
Sehr geehrter Herr Kanher,bez. des Neides auf Fahrer solcher Wagen brauchen Sie nur die Postings der anderen Kommentatoren lesen.Vor allem wenn die unqualifizierten Behauptungen aufgestellt werden,das seien a)alles Dienstwagen, b)Dienstwagen kosten NICHTS(eben unpräzise).Was die steuerliche Handhabung betrifft,dass seitens des Gesetzgebers mit zweierlei Maß gemessen wird,da haben Sie völlig recht,dass ist eine grosse Ungerechtigkeit u.zum Teil auch noch unlogisch innerhalb des jetzigen Systems.So sollte m.E. z.B. JEDER seine Aufwendungen für den Weg zur Arbeit voll absetzen können,und nicht z.B. nur Selbstständige oder Firmen,wenn Sie AN zum Kunden schicken.Wenn Sachleistung statt Gehalt gewährt wird,(z.B. Dienstwagen) dann sollte diese ebenfalls auch VOLL den Sozialabgaben unterliegen und nicht nur Steuerpauschalen!Jetzt kommt aber der Neid wieder ins Spiel.Gern wird auf die"grossen"Dienstwagenfahrer,geldwerten Vorteilempfänger eingedroschen,aber schlagen Sie doch mal dem kleinen"Metaller"bei VW vor,er soll den Rabatt von 30% nicht nur versteuern,sondern auch noch mit 20% Sozialversicherung belegen.Was den Anstand betrifft:Ich gebe selbstverständlich ALLES und korrekt an bei der Steuer,so ich bin zu Ehrlichkeit erzogen worden.

...sollten Sie dann aber am Ende Ihres ersten Beitrages eher von 100 €/Fahrt, bzw. 2000 €/Monat sprechen, das käme eher hin. 0,03%=2,13 €, 100 km eine Strecke=213 € pro Arbeitstag, bei 20 Arbeitstagen im Monat=4.260 € - 1/12 der Entfernungspauschale (375 €)=3.885 € zu versteuern zu 47,5%=1.845,37 € tatsächliche monatliche Kosten=92,26 € pro Fahrt zur Arbeit und zurück. Interessanterweise geben Sie ja zu, dass es nicht unerheblich günstiger ist, wenn ein Dienstwagen privat genutzt werden kann. das es umsonst sei, hat hier doch auch keiner behauptet. Was Sie aber als Neid bezeichnen, ist in Wahrheit Ärger über eine ungerechtfertigte Bevorteilung. Oder können Sie mir einen objektiven Grund dafür nennen, weswegen der geldwerte Vorteil nicht angemessen steuerlich berücksichtigt wird? Weswegen die private Nutzung eines Dienstwagens günstiger sein muss als die Nutzung eines Privatwagens? Oder sehen Sie das als verdiente Belohnung dafür an, dass Sie - anders wohl als die von Ihnen beschriebenen Handwerker - die private Nutzung überhaupt dem Finanzamt mitteilen? Ihr Anstandsgefühl wäre mir dann fremd.

Vielleicht missverständlich formuliert von mir,ich fahre 200km hin und zurück,nicht Strecke einfach.So kommen "nur" ca. 40-46 tkm per anno zusammen. Ein bahncard/Bahnfahrt ist leider nicht praktikabel da selbst in der sogenannten Rhein/Neckar und Rhein Main Metropolregion eine Fahrt mit der Bahn von Tür zu Tür immer noch im Schnitt 2 Stunden je Strecke dauert (die üblichen Probleme/Verspätungen gar nicht mal erwähnt). Ein Umzug ist auch nicht möglich,da meine Frau in die andere Richtung fährt. Ja solche Leute gibt es, und zwar mehr als viele (Pendlerpauschalkürzende Politiker) meinen! Ferner habe ich abwechselnde Arbeitsplätze bzw. Stätten. Ferner führe ich eben entweder Fahrtenbuch und nutz(t)e den Wagen nicht privat dann währe es ein reines Arbeitsgerät wie jeder PC, Stuhl etc auch oder ich versteuerte eben pauschal, dann kämen die von mir genannten Beträge auf mich zu.Abschliessend ging es mir hauptsächlich darum, zu verdeutlichen, dass ein "übertriebenes" Eindreschen auf die bösen Dienstwagenfahrer rein Neidgesteuert ist. Ein Dienstwagen ist zwar nicht unerheblich günstiger aber eben nicht umsonst!Als ob irgendein "Handwerker"die Fahrten bezahlt wenn der Firmentransporter oh wunder übers Wochenende wieder vorm Haus parkt!

