auch nach fünf Jahren noch für etwa 50km Reichweite gut ist - 80-100km/h Spitzengeschwindigkeit, um gut im Stadtverkehr mitzuschwimmen - zwei Sitzplätze und etwas Laderaum für den Einkauf - eine notfalls mit Brennspiritus zu betreibende Heizung und gegen Aufpreis auch eine Klimaanlage - Steuerfreiheit - und alles zum Preis von etwa 12.000€ Den alten Diesel behalte ich allerdings erst mal für die Langstrecken...

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22. Juli 2008 17:57

Die Batterie ist das Problem?!?

Stephan Jansen (StephanJan)

Falsche Überschrift; man sollte nie die Rechnung ohne den Wirt machen. In diesem Falle heisst der Wirt eindeutig Fiskus. Oder glaubt jemand allen Ernstes, dieses 'Cleverle' wüsste auch nur ansatzweise, wie er auf 50 Milliarden Euronen Mineralölsteuer verzichten könnte? Selbst wenn die E-Autos beim Fahren noch vollautomatisch kleine Bäumchen pflanzen sollten, werden wir dies nicht erleben, nämlich dass die 'Strombetankung' günstiger wird als die Betankung von Verbrennungsmotoren.

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22. Juli 2008 17:56

Wo bleibt die Sonne?

Kathrin Weber (Trynx)

Ich wundere mich das in dem ganzen Artikel und auch in den Leserbeiträgen nicht einmal die Solarkraft erwähnt wird. Auf jeden Fall wäre es die bessere Alternative gewesen, statt die Atomenergie in ein grünes Licht zu rücken. Man stelle sich vor welches Potential darin liegt... Wie viel Fläche hat ein Auto anzubieten, die mit Voltaikanlagen zugepflastert werden könnte... Da sollte man auch mal drüber nachdenken, ebenso wie über die eigene "Solarzapfsäule" für zuhause.

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22. Juli 2008 17:51

GM -Käufergunst

Christian Bützow (seccow)

Ich halte es schlicht für eine Verzerrung von Tatsachen und für unredlich, wenn der Autor meint schreiben zu müssen, GM würde von seinen Kunden geächtet. Die Absatzflaute hat den gesamten amerikanischen Markt und jeden Hersteller getroffen, auch die deutschen "Musterschüler". Man kann jedoch sicher sein, dass GM sich gerade wegen der vielversprechenden Aktivitäten im Bereich der E-Fahrzeugentwicklung eindrucksvoll behaupten und auf die Straße der Gewinner zurückkehren wird. Das Ziel von GM, in jeder Klasse das verbrauchsgünstigste Fahrzeug auf dem Markt anbieten zu wollen, sollte durchaus ernst genommen werden. Dies wird z.B. mit dem neuen OPEL Insignia sicher gelingen. Aber auch in den USA hat sich der Chevy Malibu an die Spitze seiner Klasse gesetzt, wo jahrelang die japanischen Hersteller einen Stammplatz inne hatten. GM kommt spät, dafür aber gewaltig!

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22. Juli 2008 17:02

Physikalische Grenzen

Marvin Parsons (mapar)

Batterien bzw. Akkus können nicht beliebig leichter werden bzw. mehr Kapazität bekommen. Selbst bei Ausreizung aller Möglichkeiten und ohne Rücksicht auf die Kosten wird die Batterie immer viel mehr wiegen als "Sprit" des gleichen Energiehaushalts. Elektoautos werden also bestenfalls Nischenautos sein, wo keine große Reichweite benötigt wird. Solange der Verbrennungsmotor nicht gesetzlich verboten ist wird er auf absehbare Zeit die Masse der Kraftfahrzeuge beherrschen. Kein anderer Antrieb bringt mit 30 oder 40 kg Treibstoff ein Auto 1000 km weit. Auch wenn der Biosprit erstmal gescheitert ist, er ist wohl die Zukunft. Die bisherigen Verfahren waren zu aufwendig und umweltbelastend in der Gewinnung. Neue Verfahren können praktisch jedes organische Material, ob aus "Abfall" der Landwirtschaft oder jede Pflanze, die jeweils lokal am umweltschonendsten anzubauen ist, fast vollständig zu Treibstoff umwandeln. Der kann mit der vorhandenen Infrastruktur verteilt werden und wird von den handelsüblichen Motoren ohne nennenswerte Modifikationen vertragen. Dagegen haben Autos mit 500 kg schwere Batterien, für die weder Kraftwerkskapazität noch ein entsprechend leistungsfähiges Stromnetz vorhanden sind, kaum Chancen.

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