Hans Fallada

Unveröffentlichtes Manuskript von Hans Fallada

Am grimmigsten die Wurst entbehrt

Ein unpubliziertes Manuskript Hans Falladas aus dem Jahre 1941 ist aufgetaucht. Von der Erzählung „Vom Entbehrlichen und Unentbehrlichen“ geht eine eigentümliche Faszination aus. Es ist, als hätte eine verirrte Postkarte aus dem Krieg den Adressaten, die Öffentlichkeit, erreicht. Von Oliver Jungen

Kafkas Sätze (15)

An der Quaderbrüstung

Es ist ein Moment der Ruhe, ein Satz wie Kafka sich selbst sehen wollte. „Einer, der an der Quaderbrüstung lehnt und in das Abendwasser schaut, die Hände auf alten Steinen.“ Da wird Kafka zum Prager Gefährten. Ein lyrischer Satz, nicht aus seinen Romanen, sondern aus dem Brief an Oskar Pollak. Von Peter Demetz

Von der Geschichte aus der Politik entlassen: Pavel Kohout

Zum Achtzigsten des Schriftsteller Pavel Kohout

Siebenundsiebzig verweht

Seine Biografie ist paradigmatisch für eine Schriftstellergeneration, die von der Erfahrung des Kalten Krieges geprägt wurde: Der unermüdliche politische Schriftsteller Pavel Kohout wird heute achtzig Jahre alt. Von Hans-Peter Riese

Lob des Pathos

Es gibt harte und weichere Formen der Reaktion auf Dissidententum. Die harte lernte Sebastian Kleinschmidt als von einem Kommilitonen verratener Dissident in der DDR kennen. Die weichere, da er es wagte, bald nach der Wiedervereinigung als Chefredakteur der in das neue Deutschland hinübergeretteten ...

Selbst die Stechpalme kennt den Täter

Seit Max 1963 in Maurice Sendaks Buch "Wo die wilden Kerle wohnen" den Aufstand gegen seine Mutter probte, moralisch siegte und damit die Welt der illustrierten Kinderbücher revolutionierte, haben Kinderbuchautoren ein Dilemma.

Sollen sie für die Kinder schreiben, denen - als Opfer einer repressiven ...

Wo, bitte, gibt es Fohlenschnitzel?

Das Volk sei nicht "tümlich", hat Brecht gesagt. Dies Buch hier ist es. Dafür steht bereits der Titel: "Jausen, Marenden & Törggelen", der dreifach die Vesper, die Brotzeit verklärt: altertümlich, volkstümlich und eigentümlich, weshalb ein "Glas" hier "Glasl" heißt und der Leser fürchtet, schon ...

Politische Affinitäten?

Der Adel wurde von der deutschen Geschichtsforschung lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Während zumindest in England und Italien innovative Studien zur Adelslandschaft im 19. Jahrhundert erschienen sind, galt die deutsche Geschichte schlichtweg als bürgerlich geprägt. Diese historiographische Schieflage ...

Der Manchesterliberale

Manchestertum - in Deutschland ist das ein antiliberaler Kampfbegriff, der die vermeintliche soziale Rücksichtslosigkeit marktwirtschaftlicher Reformen unterstreichen soll. Dass dies ein Zerrbild ist, zeigt die Beschäftigung mit jenem Mann, dem man dieses Etikett zuerst anheftete. Es handelt sich um den englischen Liberalen Richard Cobden (1804-1865).

Wohin sollen wir am Wochenende fahren?

Der "taz"-Redakteur Uwe Rada hat schon nach Polen geblickt, lang bevor es andere taten, und mehrere Bücher über das deutsch-polnische Grenzgebiet geschrieben. In dem Band "Polen hin und weg", gemeinsam veröffentlicht mit der Fotografin Inka Schwand, schildert Rada seine "Kurztrips zum Nachbarn". ...

Lokale Spürnasen

Wie viel Wissenschaft eine Stadt zu bieten hat, ist selbst deren Einwohnern selten klar. Gewiss, die größeren Institutionen kennt man, zum Beispiel Universitäten und Fachhochschulen oder Museen, aber sonst? Als sich Braunschweig darum bewarb, im Jahr 2007 "Stadt der Wissenschaft" zu werden, überlegten ...

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