
1. Die Typologie bei OPEL scheint mir stark veraltet, der ASTRA wird häufig sogar als sportlich eingestuft. Aber will man das alte Image gerne weiterpflegen? 2. Eine Fahrer-Typologie "umweltbewußt und sparsam" wäre wünschenswert gewesen. Wurde dies von der Redaktion vielleicht deswegen vermieden, weil man dann hätte zugestehen müssen, dass hier beispielsweise die Japaner führend sind, die deutschen Hersteller wegen eigener Versäumnisse und Fehler (Phaeton!!) im Hintertreffen sind und Sie hätten vielleicht auch den TOYOTA- PRIUS als besten Vertreter darstellen müssen( Siehe letzte VCD-Studie). Dieses Thema und den PRIUS insbesondere -so mein Eindruck - meidet die FAZ wie der Teufel das Weihwasser.

Habe in 35 Jahre Autofahrerleben an die 100 Modelle von über 20 Marken auf eigene Rechnung gefahren. Porsche abwechselnd mit Panda, Audi neben BMW, mehrere Jahre heute Ferrari morgen Smart. Toyota neben Mercedes, Skoda zusammen mit Citroen. Alfa parallel mit VW, ein Opel mit einem Peugeot, ein Alpina im Wechsel mit Renault oder Lotus neben Lexus. Allerweltsautos und Exoten, kleine und große, Sportwagen, SUV, Roadster, Vans, Kombis, banale Limousinen und schrullige Exentriker (z.B. Z 3 M-Coupe). Versierte Marktforscher, bitte sagt mir, was für ein Typ ich bin? Eure Egebnisse und Thesen sind ja nicht abwegig. Meine Erlebnisse füllen ein Buch. Was bleibt? Natürlich ein Klischee "Der ist nicht normal, der gehört in die Klapsmühle, er sollte einen Pschychotherapeuthen kontaktieren." So ist der Deutsche nun mal. Alles was er nicht in Schubladen einordnen kann, ist ihm suspekt. Das rafft er nicht. Damit kann er nicht umgehen. Frei nach Walter Lippmanns "Erst definieren und dann schauen" Klischees zu übernehmen, ist einfacher und unverfänglicher als "Erst schauen und dann definieren". Er müsste sich ein eigenes Urteil über Mitmenschen bilden und vertreten. Das macht der Deutsche nicht gern, denn er könnte sich peinlich irren.

hallo, mich habe ich nicht gefunden - fahre einen TOYOTA Prius I, einen sog. Vollhybrid. bin senior mit ff. eigenschaften: bescheiden,weltläufig, gut gelaunt - meistens jedenfalls, auch wohl von natur aus fröhlich, sparsam, seriös und attraktiv. wen es nur 2 sein sollen, dan wähle ich fröhlich + bescheiden = TOYOTA Prius?! best, dr. bordt

Wirklich einverstanden würde ich mich, vielleicht mit Ausnahme von Opel und Dacia, wohl mit keinem der skizzierten Fahrer(-stereo-)typen erklären. Völlig daneben geht aber, nach kollektiver hiesiger Meinung, der Abschnitt über Audi. Obwohl die Überschrift in die richtige Richtung zeigt - lassen wir das "Attraktiv" einmal unkommentiert - scheint der Rest des Abschnittes irgendwie eine andere Marke zu betreffen. Informelle und nicht-repräsentative Unterhaltungen im Kreise der Freunde, Bekannten und Kollegen (die ein weites Spektrum an Automarken abdecken), enden fast einstimmig bei Attributen wie "rücksichtlos", "aggressiv" oder "egoistisch". Insofern sitzt der Audi-Fahrer wahrscheinlich wirklich besser gelaunt in seinem Wagen; schliesslich dürfte er sich durchschnittlich seltener über seine Markenkollegen ärgern. Ohne Zweifel - der Imagewandel ist Audi gelungen. Zum Leidwesen der restlichen automobilen Welt.

In den 70er Jahren hat die Zeitschrift KONKRET in Hamburg, Autor Jürgen Beier, regelmäßig und sehr ausführlich und amüsant den Autofahrer-Test gemacht: welche Type fährt warum welches Auto. Das war exklusiv, alles andere ist Kupfer.

... das Auto als Statussymbol. Jegliche Kritik an nicht serienmaessiger Technik und verpasstem Fortschritt, wird gleich als Neid abgetan. Klischees werden meines erachtens geschuert um ein Image zu schaffen, warum sollten so manche rollende Blechtonnen sonst noch gekauft werden? Auch mein Amuesement ueber Vokabeln wie z.B. "sportlich" ist langsam gesunken ... die Leute glauben das echt! Das einzige Auto was ich gefahren bin und wirklich sportlich nennen konnte war ein 19 Jahre alter VW Polo. Ohne Servolenkung und mit gewissen Praeferenzen an Ampeln auszugehen sah ich vom vielen Kurbeln und Schieben wie eine Bodybuilderin aus. Wirklich schade, dass das sportliche Angagement vieler damit endet sich in einen sogenannten "Sportwagen" zu setzen und das Koga-Miyata fuer die meisten wohl ein Fremdwort oder eine Restaurant-Spezialitat bleiben wird. Und da sag doch noch einer Werbung wuerde nichts bringen, gerade der Automobil Markt lebt uberwiegend vom Bauch- und nicht Vernunftgefuehl.

