Einstmals Lektor: Dieter Wellershoff

Fragen Sie Reich-Ranicki

Bitte erbarmen Sie sich meiner

War Frank Thiess ein bedeutender Autor? Gibt es außer Dieter Wellershoff noch andere Schriftsteller, die zuvor Lektoren waren? Und sollte man nicht große Romane in Kurzfassungen herausgeben? Marcel Reich-Ranicki antwortet.

„Dies ungeheure Haus den Freunden aufgethan”: Blick in die neue Marbacher Dauerausstellung

250 Jahre Schiller

Das Lied von der Socke

Heute, am zweihundertfünfzigsten Geburtstag des Klassikers, wird in Marbach das Schiller-Nationalmuseum neu eröffnet. Die aktuelle Dauerausstellung setzt auf die Aura des Originals und die Ausdauer der Besucher. Von Hubert Spiegel

Hans Magnus Enzensberger, geboren am 11. November 1929

Enzensberger zum Achtzigsten

Überschaum und Maß

Spezial Wer wird er heute sein? Hans Magnus Enzensberger, eine der beweglichsten intellektuellen Instanzen der Republik, erstaunt mit seinem Fassungsvermögen und ist selbst kaum zu fassen. Heute wird er achtzig Jahre alt. Von Felicitas von Lovenberg

F.A.Z.-Sachbücher der Woche

Wenn alle Mauern stürzen

Bild für Bild Zwei Franzosen weben aus hunderten Gesprächen zum 9. November einen Geschichtsbericht zum Mitfiebern. Zwei Amerikaner wissen, was zählt, wenn Schiffe sinken oder Hochhäuser fallen. Außerdem in den Sachbüchern der Woche: Der Pommersche Kunstschrank.

Geboren am 9. November 1929: Imre Kertész

Imre Kertész zum Achtzigsten

Fremd an den Schauplätzen seines Lebens

Wie kaum ein anderer Autor hat Imre Kertész den Holocaust mit größter Radikalität ins Zentrum eines Werks gestellt, das seinen Ausgang vom äußersten Grenzbereich menschlicher Erfahrung nehmen musste. Zum achtzigsten Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers. Von Hubert Spiegel

Walter Kempowski ein Jahr vor seinem Tod

9. November 1989

Kempowskis kollektives Tagebuch

Walter Kempowskis Aufzeichnungen zum 9. November 1989 sind bekannt. Unbekannt ist, dass er dazu auch ein „kollektives“ Tagebuch angelegt hat - mit Notizen von Schriftstellern, Künstlern und Journalisten. Von Edo Reents

Die Stadtbücherei Biberach ist die Bibliothek des Jahres 2009

Stadtbibliotheken

Die Wende mit der Maus

„Ich war gerade auf dem Weg in die Stadtbibliothek, da habe ich mein Herz verloren“, sangen Die Ärzte. Damals ging es um die Liebe. Begegnungen ermöglichen Stadtbibliotheken immer noch - als Bildungsträger, Leseförderer und Integrationshelfer. Von Thorsten Gräbe

F.A.Z.-Romane der Woche

Liebe ist für die Armen

Bild für Bild Louis Auchincloss erzählt ein abgründig modernes Märchen vom Aufstieg einer Alphafrau. Ein Wiedersehen gibt es mit Schiller, der in Kürze 250. Geburtstag feiert. Außerdem in den Romanen der Woche: „Union Atlantic“, Adam Hasletts Buch zur Bankenkrise.

Kühle Verhandlungsführung: Madoff vor seinem Richter: Denny Chin

Google Book Settlement

Einschüchterungsversuche zwecklos

Sein Name ist Chin, Denny Chin: Am Montag soll er in New York über das Google Book Settlement urteilen. Der Richter, der schon im Fall Madoff Recht sprach, gilt als Mann für die schwierigen Fälle und ist einer der kommenden amerikanischen Justiz-Stars. Von Jordan Mejias, New York

F.A.Z.-Sachbücher der Woche

So nah war China nie

Bild für Bild Erstmals auf Deutsch: Texte atemraubend offener Debatten in China. Dazu eine deutsche Kulturgeschichte, die aus Neckermann-Katalogen Mentalitäten filtert. Und warum wir so gut mit den Füßen wippen können, verraten sie auch - die Sachbücher der Woche.

Verband aufs natürlichste trockene Sentimentalität mit zynischer Ernüchterung: die Lyrikern Mascha Kaléko

Fragen Sie Reich-Ranicki

Liebe als Notlösung

Sie schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: Marcel Reich-Ranicki über Mascha Kaléko, die Lyrikerin der Neuen Sachlichkeit, die man oft entdecken muss, weil sie immer wieder in Vergessenheit gerät.

F.A.Z.-Leseprobe: Einführung

Adam Hasletts Roman „Union Atlantic“

In der Woche, in der Adam Haslett seinen Roman „Union Atlantic“ beendete, kollabierte in New York die Lehman-Brothers-Bank. Fünf Jahre hatte der amerikanische Autor für seinen prophetisch wirkenden Roman recherchiert. Einführung und erste Folge unserer vorabexklusiven F.A.Z.-Leseprobe. Von Sandra Kegel

“Das Regime wollte die Persönlichkeit des Schriftstellers zerstören“: Mircea Cartarescu

Im Gespräch: Mircea Cartarescu

Das Regime hat mir meine Jugend gestohlen

Warum es in Rumänien heute nahezu unmöglich ist, Schriftsteller zu sein: Der 1956 in Bukarest geborene Mircea Cartarescu über Gegenwart und Vergangenheit seines Landes und die Vorbildfunktion von Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Der Simplicius führt mit der Narrenkappe durch die Wirren des Krieges

„Simplicissimus“ in neuer Übersetzung

Die Welt muss uns ein Rätsel bleiben

Bekenntnisse einer unbefleckten Seele: Reinhard Kaiser hat Grimmelshausens barocken Kriegsroman „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ behutsam an heutige Sprachgewohnheiten herangeführt. Aus Teutsch ward Deutsch, doch unsere Rezensentin Katharina Teutsch schrieb über ihre Wehmut hinweg.

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