Neue Umweltzonen

Kampf gegen ein Phantom

Dem Feinstaub in Großstädten soll es an den Kragen gehen - mit den seit dem 1. Januar geltenden Umweltzonen. Doch neue Zahlen zeigen Verblüffendes. Das nämlich, was bekämpft werden soll, ist immer weniger da. Von Ingo von Dahlern

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Januar 2008 02:57

umweltzonen und Feinstaubplaketten

Achatz von Kerssenbrock (akerssen)

Anständige Politiker, die den Bürger nicht unbedingt abzocken wollen und zu vernünftigen Lösungen in der Lage sind - unsere Politiker sind nicht vernünftig sondern leider Ideologen und Kurzdenker - hätten den Autoherstellern vorgeschrieben ab dem Jahre xxxx nur noch Autos zu produzieren, die eine grüne Plakette erhalten würden. Dann wäre im Laufe von etwa 10 bis 12 Jahren vielleicht auch die letzte Dreckschleuder (die vielleicht gar nicht so gefährlich ist) von den Straßen verschwunden und das Problem wäre kostengünstig für den Verbraucher und ohne Komplikationen und Kosten für die Verwaltung gelöst worden. Leider kann von Vernunft in diesem Lande bald nicht mehr geredet werden!
Weil die Durchführung dieser "Schwachsinnsverordnung" anscheinend schon zu weit fortgeschitten und - in unserem Land - sicher nicht mehr Rückgängig gemacht werden kann, sollten alle Autofahrer in Streik treten und diese fragwürdige und teure Verordnung ganz einfach durch Ignorieren befolgen und so den teuren Enteignungswahnsinn beenden!
Achatz v. Kerssenbrock Nörten-Hardenberg (Abonnent ihrer Zeitung)

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07. Januar 2008 19:36

Irrungen und Wirrungen

Benedikt Schworm (Bene90)

Der finanzielle Aufwand zur Einrichtung der Umweltzonen wäre anders besser angelegt gewesen: Man könnte viele Tonnen CO2 und Feinstaub vermeiden, wenn man in die bestehende Infrastruktur hinsichtlich der Optimierung des Verkehrsflusses investieren würde. Lange und unverständlich geschaltete Ampelphasen und riesige Staus im Berufsverkehr sind eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und auch Arbeitszeit! Im Straßenverkehr herrscht eine unglaubliche Langsamkeit und Ineffizienz.
Die Bürger in Deutschland sollen durch Reglementierungen und Verbote zu einem umweltverträglichen Handeln gezwungen werden, nun auch im Kampf gegen ein Phantom, das es (siehe Artikel) schon fast nicht mehr gibt.
Ist es sozial, Menschen zu etwas zu zwingen? Ist es sozial, z.B. einem ehemaligen Langzeitarbeitslosen, der nun für eine Apotheke Medikamente an alte Leute ausfährt, seine Arbeit zu verbieten, weil sein Auto zu alt ist?
Die Politik sollte lernen, den Bürger Anreize zu bieten, ihr Verhalten zu bessern. Umweltverträgliche Technik, die die Bürger viel kostet, sollte vom Staat gefördert und die viel zu hohen Preise des ÖPNV gesenkt werden.
Menschen reagieren auf Anreize, das ist eine altbekannte volkswirtschaftliche Regel.

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07. Januar 2008 16:09

Ne!

Harry Hain (zx10)

Da reichen mir schon die ersten Zeilen. Muß ich da noch mehr lesen? Herzlich gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Als nächstes: rechtzeitig vor dem Sommerurlaubbeginn wird die Klimakatastrophe abgesagt.
Laßt Beamte unsere ach so marode Welt retten und ihr habt wenigsten etwas zu lachen. Steuern kosten uns die Beamten so oder so. ;-)

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06. Januar 2008 22:10

Typische Beamtenmentalität

Heinz Becker (heinzbecker007)

Regeln, Verordnungen, Vorschriften. Merkel wollte eigentlich den Wust an Gesetzen und Verordnungen reduzieren. Fakt ist, es kommen immer mehr Vorschriften dazu um den Bürger zu reglementieren und abzuschröpfen. Typischer Beamtenstaat, Bürokratie aufblähen um Kohle zu machen und Beamte zu beschäftigen.

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06. Januar 2008 16:11

gesund beten

Reinhard Bauerschmitz (rein-hard)


Nur soviel: So lange ich in meiner Wohnung die Rückstände dieser Umweltverschmutzung (ekliger schwarzer rußiger Staub!) beinahe täglich beseitigen muss, lasse ich mich nicht gesund beten.
Liebe Grüße"

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06. Januar 2008 14:12

Was soll das Video? Unwelthilfe?

