“Spaß am Auto zu haben ist politisch absolut korrekt“

Daimler-Chef Zetsche im Interview

„Wir planen für 2010 einen Elektro-Mercedes“

In der grünen Offensive von Daimler will Vorstandschef Dieter Zetsche den Faktor Fahrspaß nicht vernachlässigen. Dennoch sollen die Fahrzeuge mit dem Stern umweltbewusster werden - und einige schon vom Jahr 2010 an nur mit Strom fahren.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Juni 2008 09:41

Im Jahre 2010

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

wird vieles anders sein als heute. Bei steigendem Kraftstoffpreis werden die großvolumigen PKW's gar nicht mehr bezahlbar sein für die Masse der Mittelständler. Auch Elektroautos im Tonnenbereich Gewichtsklasse werden dann nicht mehr "in" sein. Wir werden wieder aufs Fahrrad und Elektroroller umsteigen müssen. Und die Brötchen holen wir wieder zu Fuß. Small is beautiful.

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23. Juni 2008 20:32

Effizienz von Elektroantrieben

Jens Schacherl (Skarrin)

Im realen Fahrbetrieb hat ein Explosions einen Wirkungsgrad von gerade mal 15-20% (Zapfsäule->Rad), ein Elektroantrieb dagegen von über 70% (Steckdose->Rad). Außerdem sind E-Fahrzeuge selbst mit Kohlestrom betrieben noch sauberer, denn die Emissionen aus einem Schornstein lassen sich viel besser kontrollieren und filtern als die aus 100.000 Auspuffrohren. Ein Elektroauto, mit dem deutschen Strommix (520g CO2/kWh) geladen, produziert auch weniger CO2 als ein vergleichbares Benzinmodell, wer mag kann es z.B. anhand des Renault Twingo elettrica (16,5kWh/100km) selbst nachrechnen. Mein Elektroroller verbraucht 5kWh/100km und ich fahre damit täglich 60km zur Arbeit und zurück. Wer kann mir vorrechnen, dass ich ineffizienter und teurer fahre als mit einem Stinkerroller der 2-3l/100km schluckt? Vom Fahrspaß ganz zu schweigen, besonders an Tankstellen vorbei ;-) Daimlers Ankündigungen halte ich aber für reine Propaganda, die hatten schon 1997 die Elektro-A-Klasse serienreif (http://uppit.com/QIQ27F) aber können und wollen heute genau so wenig ein Elektroauto produzieren wie damals. Wetten, dass es dann 2010 wieder heißt "Die Akkutechnik ist leeiiiider doch noch nicht soweit!"?

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23. Juni 2008 07:01

die wollen alle nur unser Bestes !

Stefan Glöckner (Bellringer)

die wollen alle nur unser Bestes ....... und zwar den Inhalt unserer Geldbörse!

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23. Juni 2008 03:52

welchen Vorteil bietet der elektrische Antrieb?

Uwe Weber (uwe_a_weber)

Einer der Kommentatoren schrieb bereits, dass der Elektroantrieb im Hinblick auf die CO2 Emissionen nur Sinn mache, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Ansonsten: 1) Wandlungsverluste fossile Energie - Strom 2) Transportv. 3) Wandlungsv..Strom - chemische Energie (Batterie laden) 4) Wandlungsv. chem. E. - Strom (entladen) 5) Wandlungsv. elektr. - mech. Energie Vielleicht rechnet das mal einer der Kommentatoren durch. Ich befürchte, dass - falls nach CO2 Emission besteuer wird - Elektrofahrzeuge sehr hoch besteuert werden müssten. Kostenvorteile?: Strom ist die teuerste Energieform: mit etwa 10 KWh pro liter Benzin kostet das Stromequivalent heute schon rund 1,6 Euro - unter Berücksichtigung der Wirkungsgrade Ottomotors (rund 30%)/ Batterie (80%), Elektromotors (80%) liegt der geschätzte Vergleichspreis für die Fahrleistung aus 1 l Benzin (0.6 Euro) in der Groessenordnung von 0.75 Euro. Dies ohne Mineraloelsteuer, diese beträgt z. Zt. <70%. Es wird doch niemand ernsthaft glauben, dass unser Staat sich das Mineraloelst. Aufkommen entgehen lässt, oder? Warum also Elektrofahrzeuge anstatt einfacher, leichter, verbrauchsoptimierter PKW? Elektroautos fahren mit Kohle- & Atomstrom ...

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21. Juni 2008 20:54

H20?

