Spezial Als Werner Söllner sich dem rumänischen Geheimdienst Securitate als Spitzel verschrieb, gab es den Dichter Söllner noch nicht. Nach mehr als dreißig Jahren erzählt er jetzt, wie beides in einem Leben möglich war. Von Hubert Spiegel
Bild für Bild Durch die nasskalte Bundesrepublik lässt Jörg Fauser einen Hauch von L.A. wehen. Im Wind, im Schnee und im Duft spürt Willa Cather das Wesen Quebecs. Außerdem in den Romanen der Woche: Alles über Proust.
Ihre Bücher hätten ja wohl den Preis bekommen, hat sie gesagt, aber zur Übergabe musste sie selbst erscheinen: Souverän zieht sich Herta Müller in Stockholm aus der Staatsaffäre. Von Felicitas von Lovenberg, Stockholm
Die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller hat am Donnerstag aus der Hand von Schwedens König Carl XVI. Gustaf den begehrtesten Literaturpreis der Welt in Empfang genommen. Der Sprecher der Jury lobte ihren großen Mut, den sie künstlerisch umsetze.
Auf einer Münchner Tagung wollen deutsche Autoren aus Rumänien über ihre Securitate-Akten reden. Da offenbart sich plötzlich einer von ihnen als Spitzel, auch von Herta Müller - Werner Söllner, der seit 2002 das Hessische Literaturforum in Frankfurt leitet. Von Hubert Spiegel
Spezial Seit langem ist vom Literaturnobelpreis nicht mehr eine solche Strahlkraft ausgegangen. In ihrer berührenden Ansprache hat Herta Müller gezeigt, wie Sprachkunst den Teufelskreis aus Angst und Unterdrückung durchbrechen kann. Von Felicitas von Lovenberg
Wie sehr ihre Wörter zu Herta Müller gehören, und sie zu ihren Wörtern, ist an diesem Abend deutlich geworden - selbst dann, wenn sie das Gegenteil behauptete: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises hat Herta Müller eine berührende Vorlesung gehalten. Felicitas von Lovenberg war dabei.
Ich wünsche mir, ich könnte einen Satz sagen für alle, denen man in Diktaturen alle Tage, bis heute, die Würde nimmt: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises am Donnerstag hält die deutsche Autorin Herta Müller in Stockholm eine berührende Vorlesung. Wir dokumentieren die Rede in ungekürzter Fassung. Von Herta Müller
Mit 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman, in diesem Jahr hat sie den Prix Goncourt für ihren Roman Drei starke Frauen gewonnen: Die französische Schriftstellerin Marie NDiaye, Jahrgang 1967, wohnt seit einem Jahr in Berlin, wo es ihr wieder gefällt.
Bild für Bild Mit Erzählfreude stimmen Fußballreportagen aus Afrika auf die Weltmeisterschaft ein. Gut lesbar führen Foucaults letzte Vorlesungen durch antike Texte. Und ums Glück kreisen sie auch - die Sachbücher der Woche.
Seit fünfzig Jahren sprechen in Frankfurt Dichter als Dozenten: Zum Geburtstag gibt es im neuen Riesenhörsaal der Universität eine großartig bündige Vorlesung von Durs Grünbein. Patrick Bahners hat sie sich angehört und in einem Trugbild die Wahrheit entdeckt.
Die Literatur ist auf einen doppelten Boden angewiesen, der Journalismus hingegen soll sich um diesen Boden überhaupt nicht bemühen, er darf ihn nicht haben: Marcel Reich-Ranicki über zwei verwandte, doch verschiedene Genres.
Umberto Eco im Rausch der Anhäufung: In einem prächtigen Bildband und einer Pariser Veranstaltungsreihe ergründet der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler die Lust an der Liste. Von Joseph Hanimann, Paris
Bild für Bild Wie sich Frank Schätzing als Selbstvermarktungsgenie verewigt, warum Jayne Anne Phillips zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation zählt und wer Vladimir Nabokov einen Traum erfüllt - das alles zeigen die Romane der Woche.
1 - 14 von 28 Beiträgen
1
|
2
