Heute, am zweihundertfünfzigsten Geburtstag des Klassikers, wird in Marbach das Schiller-Nationalmuseum neu eröffnet. Die aktuelle Dauerausstellung setzt auf die Aura des Originals und die Ausdauer der Besucher. Von Hubert Spiegel
Spezial Wer wird er heute sein? Hans Magnus Enzensberger, eine der beweglichsten intellektuellen Instanzen der Republik, erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen. Heute wird er achtzig Jahre alt. Von Felicitas von Lovenberg
Zwei Franzosen weben aus hunderten Gesprächen zum 9. November einen Geschichtsbericht zum Mitfiebern. Zwei Amerikaner wissen, was zählt, wenn Schiffe sinken oder Hochhäuser fallen. Außerdem in den Sachbüchern der Woche: Der Pommersche Kunstschrank.
War Frank Thiess ein bedeutender Autor? Gibt es außer Dieter Wellershoff noch andere Schriftsteller, die zuvor Lektoren waren? Und sollte man nicht große Romane in Kurzfassungen herausgeben? Marcel Reich-Ranicki antwortet.
Bild für Bild Louis Auchincloss erzählt ein abgründig modernes Märchen vom Aufstieg einer Alphafrau. Ein Wiedersehen gibt es mit Schiller, der in Kürze 250. Geburtstag feiert. Außerdem in den Romanen der Woche: Union Atlantic, Adam Hasletts Buch zur Bankenkrise.
Sein Name ist Chin, Denny Chin: Am Montag soll er in New York über das Google Book Settlement urteilen. Der Richter, der schon im Fall Madoff Recht sprach, gilt als Mann für die schwierigen Fälle und ist einer der kommenden amerikanischen Justiz-Stars. Von Jordan Mejias, New York
Sie schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: Marcel Reich-Ranicki über Mascha Kaléko, die Lyrikerin der Neuen Sachlichkeit, die man oft entdecken muss, weil sie immer wieder in Vergessenheit gerät.
In der Woche, in der Adam Haslett seinen Roman Union Atlantic beendete, kollabierte in New York die Lehman-Brothers-Bank. Fünf Jahre hatte der amerikanische Autor für seinen prophetisch wirkenden Roman recherchiert. Einführung und erste Folge unserer vorabexklusiven F.A.Z.-Leseprobe. Von Sandra Kegel
Warum es in Rumänien heute nahezu unmöglich ist, Schriftsteller zu sein: Der 1956 in Bukarest geborene Mircea Cartarescu über Gegenwart und Vergangenheit seines Landes und die Vorbildfunktion von Nobelpreisträgerin Herta Müller.
Die Urbegegnung mit Literatur, ob in der Schule oder anderswo, ist kein Luxus, sondern sie hält Antworten bereit auf die brennende Frage, wie man wurde, was man ist: Die Deutsche Akademie verleiht ihre Preise. Von Felicitas von Lovenberg
Rückblick auf ein Büchermassaker: Weil sie in der alten Rechtschreibung gedruckt waren, sind wahrscheinlich Millionen Bände aus den Schulbibliotheken vernichtet worden. Ein unnötiger Verlust, verursacht durch den Rechtschreibreformwahn. Von Theodor Ickler
Thomas von Steinaecker lässt einen Träumer von schlichtem Gemüt nach Afrika auswandern. Orhan Pamuk schickt drei verschlossene Enkel zum Haus ihrer uralten Großmutter. Und Isolde Ohlbaum geht mit Dichtern auf Gruppenreise. Viel Bewegung in den Romanen der Woche.
Bild für Bild Ein Nobelpreisträger mit einem wertgesättigten Gerechtigkeitsbegriff trifft einen Seelenklempner, der eine Philosophie des Durchwurstelns entwirft. Gemeinsam begleiten sie eine Historikerin auf den Wegen und Irrwegen der Wissenschaft der letzten viertausend Jahre: Die Sachbücher der Woche.
Lässt sich Rilkes verrätselte Grabinschrift deuten, hat die deutsche Literatur keine klassischen Liebespaare zu bieten, rührt der Dichter ans Göttliche? Antworten von Marcel Reich-Ranicki.
Die Nobelpreisträgerin Herta Müller bewahrt ihre Securitate-Akte nicht in ihrer eigenen Wohnung auf. Sie liegt bei dem Schriftsteller Richard Wagner, ihrem ehemaligen Mann, mit dem zusammen sie 1987 Ceauescus Terrorherrschaft entkam. Von Hubert Spiegel
Es geht um Liebe. Zwischen Uwe Johnson und Hans-Magnus Enzensberger. Es geht um die strapazierfähige Ehe einer Kolumnistin und Paarbildung unter Viktorianern, hinreißend bösartig kommentiert von Henry James. Die Romane der Woche.
Jetzt freigegebene Akten schaffen Gewissheit: Fast zwei Jahrzehnte lang wurde Gabriel García Márquez vom mexikanischen Geheimdienst bespitzelt. Der Verdacht? Revolutionäre Umtriebe. Besondere Nervosität lösten die engen Beziehungen des Schriftstellers zu François Mitterrand aus. Von Paul Ingendaay, Madrid
Bild für Bild Ein neuer Bildband befreit Caravaggios Leben von den angehäuften Mythen, erstmals publizierte Aquarelle machen ein Vogelbuch zum Ereignis. Außerdem in den Sachbüchern der Woche: Günter Wallraffs neue Undercover-Recherchen und eine Geschichte des Westens für Kulturbanausen.
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