
Würde jeder Autofahrer das Licht dann einschalten, wenn es notwendig ist, würde ein Großteil des Effektes eintreten, den sich die Politiker wünschen. Man sollte vermehrt auf die Einhaltung der schon bestehenden Lichtpflicht bei ungünstigen Sichtverhältnissen achten statt eine sinnfreie generelle Lichtpflicht zu verlangen.

Ich gebe ihnen recht, dass man meist nicht mit der Klimaanlage unterwegs ist. Allerdings geht, wenn es nicht mehr heiss ist, automatisch die Sitzheizung an. Unsere heutigen Wagen sind mit Helferlein und Goodies die die Fahrt "netter" machen sollen uebersaeht. Ich denke, dass ein LED-Tagfahrlicht eine sinnvolle Investitiion waere.
Gruesse,
Julian

Willkommen in Absurdistan (1)
Wenn ich die Argumente höre, um wieviel der Schadstoff-Ausstoss steigen soll wegen Licht am Tag, beginne ich am Verstand zu zweifeln: dieser Logik zufolge werden in Europa nur noch Drei-Liter-Autos verkauft, mit Leistung um 50kW und Leitbau ohne aufwändiger Elektronik.
Und die Realität? Je mehr von allem, desto besser. Das Leistungsniveau unserer PKW steigt permanent, auch das Gewicht. Und der Verbrauch bleibt dadurch trotz moderner Technik auf hohem Niveau. Abgesehen davon, dass die Fahrweise mehr Einfluss auf den Verbrauch hat (und damit jeder einzelne Fahrer), als die 0,2 Liter auf 100km,von denen immer gegackert wird.
Was ist mit den Klimaanlagen, werden diese nun auch abgeschafft, weil die ja auch Mehrverbrauch verursachen? Es wäre hilfreich, die Diskussion etwas realitätsnaher zu führen.
Wenn die Unfälle angeblich wegen Blendung oder reizüberflutung steigen, lässt man geflissentlich ausser acht, was einem Verkehrsteilnehmer an Einflüssen (bis hin zu einem absurd dichten Verkehrsschilderwald) widerfährt.
++weiter so lustig++

Auf <Zweiseitigen> Strassen ein grosses Pluss !--
Auf grosse Entfernungen sieht man ob das Auto geht oder kommt!
Ob evt. eine Ueberholung vor sich geht oder eine kleine Rennfahrerei in meine
Richtung! Bei langen monotonen Strecken eine willkommende Ermunterung.
Die niedergelegten Rechenkuenste in einigen Kommentaren ueber den Energ.
verbrauch fuer die "Laternchen"sind z.B. absolut minimal im Verhaeltnis zu der
heute doch so wichtigen "Klima-Anlage".----Aber wie erwaehnt <Absolut>
Standlicht!

Mehr Sicherheit:ja, Tagfahrlicht:nein. In Oesterreich ist es klar geworden. Die Sicherheit der schwächsten wie Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer leidet. Dazu kommt, daß dann noch mehr Lichtmuffel unterwegs sind. In der Dämmerung fahren sie bisher ganz ohne oder mit Standlicht, dann mit Tagfahrlicht. Meine Lösung: Normales Fahrlicht mit Sensor ausstatten, der bei beginnender Dämmerung sofort das Fahrlicht einschaltet. Nebenbei: den gibt es schon. Dazu: er läßt sich nicht täuschen.

1. Ich fahre Fahrrad wie auch Auto - und möchte bei Beidem gesehen werden.
2. Was ich nicht verstehen kann: Es gibt soviele Leute, die sich um ihre Beleuchtung garnicht scheren - weder an Fahrrad noch Auto. Auch Leute die täglich viele KM über die Autobahn fahren - mit Sichtweiten unter 10m. Wie das geht? - weiss ich nicht. Andere strahlen in den Himmel ohne an andere Fahrer zu denken.
3. Warum darf am Auto Xenonlicht sein? Beim Fahrrad soll jedoch bei 2,4 W vorne Schluss sein - das passt doch schon lange nicht mehr - aber so ist eine Autorepublik. Wobei wichtig ist: Xenonlicht, wenn richtig justiert, ermöglicht viel weitere Sicht bei weniger Blendung - bessere Sicht unter schlechten Bedingungen als mit Nebelscheinwerfer !!! Trotzdem wird Xenon als Luxusteil verkauft - passt auch nicht.
4. FAZIT: Beim Strassenverkehr geht es nicht um Sicherheit, sondern nur um Geld. Und Radfahrer interessieren sowieso nicht - deshalb sind standartmässig auch keine guten Akku- oder Batterieleuchten erlaubt, die mit LED arbeiten.