Hannes Müller (mylly)

Mich interessiert, wie ein Antrieb der Zukunft aussieht, wenn Daimler in H20 investiert. Jedes Auto hat am Dach ein Pumpspeicherkraftwerk (mit eigenem mobilen Stausee), und damit wird der Elektromotor angetrieben? Von reinen Elektroautos habe ich zwar schon seit vielen Jahren gelesen, allerdings gibt es sie bis jetzt nur in homöopathischen Dosen. Wenn Daimler 2010 in diesen Markt einsteigt, ist das sehr begrüßenwert. Wer Elektrofahrzeuge mit der Begründung, dass der Strom in umweltschädlichen Kraftwerken erzeugt wird, ablehnt, dem möchte ich nur antworten, dass der vielgepriesene Wasserstoffantrieb (egal ob Brennstoffzelle oder Verbrennungsmotor) das gleiche Problem hat. Mit einer Flasche Mineralwasser kann man höchstens Radrennfahrer betreiben, aber keine motorisierten Fahrzeuge.

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21. Juni 2008 12:53

Wer schläft hier?

Peter Weber (p_web)

Diese ewigen Argumente, dass die technische Entwicklung bei Daimler geschlafen hat ist schlicht Unsinn. Die Hybrid Technik exisitiert seit 1898. Antriebskonzepte wurden immer wieder diskutiert und Mercedes stand in den 70er Jahren anscheinend kurz vor der Einführung - nur wurde das Projekt aus Effizienzgründen eingestellt. Das ein effizienter Diesel einem Hybrid zur Zeit im normalen Gebrauch überlegen ist, interessiert die Käuferklientel sowieso nicht. Zweitens ist Daimler Pionier bei der Entwicklung von Brennstoffzellen, die ersten Testfahrzeuge liegen schon über ein Jahrzehnt zurück. Zur Zeit kann man solche Autos vielleicht in Kalifornien absetzen, aber hier? Wenn einer geschlafen hat, dann die Marketingabteilung, die die Nachfrage nach Ökoautos unterschätzt hat. Aber wer erwartet denn, dass eine Firma mit ihren Marktprognosen immer richtig liegt und perfekt reagiert. Was Daimler jetzt macht ist wichtig.

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21. Juni 2008 11:46

DaimlerChrysler?

Hannes Müller (mylly)

Ich finde es schon erstaunlich, überhaupt jemanden aus dem Unternehmen DaimlerChrysler sprechen zu hören, das ist ungefähr gleich wahrscheinlich, wie einem lebenden Dinosaurier zu begegnen.

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21. Juni 2008 10:45

Fakt ist daß

EroY Cibil (Lysandus)

die Japaner diese Technologie schon seit 5 Jahren oder länger haben, und Mercedes & Co geschlafen hat und jetzt mit Hilfe von 5 anderen Firmen, know-how erst in 2010(?) kriegt. Herr Zetsche kann mir natürlich auch andere schöne Geschichten erzählen..

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21. Juni 2008 10:15

Und was ist mit den Stromkosten

Helmut von Birken (schmitt1478)

Sehr lustig Hr. Zetsche, und wer soll mir das Aufladen des Elektro=Mercedes bezahlen... das sind doch wieder nur Kosten, wie waehre es doch mal mehr in ein H2O zu investieren. Wie es schon wieder die Japaner uns vormachen... he he he

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21. Juni 2008 09:03

Aua

Harry Hain (zx10)

Die erste Frage:" ...politisch korrekt ist..." läßt mich vom weiteren Lesen dieses Interviews abwenden. Früher war es die Partei mit dem regierungstreuen Medium, die das "korrekte" Denken vorschrieb. Heute sind es die weitgehend gleichgetakten Parteien und Medien die das "konforme" Denken vorschreiben. Widerlich. Vor allem im Gegensatz zum heutigen hervorragenden Artikel der Print-FAZ mit dem Jenaer Aufruf zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft. Mag sein, daß die Interviewtechnik so sein muß, aber ich kann dem "politisch Korrekten" nichts, aber auch rein gar nichts abgewinnen, da es ein gleichgerichtetes kollektivistisches Denken etabliert. Wer anders denkt kommt ins politische Fegefeuer.

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20. Juni 2008 19:38

Wirklich erstaunlich ...

Martin Lohmann (marloh65)

... und faszinierend finde ich an der Firma DaimlerChrysler eigentlich nur, daß es vollkommen egal ist, wer von den offiziellen Öffentlichkeitsarbeit leistenden Mitarbeitern spricht. Es hört sich immer an wie die gleiche Person! - Note 1 für Corporate Identity!

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