Wenn alle immer über Folgekosten reden und Sprit anführen: Auch wenn man davon ausgeht, dass dieser Wagen als Hauptwagen und nicht, wie ich vermute als Spasswagen, benutzt wird, sind die Benzinkosten nicht wirklich so entscheidend. Bei 13l/100km und 40000km/Jahresleistung kommt mal auf 7800€ (1,50€/l). Ohne Frage kein Pappenstiel. Aber wenn man das in Bezug zum Kaufpreis (60000€+x) und Versicherung, Kfz-Steuer und vor allem Reperaturen (ja auch hier gilt: von allem das Doppelte) einrechnet, dann sind die Benzinkosten ein normaler, wenn nicht kleiner Faktor (die anderen Werte kenne ich leider nciht auswendig). Was mich wirklich stört ist die Einstellung zum Auto: Was ist denn ein Spassauto? Ein Auto,dass ohne Bestimmung und definitive Ziel bewegt wird, mit einem Spritkonsum der 100% über dem "Standard" liegt. Die Umwelt geht den Bach runter und der Mensch versteht noch immer nicht, dass sie das Auto (und anderes, das noch einen Artikel wert wäre) sein lassen sollte. Mfg ein Radler

Wenn der Weg zur Arbeit so lang wie in Ihrem Beispiel ist, wäre halt auch der Vorteil eines Dienstwagens zur privaten Nutzung sehr groß. Da wird es dann halt etwas teurer. Ernsthaft, bei ca. 230 Arbeitstagen kommt man bei Ihren Daten auf 92.000 km Weg zur Arbeit und zurück jährlich. Bei der Konstellation sollte man sich mal Gedanken darüber machen, ob sich nicht ein möbliertes Zimmer nahe der Arbeitsstelle lohnt, oder aber eine Bahncard 100 (siehe BFH, Urt. v. 4.4.2008, VI R 68/05), die man natürlich auch tatsächlich für die 400 km täglich nutzen sollte, da man ansonsten wohl doch ziemlichen Ärger mit dem Finanzamt bekommen könnte, Auftritt als asozialer Widerling der Woche in einer Doku-Soap über Steuerfahnder inklusive.

Sehr einfach, man muss sich nur informieren. So werden ein Großteil aller Golf in Wolfsburg hergestellt, der neue Opel Insignia in Rüsselsheim usw. Und außerdem sollten gerade wir, als Nation die vom Export lebt, sehr vorsichtig sein mit Ideen nur noch "heimische" Produkte zu kaufen. Wenn die anderen das dann nämlich auch machen schneiden wir uns ganz tief ins eigene Fleisch!

Die Neidkommentare hier waren natürlich genau so zu erwarten. Doch das liegt auch an der überflüssigen Schlußbemerkung im Artikel. Wenn jemand so ein Auto kauft, egal ob als Arbeitsmittel oder zu seinem Privatvergnügen aus dem, was der Staat ihm von seinem Geld übriggelassen hat, braucht er sich dafür nicht zu rechtfertigen.

Billiglohnlaendern der EU.... Also was kann Otto Abnormalverbraucher noch ohne einen bitteren 'Untergeschmack' geniessen?

