Abschied von Suhrkamp: Joachim Unseld

Eine Zäsur

Suhrkamp ohne Unseld

Nach mehr als dreißig Jahren trennt sich Joachim Unseld jetzt von seinen Suhrkamp-Anteilen: Für den Verlag ist dieser Schritt die größte Zäsur seit dem Tod von Siegfried Unseld. Ein Königsdrama scheint seinem Ende entgegenzusteuern. Von Felicitas von Lovenberg

Der Rechtsbruch dauert an: Google digitalisiert weiter ohne Genehmigung

Neuer Google-Buchvergleich

Europa kann den Spieß umdrehen

Der neue Google-Vergleich ändert nichts am Geschäftsmodell des Rechtsbruchs. Digitalisierung ohne Zustimmung der Urheber muss unter Strafe gestellt werden. Ein Plädoyer des Juristen Burkhard Hess.

F.A.Z.-Romane der Woche

Zwischen Herrgott und Hühnerei

Scharfsichtig schildert Eva Menasse Neurotiker und andere Wiener Würstchen, Heinrich Detering lässt in seinen Gedichten Chuck Berry zu Rilke rocken. Außerdem in den Romanen der Woche: der spätmoderne Krisensehnsüchtler Botho Strauß.

Hat seine Anteile an Suhrkamp veräußert: Verleger Joachim Unseld

Vor Umzug nach Berlin

Joachim Unseld steigt bei Suhrkamp aus

Die juristischen Konflikte zwischen den Gesellschaftern des Suhrkamp-Verlags sind beendet: Der bisherige Mitgesellschafter Joachim Unseld, dem bislang 20 Prozent des Verlages gehörten, hat seine Anteile verkauft. Damit steht einem Umzug nach Berlin nichts mehr im Wege. Von Michael Hierholzer

F.A.Z.-Sachbücher der Woche

Der Imperator im Hamsterrad

Bild für Bild Ohne Helden zeigt eine Caesar-Biographie das politische System Roms als Hamsterrad. Kunst und Denken der Frührenaissance wirbelten im „Jetzt-Rausch“. Und wenn Hunde lesen könnten, würden auch sie sich pudelwohl fühlen - mit den Sachbüchern der Woche.

In der Generationenkette: Inger-Maria Mahlke und Matthias Senkel

Open mike in Berlin

Nicht ohne meinen Großvater

Wenn das Handy sinnlos klingelt: Beim Berliner Festival Open mike, das als wichtigste Talentschmiede für den literarischen Nachwuchs gilt, zeigte sich selbiger in diesem Jahr auffällig intensiv mit der Ahnenforschung befasst. Von Wolfgang Schneider

Erzählt von einer Desillusion: Autorin Katharina Hacker

Katharina Hacker und Suhrkamp

Chronik einer Zerrüttung

Die Freiheit steckt im Weißraum: Mit dem Erscheinen ihres neuen Romans beendet Katharina Hacker die Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag. Das Haus hat ihre Wünsche missachtet. Von Felicitas von Lovenberg

Einstmals Lektor: Dieter Wellershoff

Fragen Sie Reich-Ranicki

Bitte erbarmen Sie sich meiner

War Frank Thiess ein bedeutender Autor? Gibt es außer Dieter Wellershoff noch andere Schriftsteller, die zuvor Lektoren waren? Und sollte man nicht große Romane in Kurzfassungen herausgeben? Marcel Reich-Ranicki antwortet.

