Aus dem Fahrrad- und Mopedland  wird eine Autonation

Verkehr in China

5000 Kilometer Autobahn im Jahr

China macht mobil. 350 Milliarden Euro investiert das Land in Straßen, Schienen und Häfen. Nie in der Geschichte gab es ein derart ambitioniertes Verkehrsprogramm. Nie ging es so schnell. Die Dimensionen sind für Deutsche kaum vorstellbar. Von Dyrk Scherff

Lesermeinungen zum Beitrag

14. Juni 2008 20:40

Tian Jin  

Kevin T. (aus_peking)

Herr Ellerich hat teilweise Recht. Die olympischen Segelwettbewerbe finden nicht in Tianjin staat, sonder in Qingdao. In Tianjin werden einige olympische Fussball Spiele stattfinden. Aber Tianjin ist doch eine Kuestenstadt. Herr Ellerich meint wahrscheinlich das Stadtzentrum von Tianjin. Die ganze Stadt von Tianjin hat eine Flaeche von 11,919 km2, und ist die groesste Hafenstadt in Nordchina.

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13. Juni 2008 13:45

Tianjin  

Peter Ellerich (Prewok)

Wenn man einen solchen Artikel schreibt müßte man doch auch die Zeit haben sich etwas über die Geographie zu informieren. Tianjin ist keine Küstenstadt und liegt ungefähr eine Autostunde östlich von Beijing. Der High Speed Train wird eine halbe Stunde benötigen. Die olympischen Segelwettbewerbe finden übrigens in Qingdao statt (in Deutschland sollen auch aktuelle Landkarten von China käuflich zu erwerben sein). Schade das ein an sich interessanter Artikel durch solche Luschigkeiten entwertet wird.

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13. Juni 2008 13:26

Evolution!  

Reinhold Eysel (Eysel)

Ganz normale Evolution findet da statt, wird zugelassen, gefördert. Vom Agrar- zum Industriestaat. HIER versuchen einige kranke "grüne" Hirne das natürlichste Prinzip das es gibt, die Evolution, ausser Kraft zu setzen. Bilden sich auf die nur ANGEBLICHE Überlegenheit ( Fähigkeit natürliche Prozesse ausser Kraft zu setzen )ihrer Grosshirnrinde über die Evolution etwas ein. Vergessen, dass jede Entwicklung die dem System widerspricht "kurze Beine" hat. Der Mensch, die menschliche Grosshirnrinde als Krone der Schöpfung. Das ist "frühmittelalterliches religiöses Wunschdenken". Die Evolution "probiert" aus, ob die Entwicklung der Grosshirnrinde die Überlebensfähigkeit verbessert. Und wenn nicht, dann wars das. Na und ??? 99,9% aller jemals den Planeten bevölkernden Organismen sind ausgestorben, weil sie - im Sinne der Evolution - nix taugten. Bessere sie "auf frassen". Evolution richtet sich nicht nach den alzu menschlichen Kategorien von "gut" oder "schlecht".

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13. Juni 2008 10:52

@Hede Zhou  

Rene Meyer (matrix1329)

Na solange nicht auch die Bürger- und Menschenrechte zurückstehen müssen, wenn es um die Belange des Staates geht, ist ja alles in Butter in China! Leider sind eben auch diese wichtigeren Rechte in China und in den Köpfen vieler Chinesen (das kenne ich aus eigener Erfahrung mit Chinesen hier in Deutschland) nicht viel wert. Ich wäre deshalb mal nicht so stolz auf den Erfolg.