Beim Vergleich Deutschland und Österreich in der Entwicklung der Unfallzahlen sind Wesentliche Faktoren nicht berücksichtigt: z.B.
- die Entwicklung der Kilometerleistung (Unfälle pro gefahrenen Kilometer)
- 2006 wurde in Deutschland bereits recht häufig mit Licht gefahren
- das Wetter (Wintertage etc.) hat einen großen Einfluß auf die Unfallzahlen
- Unfälle nachts: die meisten schweren Unfälle ereignen sich im Dunkeln: diese Fallzahlen müssen beim Tagfahrlicht herausgerechnet werden
Auf Basis der erwähnten statistischen Werte spricht kein Argumentat gegen das Tagfahrlicht.
Zu den Kosten:
Nach 80 000 km ist bei mir noch keine Glühbirne durchgebrannt.
Bei Fahrzeugen mit Verbrauchsanzeige kann jeder die Kosten leicht ermitteln:
im Leerlauf das Licht einschalten und die Veränderung der Verbrauchsanzeige ablesen - häufig ist dies ca. 0,1 l/h - also bei 15 000 km ca. 40 EUR. (50 km/h, 1,40 EUR/l)
Das ist mir die zusätzliche Sicherheit wert. Aus persöhnlicher Erfahrung weiss ich, wie hilfreich das Tagfahrlicht ist um gerade auf der Land-/Bundesstraße Unfälle zu vermeiden und kann es nur empfehlen.

Da es genügend Zeitgenossen gibt, die meinen, solange noch der Mittelstreifen zu erahnen ist, ist eine Fahrzeugbeleuchtung nicht nötig und mein schwarzes Auto ist garantiert nicht zu übersehen, plädiere ich für ein generelles Fahren mit Licht. Ich denke, daß es im Zeitalter der schwarzen und grauen PKW und vor allem während Herbst- und Wintermonate unerlässlich ist, rechtzeitig gesehen zu werden. Das Abblendlicht einzuschalten ist für mich mittlerweile so selbstverständlich geworden wie das Starten des Autos. Ob man allerdings ein Gesetz dafür braucht, sei dahingestellt. Schließlich ist es auch Pflicht, rechtzeitig eine Fahrtrichtungsänderung anzuzeigen. Immer öfter ist zu beobachten, daß Autofahrer nicht wissen, wo sich der Blinkerhebel befindet (wo sich die Lichthupe befindet, weiß dagegen jeder). Oder sie zeigen mit dem Blinker an, was sie gerade tun und nicht was sie tun wollen. Wiederum andere brettern mit 180 Sachen und eingeschalteter Nebelschlußleuchte bei 500 m Sichtweite über die Autobahn. Was soll's? Keiner kontrolliert's. Und so wäre es auch mit dem Taglicht. Also, jeder soll es selbst entscheiden, ob ihm etwas mehr passive Sicherheit für sich und andere eine paar Cent'chen mehr wert sind. Mir schon.

man hat zu schnell siginfikante, messbare Ergebnisse erwartet, wie etwa x weniger Tote. Andere Schäden zählt wohl keiner und schon gar nicht die Gründe solcher Unfälle "..den habe ich zu spät kommen sehen.."; wenn´s überhaupt richtig angegeben wird. Kurzum: bin aus eigener Erfahrung (40 tKM/p.a.) überzeugt vom Tagfahrlicht, die Franzosen habens schon lange. Erst heut hab ich als Fußgänger beim Überqueren der Strasse zwischen parkenden Autos ein zweites Auto, das kein Licht eingeschaltet hatte, sehr spät und nur gerade noch rechtzeitig gesehen, an diesem dunklen Herbsttag. Und wer entscheidet, wann das Licht eingeschaltet werden sollte?? Viele fahren bei diffussem Licht herum, die meinen solange sie selbst etwas sehen, reichts auch für die anderen Verkehrsteilnehmer - absurd! Automatisches Tagfahrlicht wie in Frankreich oder Skandinavien wäre viel besser. Spritverbrauch: es gibt intelligente Birnen und Scheinwerfer, die weniger Strom brauchen; zu dem verbrauchslastigen Mehrgewicht von ABS, ESP, Airbags, Seitenaufprallschutz-&verstärkungen und div. anderen Sicherheitseinrichtungen (3.Bremsleuchte - ich bin vorher auch keinem draufgefahren) hat sich auch noch keiner beschwert; aber elektrische Sitze und Klima benutzen..; Gute Fahrt !