„Dies ungeheure Haus den Freunden aufgethan”: Blick in die neue Marbacher Dauerausstellung

250 Jahre Schiller

Das Lied von der Socke

Heute, am zweihundertfünfzigsten Geburtstag des Klassikers, wird in Marbach das Schiller-Nationalmuseum neu eröffnet. Die aktuelle Dauerausstellung setzt auf die Aura des Originals und die Ausdauer der Besucher. Von Hubert Spiegel

Hans Magnus Enzensberger, geboren am 11. November 1929

Enzensberger zum Achtzigsten

Überschaum und Maß

Spezial Wer wird er heute sein? Hans Magnus Enzensberger, eine der beweglichsten intellektuellen Instanzen der Republik, erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen. Heute wird er achtzig Jahre alt. Von Felicitas von Lovenberg

F.A.Z.-Romane der Woche

Liebe ist für die Armen

Bild für Bild Louis Auchincloss erzählt ein abgründig modernes Märchen vom Aufstieg einer Alphafrau. Ein Wiedersehen gibt es mit Schiller, der in Kürze 250. Geburtstag feiert. Außerdem in den Romanen der Woche: „Union Atlantic“, Adam Hasletts Buch zur Bankenkrise.

Kühle Verhandlungsführung: Madoff vor seinem Richter: Denny Chin

Google Book Settlement

Einschüchterungsversuche zwecklos

Sein Name ist Chin, Denny Chin: Am Montag soll er in New York über das Google Book Settlement urteilen. Der Richter, der schon im Fall Madoff Recht sprach, gilt als Mann für die schwierigen Fälle und ist einer der kommenden amerikanischen Justiz-Stars. Von Jordan Mejias, New York

Verband aufs natürlichste trockene Sentimentalität mit zynischer Ernüchterung: die Lyrikern Mascha Kaléko

Fragen Sie Reich-Ranicki

Liebe als Notlösung

Sie schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: Marcel Reich-Ranicki über Mascha Kaléko, die Lyrikerin der Neuen Sachlichkeit, die man oft entdecken muss, weil sie immer wieder in Vergessenheit gerät.

F.A.Z.-Leseprobe: Einführung

Adam Hasletts Roman „Union Atlantic“

In der Woche, in der Adam Haslett seinen Roman „Union Atlantic“ beendete, kollabierte in New York die Lehman-Brothers-Bank. Fünf Jahre hatte der amerikanische Autor für seinen prophetisch wirkenden Roman recherchiert. Einführung und erste Folge unserer vorabexklusiven F.A.Z.-Leseprobe. Von Sandra Kegel

“Das Regime wollte die Persönlichkeit des Schriftstellers zerstören“: Mircea Cartarescu

Im Gespräch: Mircea Cartarescu

Das Regime hat mir meine Jugend gestohlen

Warum es in Rumänien heute nahezu unmöglich ist, Schriftsteller zu sein: Der 1956 in Bukarest geborene Mircea Cartarescu über Gegenwart und Vergangenheit seines Landes und die Vorbildfunktion von Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Selten leuchtete die Akademie heller als im Licht der Preisträger dieses Jahres: Walter Kappacher nahm den Büchner-Preis entgegen

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Man wird, was man liest

Die Urbegegnung mit Literatur, ob in der Schule oder anderswo, ist kein Luxus, sondern sie hält Antworten bereit auf die brennende Frage, wie man wurde, was man ist: Die Deutsche Akademie verleiht ihre Preise. Von Felicitas von Lovenberg

Welche Bücher sind jungen Lesern zumutbar?

Rechtschreibreform

Ausgemistet, aussortiert, exiliert

Rückblick auf ein Büchermassaker: Weil sie in der alten Rechtschreibung gedruckt waren, sind wahrscheinlich Millionen Bände aus den Schulbibliotheken vernichtet worden. Ein unnötiger Verlust, verursacht durch den Rechtschreibreformwahn. Von Theodor Ickler

F.A.Z.-Romane der Woche

Von Küste zu Küste

Thomas von Steinaecker lässt einen Träumer von schlichtem Gemüt nach Afrika auswandern. Orhan Pamuk schickt drei verschlossene Enkel zum Haus ihrer uralten Großmutter. Und Isolde Ohlbaum geht mit Dichtern auf Gruppenreise. Viel Bewegung in den Romanen der Woche.

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