So einfach ist es nicht: Ministerpräsident Koch und Preisträger Kermani bei der Verleihung des hessischen Kulturpreises

Hessischer Kulturpreis

Preisabschlag für Kermani

Im Skandal um den Kulturpreis beharrt Hessens Ministerpräsident Koch auch nach gütlicher Beilegung des Streits und bei der Preisverleihung darauf, formal und inhaltlich alles richtig gemacht zu haben. Eine Verstiegenheit zur Tarnung von Taktlosigkeit. Von Patrick Bahners

F.A.Z.-Sachbücher der Woche

Ich bin ein Erschütterer der Welten

Bild für Bild Eine große Biographie gibt ein lebendiges Bild des „Vaters der Atombombe“. Die Evolutionsmedizin erklärt die Nachteile der Sauberkeit. Und ein Klassiker über Soul-Musik erscheint endlich auf Deutsch. Die Sachbücher der Woche.

Josef Hader in “Der Knochenmann“ von Wolf Haas

Kriminalistische Literatur

Hat der Autor ein Motiv?

Wer die Welt nur aus dem Fernsehen oder dem Kriminalroman kennt, müsste glauben, unser Gemeinwesen werde vom Verbrechen regiert. Was aber bereitet uns daran so großes Vergnügen? Wie Friedrich Ani, Wolf Haas und Heinrich Steinfest die Unterhaltungsliteratur transzendieren. Von Richard Kämmerlings

Irrweg eines Ironikers: Thomas Mann

Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“

Auf dem verlassenen Schlachtfeld

Es ist das Buch, über das auch Thomas-Mann-Freunde betreten schweigen. Jetzt erscheinen die „Betrachtungen eines Unpolitischen“ in der kommentierten Ausgabe von Hermann Kurzke - und können völlig neu gelesen werden. Von Volker Weidermann

Findet Fotos von Schriftstellern eigentlich überflüssig: Die englische Autorin Zadie Smith

Schriftstellerin Zadie Smith

Wir haben Erstaunliches zu erwarten

Die englische Bestsellerautorin Zadie Smith über die Herausforderung, als Schriftstellerin Kinder zu haben, ohne wahnsinnig zu werden, das Grauen in Kaufhäusern für Babybekleidung und Feminismus ohne Wut.

Googles Digitalisierungspläne riefen Proteste der Buchbranche hervor

Google-Buch-Vergleich

Warten auf den 18. Februar 2010

Das amerikanische Gerichtsverfahren zum Google Book Settlement steht vor seinem Abschluss. Der zuständige Richter hat die Neufassung des Vergleichs vorläufig angenommen und einen Termin für die entscheidende Anhörung angesetzt.

Arnold Stadler bei der Verleihung des Kleist-Preises im Berliner Ensemble

Kleist-Preis für Arnold Stadler

Wer sagt, dass der Dichter gescheitert ist?

Seinen Größenwahn zieht er aus der Innigkeit und betrachtet noch einen Tierfilm auf TV Today unter dem Standpunkt der Ewigkeit. Arnold Stadler dankt in einer brillanten Rede für die Verleihung des Kleist-Preises. Von Ingeborg Harms

Abschied von Suhrkamp: Joachim Unseld

Eine Zäsur

Suhrkamp ohne Unseld

Nach mehr als dreißig Jahren trennt sich Joachim Unseld jetzt von seinen Suhrkamp-Anteilen: Für den Verlag ist dieser Schritt die größte Zäsur seit dem Tod von Siegfried Unseld. Ein Königsdrama scheint seinem Ende entgegenzusteuern. Von Felicitas von Lovenberg

Der Rechtsbruch dauert an: Google digitalisiert weiter ohne Genehmigung

Neuer Google-Buchvergleich

Europa kann den Spieß umdrehen

Der neue Google-Vergleich ändert nichts am Geschäftsmodell des Rechtsbruchs. Digitalisierung ohne Zustimmung der Urheber muss unter Strafe gestellt werden. Ein Plädoyer des Juristen Burkhard Hess.

F.A.Z.-Romane der Woche

Zwischen Herrgott und Hühnerei

Bild für Bild Scharfsichtig schildert Eva Menasse Neurotiker und andere Wiener Würstchen, Heinrich Detering lässt in seinen Gedichten Chuck Berry zu Rilke rocken. Außerdem in den Romanen der Woche: der spätmoderne Krisensehnsüchtler Botho Strauß.

Das gute literarische Gewissen: Margaret Atwood

Margaret Atwood zum Siebzigsten

Die Mutanten sind unter uns

Margaret Atwoods Romane zeichnen sich aus durch grimmigem Witz, Pessimismus und Anteilnahme. Sie vermag es, Aufregendes komplett unaufgeregt zu schildern. Zum siebzigsten Geburtstag der Schriftstellerin. Von Tilman Spreckelsen

In der Generationenkette: Inger-Maria Mahlke und Matthias Senkel

Open mike in Berlin

Nicht ohne meinen Großvater

Wenn das Handy sinnlos klingelt: Beim Berliner Festival Open mike, das als wichtigste Talentschmiede für den literarischen Nachwuchs gilt, zeigte sich selbiger in diesem Jahr auffällig intensiv mit der Ahnenforschung befasst. Von Wolfgang Schneider

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