So ist das mit der Regelungswut. Hauptsache, der deutsche Autofahrer muss mit dem Griff zum Zündschlüssel an nichts mehr denken. Alles wird für einen extern geregelt durch ein Schildermeer, durch Ampelfelder, durch Regelungswut und zähe Vorschriftensuppe.
Was aber ist der Erfolg?
Erstens: Mittlerweile gibt es in deutschen Großstädten sogar an kleinen Ausfahrten Ampelanlagen, die auch nachts auf rot stehen. Bei einer zwanzigminütigen Stadtfahrt steht man mindestens acht Minuten vor sinnlosen Ampeln. Im Berufsverkehr wird aus so einer Fahrtdauer dann durch Rückstau auch schnell einmal eine 45 Minutenzeit. Der Sprit-mehr-verbrauch ist durch ständiges Anfahren und Abstoppen signifikant.
Zweitens: Weil dem Autofahrer vermittelt wird, alles ist geregelt - verlässt er sich auf sein Recht. Die Rücksichtslosigkeit und der Starrsinn auf unseren Straßen ist entsprechend. Man schaue nur einmal auf die britische Insel. Dort gibt es weniger Schilder, weniger Ampeln, weniger Regeln - und was passiert? Wer von der Seitenstraße aus einbiegen will, wird freundlich herein gewunken... So etwas ist verkehrssicherer, und zudem nerven- und spritsparend!
Also: Man verschone uns bitte mit einer weiteren Regelung.

Ich glaube kaum, dass Herr M. viel mit dem Auto unterwegs ist. Ich verbringe (leider) sehr viel Zeit auf deutschen Straßen und wunder mich über viele unsinnige Regelun-gen. Ich denke vieles wäre nicht nötig, wenn etwas mehr Verantwortung, Rücksicht und Mitdenken (denken, tun wir allen – aber Mitdenken?) im Spiel wäre. Da dieses leider oft nicht der Fall ist, werden weitere Regeln auf den Autofahrer zukommen, eine davon wird die Pflicht sein, am Tag mit Licht zu fahren – und ich bin (auch wie-der leider, aber aus Erfahrung) dafür.

Die meisten genannten Argumente gegen ein Tagfahrlicht sind durch den Einsatz entsprechender technischer Lösungen zu beheben. Bei der sog. "erweiterten Tagfahrlichtschaltung" leuchten nur die als Tagfahrlicht genutzten Frontscheinwerfer ohne Begrenzungs-, Kennzeichen- oder Instrumentenbeleuchtung. Ergebnis geringerer Kraftstoffverbrauch und auch die Standzeiten der Leuchtmittel wird nicht verkürzt. Eine weiter Technik ist die Reduzierung der Lichtleistung durch eine "Impulsweitenmodulation" der Stromversorgung der als Tagfahrlicht verwendeten Scheinwerfer, wodurch auch hier ein geringerer Verbrauch und eine nur unwesentlich verkürzte Standzeit der Leuchtmittel erreicht wird. Gleichzeitig wird die Blendgefahr des Gegenverkehrs reduziert und die Unterscheidung zu Rad- oder Motoradfahrern, sofern sie mit Beleuchtung fahren, (Was gerade bei Radfahrern häufig nicht der Fall ist und für die erhöhten Unfallzahlen mitverantwortlich sein könnte!) erleichtert. Diese Techniken wurden von den Fahrzeugherstellern in Österreich aber größtenteils nicht eingesetzt, verständlich, denn die Werkstätten und Zulieferer dürften sich über den Mehrumsatz gefreut haben. Ergo, durchdachte Lösungen sind gefragt keine Schnellschüsse und keine Polemik!

