Peugeot 4007

Ganz der Vater

Von Martina Göres

06. Juli 2007 Besser spät als nie: Mit dem 4007 steigt jetzt auch Peugeot ins Segment der kompakten Sport Utility Vehicles (SUV) ein. Der 4,64 Meter lange, fünf- oder siebensitzige Allradler eignet sich mit 176 Millimeter Bodenfreiheit für leichtes Gelände. Er basiert auf dem neuen Mitsubishi Outlander, wird gemeinsam mit ihm und dem Citroën C-Crosser im japanischen Mizushima gebaut und kommt von Mitte September an auf den deutschen Markt. Die Preise reichen von 29.590 Euro für den Benziner in der erst von Januar nächsten Jahres an verfügbaren Basisversion Tendance bis 37.590 Euro für den Diesel mit der luxuriösen Platinum-Ausstattung.

Mit dem großen, tief plazierten Kühlergrill und den mandelförmigen Scheinwerfern hat Peugeot dem bulligen 4007, der gegen Nissan X-Trail, Toyota RAV4 und Land Rover Freelander antritt, das typische Familiengesicht der Löwenmarke mitgegeben. Im harmonisch wirkenden Interieur fallen die beiden tief in röhrenförmigen Einfassungen angebrachten Rundinstrumente auf; die sportlich konturierten Vordersitze gewähren guten Seitenhalt. Um acht Zentimeter lässt sich die im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rückbank längs verschieben; die beiden Notsitze der dritten Reihe (Serie ab Version Sport) können flach im Boden versenkt werden.

Der Top-Diesel zuerst

Wie beim Outlander ist die Heckklappe zweigeteilt; das untere, bis zu 200 Kilogramm belastbare Teil öffnet nach hinten und bildet eine Ebene mit dem Ladeboden. Als Fünfsitzer bietet der geräumige 4007 Stauraum für 441 Liter Gepäck; der Wert erweitert sich auf 510 Liter, wenn die Sitzmöbel der zweiten Reihe ganz nach vorn geschoben werden. Mit umgeklappter Rückbank fasst der komplett ebene Laderaum maximal 1686 Liter, 184 Liter Gepäckvolumen bleiben in der siebensitzigen Konfiguration übrig. Die maximale Zuladung beträgt 620 Kilogramm (585 Kilo beim Siebensitzer); bis zu zwei Tonnen darf der Soft-Offroader ziehen.

Zum Marktstart ist der 4007 mit dem 2,2-Liter-Vierzylinder-HDI-Dieselmotor mit 115 kW (156 PS) und 380 Nm bei 2000/min in den höherwertigen Ausstattungen Sport (33.590 Euro) und Platinum verfügbar. Das Aggregat wird mit Bi-Turbo-Aufladung bereits in anderen PSA- (Peugeot- und Citroën-)Modellen eingesetzt, kommt hier aus Platzgründen aber nur mit einem Einfachturbolader zum Einsatz. Mit dem drehfreudigen Selbstzünder beschleunigt der knapp 1,8 Tonnen schwere, komfortabel gefederte Viertürer in 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h, der durchschnittliche Verbrauch wird mit 7,2 Liter je 100 Kilometer (191 g CO2/km) angegeben.

Üppige Serienausstattung

Von November an steht auch ein 2,4 Liter großer Vierzylinder-Benziner von Mitsubishi mit 125 kW (170 PS) und 232 Nm bei 4100/min zur Wahl (Version Sport 31.190 Euro). Seine Leistungsdaten: 0 auf 100 km/h in 9,6 Sekunden, Spitze 191 km/h, Verbrauch 9,5 Liter Super je 100 Kilometer (227 g CO2/km).

Das Allradsystem erlaubt mittels Drehschalter zwischen den Vordersitzen die Wahl zwischen drei Antriebsmodi. Die Ausstattung aller 4007 umfasst ESP, ASR, Front- und Seitenairbags vorn sowie Vorhangairbags für die erste und zweite Reihe. Klimaautomatik, Bordcomputer, CD-Radio mit MP3-Player, Tempomat und Lichtsensor gehören ebenfalls zum Serienumfang.



Text: F.A.Z., 03.07.2007, Nr. 151 / Seite T3
Bildmaterial: ddp, Hersteller

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