Man fährt zur Tankstelle um seinen Jaguar zu betanken. Man sieht dort die FAS liegen. Man denkt "die kleine Autokunde" könnte interessant sein. Man kauft die FAS. Man liest die FAS. Und dann leider keinerlei Klischees über Jaguar-Fahrer. Schade!

Es fällt auf, daß deutschtypisch die Fahrer fast aller Marken insgesamt eher negativ gesehen werden. Die wenigen positiven Angaben stammt vermutlich von den Befragten, die diese Marke zufällig selber fahren. Nach dem Motto: Alle anderen sind spießig, häßlich, aggressiv oder dick, außer den Fahrern meiner Marke. Was noch dazukommt: Es mag Marken geben, wo das Image alles andere überstahlt, beispielsweise Opel. Aber beispielsweise die Fahrer der Mercedes-A-Klasse mit denen der S-Klasse in einen Topf zu werfen ist unsinnig, da wird es kaum Überschneidungen geben. Ebenso liegen Welten zwischen der Zielgruppe eines Mazda MX-5 und der eines Mazda 6, oder der eines Audi A3 und eines Audi R8. Die Beurteilung von Fahrern der Marke XY hängt davon ab, welches Modell der Marke der Befragte gerade im Sinn hatte bzw. kennt.

Sehr geehrte Macher der FAZ, der Sommer ist nun schon fast vorbei, ein Sommerloch-Thema wie dieses erwarte ich nun wirklich nicht von der FAZ. Übrigens ich bin auch nicht dick, eher sportlich und schlank, leite ein nicht gerade kl. Unternehmen und erwarte, dass Sie mit etwas gehaltvolleren Themen glänzen können als diesen trivialen Klischees. Beste Grüsse

...was für ein schlechter Artikel. Wenn er wenigstens irgendwie lustig wäre. Und dann auch noch extrem unübersichtlich gestaltet. Schade, aus dem Thema hätte man mehr machen können!

du fährst auf der straße schön flott und da überholt dich son bmw, wo auch noch alle frauen hingucken, klar das man dann n hass af die marke bekommt. arrogant ist man immer aus sicht des niedrigeren. ich hatte mal bmw`s verkauft und mir haben unden berichtet, dass sie nicht anders als voeher gefahren sind und sich auf einmal alle aufgereht hatte. damals bin ich auch mit n trabbi durch die einkaufspassage gefahren. als ich das mit n naelneuen golf III cabriolet gemacht habe, stellten die sich alle auf einmal in den weg und machten blöde sprüche.

Ui, wer ist Ihnen den auf den Fuss getreten bzw darüber gefahren. Soviel Haß auf deutsche Autofirmen? Ja das BMW- und (vor allem) Audifahrer sportlicher und damit manchmal auch etwas aufdringlicher fahren als andere ist wohl wahr. Aber wenn Ortsansässige auf breiten 50er Strassen mit 42 dahin dackeln nervt das! Egal welche Autos sie (bzw ich) fahren. Hat mich schon in meinem Golf I genervt. Aber Ihre Anpreisung von Lexus ist lächerlich. Ich hatte letztens den direkten Vergleich eines Lexus RX400H(ybrid) gegen Audi A4 TDI / Ford Mondeo TDI vom fränkischen nach Berlin. Obwohl ich im (gleichvoll geladenen, 5 Pers.) Audi schneller gefahren bin, hatte ich am Ende nur 60% der Spritkosten des Hybrid-Lexus. Und auch der XC90 TDI (Volvo) meines Vaters verbraucht weniger als der Lexus. Lernen Sie endlich, das Toyota (und speziell Lexus) den Hybrid im aktuellen Entwicklungsstand nur sehr geschickt als Feigenblatt benutzt. Oder warum gibt es Hybrid im Jedermannsauto-Bereich nur im Exot Prius und nicht im Volumenmodell Auris?

Wie ist das mit der Minifahrerin? Niederes Einkommen von 2T€ netto im Monat? Das entspricht, wenn man es hoch rechnet, dem Einstiegsgehalt bei so "Armeleutefirmen" wie die ganzen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Unternehmensberatungen und anderen typischen Wirtschafts- und Jura- Akademikerstellen... Schön wäre es gewesen, auch ein paar Informationen zur Studie zu bekommen. So wie der Artikel geschrieben ist könnte er auch identisch in der Bild am Sonntag oder einem Frauenmagazin stehen.