Den Effekt, daß Fußgänger in der Stadt bei Lichtpflicht weniger gesehen werden, mag es geben. Man kann ihn jedoch auf keinen Fall, wie in dem Artikel suggeriert, aus den Unfallstatistiken zweier Länder herauslesen. Dafür ist die Fallzahl zu gering und der Beobachtungszeitraum zu kurz. Einen statistisch signifikanten Effekt einer einzelnen Einflußgröße unter so vielen Unfallursachen kann man rein mathematisch so nicht finden.
Eventuell werden auch Fußgängerunfälle vermieden, weil Fußgänger beim Überqueren der Straße ein beleuchtetes Fahrzeug weniger leicht übersehen.
Auf der Autobahn, vor allem aber auf der Landstraße ist der positive Effekt des Tagesfahrlichts jedoch für die meisten Praktiker offensichtlich. Ich war selbst skeptisch gegenüber dieser neuen EU-Idee, bis ich innerhalb kurzer Zeit zweimal vor mir Fahrer auf der Landstraße zum Überholen ansetzen sah, die dann nur mit großem Glück dem Frontalzusammenstoß mit einem übersehenen entgegenkommenden Fahrzeug entgingen. Hätten die Fahrzeuge an dem trüben Tag das Licht angehabt, wäre es kaum zu den gefährlichen Situationen gekommen.
Der Mehrverbrauch ist übertrieben. Außerdem führen Airbags, Sicherheitszellen und sogar das Warndreieck auch zu Mehrverbrauch.

Volkswirtschaftlich mag der Verzicht auf Tagfahrlicht als Rechnung aufgehen. Für mich persönlich allerdings nicht. Ich fahre seit 1994 konsequent mit eingeschaltetem Fahrlicht. In dieser Zeit ist mir dadurch zumindest zwei Mal ein kapitaler Unfall erspart geblieben.
Warum ich da so sicher bin? Nun, in einem Fall ist es tatsächlich nur meine Vermutung; in dem anderen Fall wurde mir von meinem potentiellen Unfallgegner kurz darauf schreckensbleich bestätigt, dass nur mein eingeschaltetes Licht verhindert habe, dass er mich frontal getroffen hätte. Abgesehen von dem finanziellen Ungemach - mein damaliges Gefährt hatte noch keine Airbags. Ich mag mir die Folgen lieber nicht vorstellen.
Darum werde ich weiter auch tagsüber bei hellem Sonnenschein mit Licht fahren - bis es verboten wird!

Es gibt eine recht einfache Lösung für die meisten im Artikel genannten Probleme. Statt des Abblendlichtes während der Fahrt einfach das Standlicht einschalten. Dieses ist im Verkehr deutlich sichtbar, aber so schwach, daß es nicht von Motorradfahrern und anderen schwächeren Verkehrsteilnehmern ablenkt. Es muß darauf hingewiesen werden, daß diese Möglichkeit, entgegen der verbreiteten Meinung, absolut zulässig ist! Solange es auf Grund der Wetterbedingungen nicht erforderlich ist das Abblendlicht zu benutzen, darf lediglich mit Standlicht gefahren werden. Der Effekt ist der selbe wie bei den im Text beschriebenen Tagfahrleuchten, man selbst und andere werden früher erkannt ohne den Fahrer übermäßig abzulenken.
SPa

Das Tagesfahrlicht wird kommen, nicht weil es vernünftig wäre sondern weil sich damit Geld verdienen lässt.
Scheinwerfer- , Glühbirnen- und treibstoffhersteller wird es freuen.

....oder wie? Ist der Autor ein Fan von Rudi Scharpings Radfahrer-Club? Mag sein.
Ein vielfahrender Auto-Verkehrsteilnehmer ist dieser Autor aber sicher nicht. Und die Statistik, in der der Autor die "Mehrkosten" ausgerechnet hat, möchte ich gerne einem "Excel-Fachmann" vorlegen- hier scheinen die Formeln nicht zu stimmen. Sachlich argumentiert: Wer schon häufig im nebligen Herbst und schneeflockengetrübten Winterwetter über Landstrassen mit viel Baumbestand und somit "Licht und Schatten" gefahren ist, weiß wie hilfreich und sinnvoll eine Tagesbeleuchtung ist. Insbesondere auch bei Sonnenschein und diffusen Lichtverhältnissen. Wer dann beim "vorsichtigen" Überholen den Gegenverkehr sieht - und diesem ermöglicht den "Überholvorgang" rechtzeitig und somit vorausschauend ebenfalls zu erkennen - der rettet möglicherweise Leben und regt zu einer passiven Fahrweise an. Ich halte fest: Tageslicht - wie in der Mehrheit der EU - ist sinnvoll - und wir alle sollten "sammeln": damit "unterbeleuchtete" Radfahrer und Fußgänger sich zur lichterglänzenden Weihnachtszeit noch ein wenig "aufhellen" können, damit sie im "leuchtendem Strassenverkehr" nicht "untergehen". Pardon, aber das ist "Schwach und ohne Sinn".

