Im Skandal um den Kulturpreis beharrt Hessens Ministerpräsident Koch auch nach gütlicher Beilegung des Streits und bei der Preisverleihung darauf, formal und inhaltlich alles richtig gemacht zu haben. Eine Verstiegenheit zur Tarnung von Taktlosigkeit. Von Patrick Bahners
Bild für Bild Eine große Biographie gibt ein lebendiges Bild des Vaters der Atombombe. Die Evolutionsmedizin erklärt die Nachteile der Sauberkeit. Und ein Klassiker über Soul-Musik erscheint endlich auf Deutsch. Die Sachbücher der Woche.
Wer die Welt nur aus dem Fernsehen oder dem Kriminalroman kennt, müsste glauben, unser Gemeinwesen werde vom Verbrechen regiert. Was aber bereitet uns daran so großes Vergnügen? Wie Friedrich Ani, Wolf Haas und Heinrich Steinfest die Unterhaltungsliteratur transzendieren. Von Richard Kämmerlings
Es ist das Buch, über das auch Thomas-Mann-Freunde betreten schweigen. Jetzt erscheinen die Betrachtungen eines Unpolitischen in der kommentierten Ausgabe von Hermann Kurzke - und können völlig neu gelesen werden. Von Volker Weidermann
Die englische Bestsellerautorin Zadie Smith über die Herausforderung, als Schriftstellerin Kinder zu haben, ohne wahnsinnig zu werden, das Grauen in Kaufhäusern für Babybekleidung und Feminismus ohne Wut.
Das amerikanische Gerichtsverfahren zum Google Book Settlement steht vor seinem Abschluss. Der zuständige Richter hat die Neufassung des Vergleichs vorläufig angenommen und einen Termin für die entscheidende Anhörung angesetzt.
Seinen Größenwahn zieht er aus der Innigkeit und betrachtet noch einen Tierfilm auf TV Today unter dem Standpunkt der Ewigkeit. Arnold Stadler dankt in einer brillanten Rede für die Verleihung des Kleist-Preises. Von Ingeborg Harms
Nach mehr als dreißig Jahren trennt sich Joachim Unseld jetzt von seinen Suhrkamp-Anteilen: Für den Verlag ist dieser Schritt die größte Zäsur seit dem Tod von Siegfried Unseld. Ein Königsdrama scheint seinem Ende entgegenzusteuern. Von Felicitas von Lovenberg
Der neue Google-Vergleich ändert nichts am Geschäftsmodell des Rechtsbruchs. Digitalisierung ohne Zustimmung der Urheber muss unter Strafe gestellt werden. Ein Plädoyer des Juristen Burkhard Hess.
Bild für Bild Scharfsichtig schildert Eva Menasse Neurotiker und andere Wiener Würstchen, Heinrich Detering lässt in seinen Gedichten Chuck Berry zu Rilke rocken. Außerdem in den Romanen der Woche: der spätmoderne Krisensehnsüchtler Botho Strauß.
Margaret Atwoods Romane zeichnen sich aus durch grimmigem Witz, Pessimismus und Anteilnahme. Sie vermag es, Aufregendes komplett unaufgeregt zu schildern. Zum siebzigsten Geburtstag der Schriftstellerin. Von Tilman Spreckelsen
Wenn das Handy sinnlos klingelt: Beim Berliner Festival Open mike, das als wichtigste Talentschmiede für den literarischen Nachwuchs gilt, zeigte sich selbiger in diesem Jahr auffällig intensiv mit der Ahnenforschung befasst. Von Wolfgang Schneider
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