so setzte handke sich und der idee von der idee des widerstandes als ding an sich ein besseres denkmal, als es preise je könnten. es bleibt die bewunderung seiner sprache, der hohe respekt vor seinem können, eine verneigung vor dieser für ihn und vor anderen einsamenden kraft. einer kunst und einem können, das noch viel preis und ehrung allemal wert wäre, den schreiberling zu respektvoller kleinheit nötigt.
was aber machte solch ein aus vielen gründen bewunderter mit einem preis, den ihm eine politisch korrekte mehrheitsgesellschaft nie geben dürfte?
er nahm ihn an und lehnte erst nach dem bekenntnis der vertreterversammlung zum politischen konsens ab, das die annahme wider seine geäußerte überzeugung erst ermöglichte. so gab er die chance zur offenbarung und damit eine ungeahnte möglichkeit zum bekenntnis, wie es die welt von ihren freunden wohl gerade jetzt erwartete. schon dafür gebührte ihm Dank.
das er die vertreterversammlung nun ex post per post an den könig wieder von ihrer hohen verantwortung entband, könnte als affront gegenüber den gewählten, aber auch als zeichen der inkompatibilität von ästhetik und demokratie gelesen werden. genies sind eben nicht wählbar.
jedenfalls inszenierte er uns ein sommertheater ohne alle bälle, gab die chance zum öffentlichen demokratischen bekenntnis oder eben nicht, allein regie und inszenierung dieses stücks zwischen annahme und ablehnung, wäre preise wert und sehen wir den spott darin lachte wohl auch ein heine...
Warum beschäftigen wir uns eigentlich immer noch mit Handke, Heine, Hölderlin.
Irgendwas scheint doch dran zu sein.
Ich sage auch mal danke.
Nö, alle Fragen bleiben da nicht offen, auch wenn irgendwas mit dem Vorhang ist.
Schön zu sehen, daß noch nit älles zerfazzt ist und es hier auch anders gehen kann.
Einfach mal danke.