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13. Juni 2008 09:39

Da ist ein Problem,  

Hede Zhou (SunWukong)

dann packen wir es an und loesen es sofort. Mit dieser Haltung ist die rasante Entwicklung Chinas zu erklaeren. Zugegeben, die Loesungen sind manchmal wurschtig, nehmen wenig Ruecksicht auf persoenliche Belange und beduerfen oft der technischen Nachbesserung. Das betrifft auch administrative Aufgaben: Beipiele: die Aufnahmepruefung fuer die Universitaeten entscheiden ueber Millionen Einzelschicksale. Damit niemand wegen Verkehrsstaus, Laerm oder sonstiger Unbilligkeiten benachteiligt wird, wird dem Land in dieser Zeit eine 3 taegige "Ruhe" verordnet und den Schuelern und Eltern Privilegien eingeraeumt, strassen sogar ganz fuer den Verkehr gesperrt. Zuviele Autos zur Zeit der Olympiade, keine Problem: Autofahren wird stark eingeschraenkt. In shanghai duerfen nur Autos mit Shanghaier Kennzeichen die Hochstrassen befahren. Sportgelaende sind rar. Da aber viele Schulen Sportplaetze haben, sind die fruehmorgens vor Schulbeginn und in den Ferien oeffentlich zugaenglich. Fuer Europaeer sicherlich gewohnungsbeduerftig mit Einschraenkungen rechnen zu muessen. Aber hier hat man den Eindruck, es geht voran, es wird angepackt, auch wenn es manchmal holpert und rumpelt und persoenliche Belange zurueckstehen muessen.

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13. Juni 2008 08:30

Nun jetzt mal halblang  

Rene Meyer (matrix1329)

Wenn die Peak-Oil-These stimmt, werden die Schwellenländer den Preisanstieg am Meisten zu spüren bekommen. Und dann ists auch vorbei mit Autoboom. Und wir? Wir sind dann schon auf das Nachölzeitalter eingestellt, hoffentlich.

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12. Juni 2008 23:10

Die Zeit drängt  

Marvin Parsons (mapar)

Noch gibt es in China genügend billige Arbeitskräfte, um in gigantischem Ausmaß Straßen und Bahnstrecken bauen zu können, und noch ist dort die "not in my backyard"-Mentalität unbekannt (bei uns dauert es 30 - 50 Jahre, bis eine Autobahn gebaut werden kann, wenn jemals). Aber das wird sich auch in China ändern, schon in 15-20 Jahren wird das Lohnniveau so gestiegen sein, daß 5000 km Autobahn pro Jahr nicht mehr finanzierbar sind. So bauen die Chinesen jetzt mit einer gewaltigen Anstrengung zügig die Infrastruktur-Grundlage für viele Generationen. Anpacken statt jammern heißt die Devise.

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12. Juni 2008 21:19

...  

David Weinmann (Terratex)

Ich finds gut dass wir zu Gunsten des Klimas keine Kohlekraftwerke mehr bauen. Nein, mal ganz im Ernst. Spitzenidee. China baut jede Woche eins. Ich find es ist auch toll unsere Autobauer zu drangsalieren, von denen Millionen Jobs abhängen, damit ihre Wagen 1-2 Liter weniger verbrauchen. Wir werden damit das Klima retten, ganz sicher. Abgesehn von denn allgemeinen ökologischen, ökonimischen und politischen Folgen des Aufschwungs Chinas, könnte man auch damit beginnen direkte Lehren für unsere eigene Politik zu ziehen. Macht aber irgendwie niemand.

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12. Juni 2008 18:52

Alle an einem Strang  

Franz Müller (Franzy)

Zwar kenne ich mich in China nicht aus, ein Eindruck drängt sich mir aber auf: In China ziehen wohl alle an einem Strang. So ist dieser unglaubliche Aufschwung möglich. gewerkschaften, frühstückspausen, urlaub, fehlzeiten wegen Krankheit usw - solche Begriffe werden dort vermutlich ganz klein geschrieben.

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12. Juni 2008 14:17

Das Ende der Welt  

Tom Scott (SCT1)

Es ist ein Unterschied, ob nur die 250Mio. Europäer und 300Mio. weitere Amerikaner/Kanadier/Australier einen hohen Lebensstandard haben. Aber wenn die Chinesen (>1Mrd. Menschen) und auch noch Inder(>1.Mrd.) dazu kommen wirds eng für uns alle. Die Erde kann gerade knapp 1Mrd. Menschen verkraften, die über ihre Verhältnisse leben. Bin gespannt wie die Menschheit die daraus resultierenden Probleme lösen will.

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