Gratulation an den Autor zu den berechtigten Zweifeln am Nutzen des Tagfahrlichts! Durch meine Alltagserfahrung im Straßenverkehr (6000 km Fahrrad und 12000 km Auto pro Jahr) graust mir schon heute vor der Lichtpflicht.
Angesichts der meisten Leserkommentare steht zu befürchten, daß die gleiche Einsicht sich weder bei der Mehrheit der Autofahrer noch in der Verkehrspolitik rechtzeitig durchsetzen wird und deshalb mehr Radfahrer, Fußgänger und Motorradfahrer sterben müssen.
Die Unterscheidung zwischen inner- und außerorts bringt nichts, denn auch außerorts sind nicht nur Autos auf den Straßen.

... ich kann gar nicht glauben wieviel Leute das Märchen vom massiven Mehrverbrauch durch Licht am Tag glauben. Hört auf jeden Sch... zu glauben der Euch erzählt wird.

Vielen Autofahrern ist nicht klar, daß der eingeschaltete Scheinwerfer (auch das Tagfahrlicht) zur passiven Sicherheit gehört. Er, sie muß gesehen werden! Und hier ist eine eigene Verantwortung notwendig und nicht ein Gesetz. Wann ist mein Auto nicht gut sichtbar? In der Dämmerung, bei Dunst, bei Nieselregen, usw. Hier muß die/der Autofahrer/-in erst das Gehirn einschalten, bevor sie/er den Lichtschalter betätigt.
Solange es noch Autofahrer/-innen gibt, die mit Standlicht unterwegs sind, fehlt es sicherlich an der Ausbildung und an steter Information über das Thema passive Sicherheit beim Autofahren.

Vielleicht müßte man tatsächlich den innerörtlichen und außerörtlichen Verkehr unterschieden.
Für den Verkehr außerorts bin ich allerdings felsenfest überzeugt, daß das Tagfahrlicht einen erheblichen Sicherheitsgewinn bringt. Der Gegenverkehr fährt auf seiner Spur viel weiter rechts, wenn ich mit Licht fahre - eine tägliche Erfahrung. Vor allem werden riskante Überholmanöver schneller abgebrochen. Auf meinen Fahrten über kurvige Mittelgebirgsstraßen wäre ich ohne Tagfahrlicht mit Sicherheit schon dreimal tot! Mein Leben ist mir schon einen kleinen Mehrverbrauch wert. Übrigens haben alle Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu einer Zunahme an Gewicht und damit zu einem Mehrverbrauch an Sprit geführt.
Warum aber soll schon wieder ein Pflicht eingeführt werden? Kann man das Tagfahrlicht nicht der Einschätzung der Autorfahrer überlassen? An einem hellen Tag schalte ich in der Stadt das Licht aus, auch auf übersichtlichen Autobahnen bei wenig Verkehr. Warum müssen die Ermessensspielräume in Deutschland immer eingeengt werden?

@ Peter Anders: Ja, die skandinavischen Länder werden in der Tat bei stark unterschiedlichen Voraussetzungen mit Deutschland zu unrecht als "Wunderknaben" hingestellt! Sie sollten die namhaften Studien einmal überprüfen! Finnland hat eine extreme Quote von Migranten. Hätte Deutschland dieselbe, könnte man Vergleiche eher anstellen. So ist es absoluter Unsinn!
Ich schließe mich auch der Kritik des Tagfahrlichtes an, da ich auch heute als Fahrer ständig selbst entscheiden kann, ob ich Licht für geboten halte oder nicht. Gibt es jedoch die Vorschrift, stellen sich welche Vorteile ein?
Als Radfahrer merke ich am laufenden Band, dass weder Licht noch Neonfarben mich schützen vor der Taubheit der Autofahrer/Motorradfahrer. Lediglich die Einstellung, jegliche Gefährdung für mich auszuschließen, rettet mich täglich.
Skandinavien hat im übrigen auch mehr Wald als Deutschland.
Dort mag es berechtigt sein, besonders bei kürzeren Tagen und längeren Dämmerzeiten.
Die Milliarden Liter Sprit, die so für zweifelhafte Sicherheit verbrannt werden, schaden mit Sicherheit dem Klima. Das ist allein sicher.