Jens Daniel (JensDaniel)

Der Hauptmann von Köpenick feiert fröhliche Urständ! Unformierte Umwelthelfer spielen Polizei!!!!
Und die FAZ merkt es nicht, sondern verlinkt das Video!

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06. Januar 2008 11:09

Feinstaub und Politik/Beamte

Robert Roth (Argozwei)

Hoppla, Herr Knorr,
seit wann sind Beamte und Politiker dasselbe?
Gesetze und Verordnungen werden immer noch durch parlamentarische, also politische Gremien beschlossen. Das ist doch wohl staatsbürgerliches Grundwissen.
Nichts für ungut für die Belehrung und Richtigstellung.
Und wenn Sie unzufrieden sind, haben Sie und andere falsch gewählt.
Argo

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05. Januar 2008 23:57

"bestandsschutz" für kaminöfen

Rainer Bayer (ingrb)

neulich bei obi - bestandschutz für kaminöfen (welcher arbeiter hat schon einen in der wohnung stehen - nicht zum heizen, sondern zum wohlfühlen) - bis 2024. prost mahlzeit!

der vostellung allerdings, wir deutschen seien die schlimmsten:
2007 mit dem mopped auf nach brescello (vom gardasee richtung parma) - dem drehort für die außenaufnahmen der don camillo & peppone-filme in der "bassa" norditaliens:

allgemeines fahrverbot für fahrzeuge ohne "blaue plakette" (sic! - jährlich zu erneuen, eine art asu - jede "provinz" italiens regelt das allerdings anders) - nicht nur in innenstädten, sondern auf gut ausgebauten, wie würden sagen: bundesstraßen - zum teil mit einem zusatzschild, das die "elektronische überwachung der nummernschilder" ankündigt - ein hupen belehrt mich dann darüber, dass dergleichen zwar beschildert, allerdings noch nicht praktiziert wird.

ein trost: das "museo peppone e don camillo" ist - fast bin ich versucht zu sagen: natürlicherweise - chiuso.

ach ja - mein mopped hat das nummernschiuld nur hinten ...

www.rainerbayer.de

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05. Januar 2008 21:18

Der pure Wahnsinn

Reinhold Knorr (juppo2911)

Die neue Feinstaubplakette ist wieder mal so ein Beamten-Schildbürgerstreich. Des deutschen Politiker liebstes Spiel ist halt immer noch "neue Verordnungen schaffen und Geld beim Autofahrer einzutreiben". Das Ganze muß dann noch verwaltet werden, schafft wieder neue Stellen und Beschäftigung für Beamten und kostet uns alle wieder Geld, der Nutzen ist zweifelhaft. Eine Irrenrepublik, man sollte diese Politiker zum Teufel jagen.

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05. Januar 2008 18:49

Es ist doch gut wenn die Hersteller auf solche Forderungen reagieren ..

K Zinser (klaus_zinser)

.. als nächstes wäre es an der Zeit den Verkehrslärm als zusätzliches Kriterium mit aufzunehmen. Laut einer Studie vom Umweltbundesamt aus 2006 sind 'jährlich 4000 Herzinfarkte auf Straßenverkehrslärm zurückzuführen'.

Dann würde sich nicht nur mancher Motorrad- und Sportwagenhersteller mal dafür interessieren was technisch machbar ist. Nicht wie heute, wo es darum geht daß ein schnelles Motorrad oder Auto laut sein soll. Und nur laut gut ist.

Das TCO Logo für PC Bildschirmen war Vorreiter das technisch machbare und nicht nur das geforderte zu realisieren.

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05. Januar 2008 15:52

Ersatzreligion

Andreas Seidl (ASeidl)

Die Ökologie hat sich längst zur Ersatzreligion entwickelt: Mit Angst vor Weltuntergang (Erderwärmung), körperlichem Leid (Umweltkrankheiten durch Feinstaub, Verschmutzung, Ozon etc.) macht man die Menschen gläubig und strebsam das Böse: Auto, Flugzeug, Industrie, zu bekämpfen bzw. für Sünden (Verschmutzung) Ablässe (Zertifikate, Ökosteuer etc.) zu erwerben. Nach 25 Jahren sinnvoller Umweltschutzpolitik wurde das Ziel eigentlich erreicht: die Gewässer, die Luft etc. sind weitgehend sauber.