Natürlich kann eine Firma die Mehrwertsteuer (und die Betriebskosten)absetzen,schliesslich handelt es sich für die Firma um Aufwendungen die Ihr entstehen, wenn einer ihrer Mitarbeiter für sie tätig ist. Übrigens setzt eine Firma auch das "Gehalt" jedes Mitarbeiters ab, auch derjenigen die keinen Firmenwagen haben.Und wenn ein Mitarbeiter den Wagen defakto nur beruflich fährt, z.B. Einsatzwechseltätigkeit, dann ist es wohl nur billig, dass er dafür nichts bezahlt, oder müssen auch die ergonomischen Bürostühle (z.w. 700-2000€) bezahlt werden?wo doch auch ein Holzhocker reichen würde?Und wenn der Mitarbeiter den Wagen auch privat fährt, muss er zum einen 1% vom Listenpreis versteuern sind immerhin über 700€ (und wer solche Wagen hat, zahlt auch 42% plus Soli).sind immerhin dann ca. 350€,Ok für solchen Wagen sehr wenig, aber doch wesentlich mehr als "gar nichts". Hinzukommen dann natürlich auch die 0,03% für jeden beruflichen Km, z.B. weg zur Arbeit.macht bei diesem Wagen immerhin schon mal 2,13€/km zu versteuern, es darf aber nur 0,30€/km einfach abgesetzt werden also defakto 1€/km echte Kosten. Ich fahre z.B. 200km zur Arbeit und zurück, das wären dann also mal eben 200€ am Tag,/4000€ im Monat soviel zum Thema "umsonst"...

Sie haben nichts begriffen. Kein Familienvater der normalen Einkommensklasse wird sich so einen Schinken kaufen. Doch man sieht nur, die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht...

Diese Autos sind (fast) immer Dienstwagen. Der Arbeitgeber bekommt die Mehrwertsteuer zurückerstattet. Nur für den privaten Nutzanteil fällt dann in kleinen monatlichen Raten Mehrwertsteuer an.

Quatsch ist die Sache mit den Arbeitsplätzen. Wenn ich mein Haus ausbaue oder in Sonnenkollektoren investiere, anstatt ein teures Auto zu kaufen, schaffe ich vermutlich ebensoviele Arbeitsplätze (mit bestimmten Käufen sicherlich auch noch mehr Arbeitsplätze). Zu berücksichtigen sind auch die hohen Folgekosten insbesondere für Sprit. Da werden vermutlich eher wenig Arbeitsplätze pro Euro geschaffen. Was die Steuern angeht, hat der Autor sicher recht. Das ist ähnlich wie die Tabaksteuer (außer, es handelt sich um Firmenwagen, Pendlerpauschale etc.). Unerwähnt bleiben allerdings die hohen externen Kosten gerade von schnellen Autos für Umwelt und Gesellschaft (Umwelt, Verhehrssicherheit, Energieimporte...).

bevor sich jetzt irgendjemand beschwert, wie unnütz dieses auto doch ist: danke für den bericht! es ist und bleibt ein schönes auto! wer das geld hat, soll sich ruhig so etwas kaufen. sinnvoll oder nicht. man darf sich auch mal etwas gönnen!

Bei allem Verständnis für Krisenmüdigkeit und Begeisterung fürs technisch Machbare - schön, wenn man es kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt und die Redaktion den Sprit bezahlt. Die Behauptung allerdings, das gute Stück würde Herrn Steinbrück mehr bringen und zugleich mehr Arbeitsplätze "erhalten" als ein Kleinwagen, relativiert sich bei realitätsnaher Betrachtung deutlich. Die 13.000 Euro Mehrwertsteuer dürften wohl kaum jemals bei Herrn Steinbrück ankommen, denn 99,25 Prozent der Käufer dieser Kategorie Auto werden wohl den Vorsteuer-Erstattungs-Knopf drücken. Das bedeutet zugleich, dass sie auch den Kaufpreis und alle Folgekosten "von der Steuer absetzen" - also entsprechend weniger bei Peer S. einzahlen. Und mit den Arbeitsplätzen ist das auch so eine Sache: Wie bei vielen Subventionen wird langfristig das Gegenteil des Gewünschten erreicht. Im Fall der Auto-Industrie darf man wohl davon ausgehen, dass sie heute ein wesentlich zeitgemäßeres Produkt-Portfolio besäße, wenn sie nicht jahrzehntelang in überteuerte High-Tech-Produkte investiert hätte, die der Normalbürger längst nicht mehr bezahlen kann. Und dann müsste sie auch nicht frech nach Steuergeldern für die "Entwicklung neuer, umweltschonender Produkte" krähen...