Ich glaube es einfach nicht! Hier wird sowohl mit nicht zusammen gehörenden Zahlen und sogenannten Fakten als auch unbewiesenen Annahmen argumentiert! Wie wäre es, wenn sich der Herr Autor und andere Schreibtischtäter mal in ein Auto oder auf ein Motorrad setzen würden???
Ich bin bei einer Jahresfahrleistung von um die 60.000km jedes Jahr mehrmals akut und nur auf Grund einer eher vorsichtigen Fahrweise ein paar dutzend Mal nicht gefährdet gewesen, weil mir entgegenkommende Fahrzeuge auf Landes- und Bundesstraße bei schlechter Sicht (dazu zählt übrigens im Sommer auf gleißender Sonnenschein mit harten Licht-/Schattenkonturen) ohne Beleuchtung nahezu unsichtbar bei Überholmanövern entgegen kamen. Gleiches ist mir in Österreich weder 2006 noch 2007 passiert!
Ich bin absolut sicher, dass ein Großteil der Überholunfälle auf Landstraßen durch Einschalten der Beleuchtung abgewendet werden könnte. In Städten sieht das sicher anders aus, aber bei der städtischen "Lichtverschutzung" tragen Autos mit oder ohne Licht wohl nur schwerlich irgendwelche Schuld.
Ein Mehrverbrauch von 0,2L/100km ist zusätzlicher geistiger Dünnpfiff, oder gehört der Autor etwas auch zu den Mitmenschen, die mit Nebel- und Fernlicht die Mitmenschen terrosieren?

Was man von der Einstellung in Österreich hält, kann jedem selber überlassen werden.
Persönlich meide ich dieses Land, seit dort Beschilderung vorgenommen werden, die den dt. Autofahrer bewußt (!) in die Irre und damit Kostenfalle locken. Deren Kontrollorgane sind hinter des Autofahrers Geld her, wie der Teufel hinter der unschuldigen Seele. Entweder ich fahre mit Abblendlicht oder Tagfahrlicht, oder eben nicht. Aber das eine wieder abzuschaffen, um es durch das andere auszugleichen ....?
Wenn der dt. Autofahrer ohne Abblendlicht fährt und damit den Verbrauch um Milliarden Liter reduziert wird hier die Preiselastizität dazu führen, dass aufgrund des Gewinnstrebens der Konzerne der Minderverbrauch durch einen höheren Preis ausgeglichen wird.
Konsequent hingegen wäre Sigmar Gabriel, wenn er ein Tempolimit, wie in ALLEN anderen Ländern auf der Welt, einführte und gleichzeitig ein TaglichtVERBOT (mit entsprechenden finanziellen Repressalien) erließe.
Interessieren würde mich, wann jemand einmal auf die Idee kommt, zu untersuchen, was eine konsequente grüne Welle in dt. Kommunen an Einsparungen, Minderverbräuchen, -ausstößen und Zeit- wie Nervengewinnen brächte.
Der praktische Nutzen wäre unbestreitbar.

solche feinen Detailsaus ihnen herauslesen zu können.
Fakt ist jedenfalls, dass man - gerade in der Dämmerung und schlechten Lichtverhältnissen - deutlich besser gesehen wird, wenn man Licht an hat. Umgekehrt wird man z.T. dramatisch schlechter gesehen, wenn man selbst kein Licht anhat, aber alle vor und hinter einem.
Darum fahre ich immer mit Licht.
In der Tat kann es gut sein, dass, wenn alle Autos immer mit Licht unterwegs sind, Fußgänger, Radfahrer etc. nicht mehr so gut gesehen werden. Dies spricht tendenziell dafür, die Autoslicht-technisch etwas abzurüsten und die anderen "aufzurüsten".

und das allein in Deutschland!
Natürlich sind darin viele Parlamentarier und Regierungsmitglieder eingeschlossen. Daher ist es vielleicht so schwer, der Forschung zur Verkehrssicherheit Raum und Mittel zu verschaffen, die in einem adäquaten Verhältnis dazu stehen, dass 10 bis 15 Prozent des BIP in den Verkehr fliessen.
Geschwindigkeitsbegrenzung, Tagfahrlicht, und viele anderen Fragen werden nicht auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage, sondern auf der Grundlage der durch Eigeninteresse motivierten Meinungen diskutiert. Fast alle Autofahrer halten sich für überdurchschnittlich gut, und falsch verhalten sich immer die anderen (für die Verbreitung dieser Meinung gibt es genug Belege).
Also: Mehr und bessere Forschung für den Verkehr, nicht nur für Autos muss her. Ziel: Sicherheit, Komfort, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Rasen als Prinzip für alle bringt´s in der Zukunft nicht mehr!