Vernünftige würden die Anstrengungen nun auf Bereiche lenken, wo mit verhältnismäßigem Mitteleinsatz viel zu erreichen ist, so haben beispielsweise die meisten Städte Lateinamerikas keine Kläranlagen, die Industrie verschmutzt wie bei uns in den 60gern.

Die Politik gehorcht hier jedoch nicht der Vernunft sondern anderen Zielen: die Einnahmen des Staates zu mehren mit unsinnigen weil nahezu wirkungslosen Umweltsteuern und Subvention gewisser Industrien, Wissenschaftlern, Bürokratie und Beratern (den Guten) und vom Erdöl unabhängiger zu werden. Letzteres ist richtig, warum bedarf es religiöser Verblendung um es zu erklären?

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05. Januar 2008 13:26

Kampf gegen Feinstaub?

KLAUS Krueger (sopher)

Erfolgreich durch Diesel - Feinstaub - Nachrüstfilter? Geh, geh, geh. Wer sich damit intensiv beschäftigt hat und den Wirkungsgrad kennt, kann nur denken: Politiker, für wie dumm haltet ihr uns eigendlich? Außer Spesen wirklich nichts gewesen! Und über die Abnahme von Feinstaub bin ich wirklich auch sehr verblüfft. Vielleicht sollte man immer nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort messen, am besten bei Dauerregen!...

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04. Januar 2008 15:21

Kampf gegen ein Phantom

H. Scholtz (h.scholtz)

Offenbar wieder einmal ein neuer Schildbürgerstreich der Politik. In die gleiche Richtung führt ja auch die angebliche "Umweltuntauglichkeit" der alten Fahrzeuge durch eine geplante neue "Umweltsteuer". Denn die betagten alten Fahrzeuge sind nur noch auf der Straße, da sie bislang vergleichsweise wenig benutzt wurden. Werden sie aus dem Verkehr gezogen und dafür neue KFZ angeschafft, dann ist die Umwelt durch die Produktion der neuen Fahrzeuge stärker belastet als durch den gelegentlichen Spritverbrauch der alten Kaloschen.
H.D.Scholtz

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04. Januar 2008 14:31

Politiker-Feinstaub

Joachim Mense (JMense)

1. Es würde mich interessieren, wieviel Feinstaub sich eigentlich einsparen lassen könnte, wenn nur ein Zehntel all der vollkommen überflüssigen Ampelanlagen abgeschafft würde.

2. Lokalpolitiker, die sich beispielsweise im Deutschlandradio einer Diskussion zu Feinstaub stellen mussten, bekamen mehr als ein liebenswürdiges, aber sinnentleertes Stammeln nicht heraus, als es um Fragen ging wie: Wie sich Hartz IV-Empfänger denn eine 600 Euro teure Aufrüstung ihres Autos leisten könnten? Eine Kölner Politikdame erdreistete sich sogar, die Antwort zu geben, die meisten Hartz IV-Empfänger hätten doch gar kein Auto...

3. Was ist aus teuren Aktionen wie den Gelben Punkt geworden? Jeder Konsument bezahlt weiterhin die Verpackungsgebühr - aber ich kenne Städte, da kann man nicht einmal mehr den Müll in 'gut' (gelb) und 'böse' trennen. Sind solche Maßnahmen also à la longue schlicht nichts anderes als eine schöne Industriealimentierung - wie eben auch bei dieser Feinstaubplakette, die vor allem den Autoherstellern hilft? Die Politik jedenfalls kündigte diese Woche schon einmal an: Wenn die Feinstaubwerte durch die Plakette nicht sinken, würde diese nicht abgeschafft, nein! Es gäbe dann einfach noch strengere Bemessungsgrundlagen.

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04. Januar 2008 11:18

Feinstaub ist schädlich- Punkt

Oliwer Szlachetaa (szlacheta)

Ich verstehe die Industrie wenn man behauptet es gäbe gar kein Problem,
doch Fakt ist:
„Feinstaub ist eine reale Bedrohung der Gesundheit“
Bitte bedenken sie folgendes:
„Ein Grenzwert ist nur ein empfohlener Wert“, dass Feinstaub auch unterhalb dieses Wertes nicht schädlich ist wird kein Wissenschaftler definitiv Aussagen.
Daher sollte man sich freuen wenn dieser Wert unterschritten wird und nicht auf kosten der nächsten Generationen über Aufhebungen nachdenken, sondern Konsequent sein.

Gesetz ist Gesetz

Auch wenn es um Geld geht, aber geiz war gestern und darüber sollte sich die Industrie freuen.

Das war natürlich ein Beitrag aus Berlin



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