Beim BMW trifft die Beschreibung vollauf zu, würde das aber noch erweitern : Starrsinnig, egoistisch, mit Tunnelblick, rücksichtslos und angeberisch. Also das, was den Audi-Fahrer ausmacht mit dem Faktor 2 multipliziert. Was fehlt, sind Marken wie Toyota, Mazda, Lexus. Toyota : Der Spießer schlechthin, kleinkariert und penibel, bestenfalls mittlere Bildung und typischer Vertreter der Arbeiterklasse, Alter egal, das wird durch die Modelle bedient. Mazda: mittleres Alter, will aber jung und dynamisch gelten. Eher ein Querdenker und Nervensäge, mittlere bis gute Bildung. Lexus : Mittleres Alter, gilt in den Köpfen anderer als Möchtegern-Millionär, ist tatsächlich aber ein äußerst perfektionistischer Zeitgenosse mit ausgeprägtem Sparsinn, Sinn fürs Ökologische ist vorhanden - der Lexusfahrer hat seine Kohle entweder als Versicherungsvertreter oder als Verkäufer von Photovoltaikanlagen gemacht. Eigentlich das Auto für alternde Grüne Realos, die sich gegen deutsche Nobelmarken stellen wollen... Land Rover : Die Stadtindianer, die nebenbei auch einen Hang zur Natur haben. Abenteurer, die bei einer Autopanne gerne mal selbst Hand anlegen mit Nietzange und Schweißgerät. Sozusagen die MacGuyvers unter den Autofahrern...

Kennt ihr das... ? Ich wurde in einer BMW - Familie geboren. Ja, Mama und Papa haben beide studiert und sind beide überdurchschnittlich hübsch ;) und fahren seit ich denken kann BMW. Nun muss ehrlich sagen, ich würde mir niemals einen Mercedes oder einen anderen Wagen in der gleichen Preisklasse kaufen als einen BMW.... Ist das Erziehung oder Genetik... ? Habe keine Ahnung woran das liegt... Eigentlich ja Blödsinn, zugegeben... ;) Auf der anderen Seite habe ich einige Freunde meines Alters, die in einer Mercedes-Familie geboren wurde und ebenfalls nun lieber Mercedes bevorzugen... Denke, man sollte diesen Punkt tatsächlich in die Liste der Klischees aufnehmen.... Nebenbei: Ich werde meinen Kindern auch niemals Playmobil kaufen - schließlich bin ich ja auch als LEGO-Kind erzogen worden... :)

Ist es nicht eher so, dass man sich die Kiste kauft, die DAS Image verströmt, das man gerne HÄTTE??? Und Anspruch und Wirklichkeit, das sind nun mal zweierlei Dinge! Von den vielschichtigen Pseudeoargumentationen mal ganz abgesehen ....

Und was bin ich, wenn ich kein Auto habe (kann ich mir nicht leisten) ?

Ein sehr interessanter Beitrag. Hinter jedem Vorurteil steckt ja auch immer ein kleines bißchen Wahrheit. Nach meinen Beobachtungen als Vielfahrer hat sich das Verhalten der Audi Fahrer tatsächlich stark geändert: was früher der BMW Fahrer war, ist heute der Audi Fahrer: rücksichtslos und immer schneller als die anderen sein.

Ich sitze ständig in anderen Autos, wer seriös rechnet der weis nämlich, daß es erst ab einer bestimmten Kilometerleistung lohnt Autos zu kaufen. Ich miete mir immer das jeweils passende Fahrzeug. Das Cabrio für den Sonntagsausflug, den Kombi wenn man was transportieren muss, die Langstreckenlimousine wenn man mit mehreren Personen zum Business Termin muss und dort entspannt ankommen will. Und welcher Autotyp bin ich deswegen nun ?

Ich habe es erst kürzlich höchst amüsiert in einem Büchlein namens "Was Jungen falsch machen und Männer nicht besser" schon einmal gelesen. Darin ging es unter anderem um kleine Männer, die durch den bewußten Kauf eines kleinen Wagens größer wirken. Und ich habe am nächsten Tag auf der Straße schallend lachen müssen, als ein kleinwüchsiger junger Mann mit einem auffallend großen Auto unterwegs war, es sah wirklich lächerlich aus, zumindest vor dem Hintergrund der sogenannten "coolness", für seine Länge kann der Mann nichts. Der Bericht bestätigt mal wieder die Erkenntnis, daß viele Vorurteile auf empririschem Wissen beruhen. Danke für die spaßige Lektüre bei FAZ.NET!

Glaubt man dieser Umfrage, macht man hierzulande bei Durchschittsbürgern den besten Eindruck, wenn man in einem deutschen Fabrikat unterwegs ist. Diese Umfrage nimmt allerdings keine Rücksicht auf einzelne Zielgruppen. So dürfte ein Mini in Kreativkreisen mittlerweile sehr bieder wirken, ein fetter SUV bei berenteten Angestellten sehr begehrt oder ein koreanischer Minivan bei Kleinfamilien das Maß der Dinge.