Bei Fahrten auf Landstraßen ist das Tagfahrlicht angebracht. Man sieht den Gegenverkehr früher. Erst recht jetzt und bei grauen Fahrzeugen. In der Stadt könnte man darauf verzichten. Ich habe es in Österreich als sehr angenehm empfunden, wenn die Autos Licht anhatten.

Herr Hans W.Mayer ist ein glücklicher Zeitgenosse. Er muss offenbar niemals im Morgengrauen, in der Abenddämmerung oder bei Regen aus dem Haus. Sonst würde er die Situationen kennen, wie es ist, wenn sich auf der Vorfahrtstrasse die vermeintliche Lücke zum Einfädeln als ein Geheimagent ohne Licht entpuppt...
Oder schon mal Motorrad gefahren bei Regen, Herr Mayer? Da wären Sie für jedes noch so kleine Funzel dankbar, was Ihnen hilft, ein Fahrzeug rechtzeitig zu erkennen, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung sicher einzuschätzen. Schon mal durch den Wald gefahren, Herr M? Gerade bei starkem Sonnenschein ist der Kontrast Hell/Dunkel bei Walddurchfahrten extrem stark. Hier hilft Licht auch am Tage enorm, Fahrzeuge überhaupt zu erkennen.
Da das richtige Einschätzen dieser Situationen dem Durchschnittsfahrer offenbar nicht zumutbar ist (Licht an oder aus), wird oft über gesetzliche Vorgaben und technische Hilfsmittel nachgedacht. Das kennen wir schon: keine Kreuzung ohne Ampel. Bloß nicht nachdenken müssen beim Fahren....

... wurde für Motorräder die Pflicht eingeführt, das auch am Tag mit Licht gefahren werden muß. Dieses Gesetz war mal ein vernünftiges und zeigte auch im Rückgang der Unfallzahlen eine Wirkung.
Wenn dann auch die PKW's am Tag mit Licht fahren werden Motorräder und deren Fahrer wohl wieder öfters übersehen, ergibt dann wieder mehr Unfälle mit Motorrädern.
Wieder mal ein neues Gesetz für die Mülltonne.
Ein Ex-Motorradfahrer

Deutschland hat auch einen Sonderstatus, den ich nicht verstehen kann. Nachdem unsere Bevölkerung nun wegen der demografischen Situation zunehmend über schlechter sehende, ältere Menschen verfügen wird, sollte man sich einmal daran machen und eine regelmässige Sehkontrolle verfügen - die im Interesse aller Verkehrsteilnehmer wäre.
Ich kenne einige private Fälle, wo schwere Unfälle nur durch glückliche Umstände nicht geschahen, da der Fahrer / -in starke Sehbehinderungen hatte und die Eigenverantwortung fehlen liess.
Weiter kommt hinzu, dass die meisten Autos und ihre Innnenbeleuchtung von Ergonometrie in Bezug auf Ausleuchtung/ Lichttechnik noch nie etwas erfahren haben. Das trägt auch zur Sicherheit bei - so der Designer es zulässt. So z.B. bei nicht ohne Lesebrille einstellbaren oder ablesbaren Radios.
Dann gibt es noch den Menschen, der weiss, dass er eine Lichtautomatik in seinem Fahrzeug hat - auf die verlässt er sich blind - denn man hat sie ja - ob sie nun sinnvoll schaltet oder nicht.
... und in manchen Fällen wäre auch noch ein bisschen Hirn und Mitdenken angebracht, was auch bei manchen Gesetzen zu vermissen ist.

Es hätte so schön werden können, wenn nicht jeder irgendwo was besser wüsste.
Wenn man allein die europ. Tagfahrlichtregeln mit den nationalen vergleicht, kann einem schon schwindlig werden vor lauter nicht harmonierenden Regeln.
Wenn man dann sieht, dass allein AUDI eine Ausnahmeregel hat, um mit gedimmten Fernscheinwerfern als Tagfahrlicht zu fahren und andere Fahrzeuge, die ähnlich ausgestattet sind, lt. TüV nicht dürfen, dann fragt man sich schon wo all das hinführen soll.
Der Autor regt sich über den Kraftstoffmehrverbrauch auf - für Tempo 130 hat sich bei der FAZ noch niemand stark gemacht.
Ich gebe dem Autor darin recht, dass nicht in allen Fällen Tagfahrlicht Sinn macht. Aber auch auf sommerlichen Strassen in bewaldeten Gebieten kann Tagfahrlicht übermütige Jungfahrer vor dem riskanten Ueberholen warnen oder evtl. abhalten, wo er sonst vielleicht ein dunkles Fahrzeug garnicht erkennt.
Schlimm ist meiner Ansicht nach ein nationales Verhalten in Punkto Verkehrssicherheit z.B. in Ländern, wo auch abends das Fahren mit Standlicht erlaubt ist - die Fahrer aus solchen Gegenden haben meist überhaupt kein Gefühl inwieweit sie, bei welchen Verhältnissen auch immer, von anderen wahrgenommen werden können.

"Vor so viel Einsicht sollte man den Hut ziehen."
Wenn nur die vielen Huttraeger im Strassenverkehr mal zu der Einsicht gelangen wuerden, dass es keine gute Idee ist, bei Nebel und Daemmerung ohne Licht im grauen Auto durch die Gegend zu fahren - dann wuerde es die Taglichtdebatte gar nicht geben.

Tagfahrlicht erhöht die passive Verkehrssicherheit, wenn es an allen Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Das Einschalten des Lichts wird bei Tunneldurchfahrten, bei einsetzender Dunkelheit, Nebel, starkem Regen/Schneefall nicht mehr vergessen. Der Griff zum Blinkerhebel ist hier bei uns im Land ist schon ein Dilemma, mal ganz zu schweigen vom Lichtschalter. Das wird dem unkonzentriert Vergesslichen beim Tagfahrlicht nun wahrscheinlich in Zukunft abgenommen und – DIE WERDEN DANN VON ANDEREN RECHTZEITIG GESEHEN. Den genannten Mehrverbrauch des Tagfahrlichts kann man so nicht akzeptieren. Die ist um eine Kommastelle zu weit links. Es müsste 0,02 Liter je 100km heißen und dieser „Verbrauch“ ist angesichts der für die Mechanik des Autos beim Fahren abgerufenen Leistung vernachlässigbar. Beweis: Angenommen ein Auto verbraucht 8 Liter/100km. Die durchschnittlich abgerufene Leistung für das Bewegen sei etwa 40kW bei normaler Fahrweise, völlig unabhängig von der Maximalleistung des Motors. Die Lichtanlage verbraucht etwa 100 Watt bei Xenon- bei Halogenlicht etwa 140 Watt. Das sind 0,25% bei Xenon- und 0,35% bei Halogenlicht Leistungsanteile am Verbrauch. Das entspricht einem Spritanteil von 0,02 Liter Xenon- und 0,028 Liter bei Halogenlicht.

Dieser Artikel hätte m.E. mehr Resonanz verdient. Seit Jahren tendiert die öffentliche Meinung immer mehr zum Tagfahrlicht ohne dass die Gegenargumente ausreichend zur Sprache kommen. Insbesondere der Verbrauchsaspekt kommt dabei zu kurz. Wie ich selbst einmal im Urlaub feststellen konnte, beeinflusst die Pflicht mit Tagfahrlicht zu fahren den Benzinverbrauch durchaus nennenswert.
Das mögen im Einzelfall nur ein paar Liter im Jahr sein, aber was bedeutet das hochgerechnet auf Millionen von Autos? Wem die Verkehrssicherheit am Herzen liegt der wird sicherlich bessere Möglichkeiten finden diese zu erhöhen. Beispielsweise ein Tempolimit auf Autobahnen.
Wenn Neuwagen serienmässig mit einer energiesparenden LED Beleuchtung auf den Markt kommen ist das sicherlich kein Fehler. Solche Systeme sind sowohl von der Lebensdauer als auch vom Energieverbrauch vorbildlich.

Was soll eigentlich die gehässige Bemerkung zu den "erleuchteten Musterknaben" in Skandinavien? Deren Tempolimits sind wohl auch nur Schwachsinn? Und deren Schulsystem auch? Usw. Usw. Ach, wie froh können wir sein, dass hier in Deutschland alles so toll geregelt ist!!! ;-[
Wissen Sie, Herr Mayer, was hier in Deutschland vorherrrrrrrrscht? Die Kombination Dummheit und Stolz - Ignoranz und Arroganz!
Die meine Bemerkungen sind unabhängig von eventuellen tatsächlichen wissenschaftlichen und statistischen Ergebnissen. Es geht mir nur darum, wie hier in Deutschland wieder mal und immer wieder andere Nationen lächerlich gemacht werden.
Mit zornigem Gruß,
Peter Anders