Bravo Herr Theweleit, ich kann körperlich spüren, was Sie meinen. Wirklich erstaunlich, dass die Körper-Perspektive in meiner Sichtweise als Nachkriegsjunge überhaupt nie vorgekommen ist. Dabei liegt sie für mich wirklich "auf der Hand". Bei jedem ernsteren Arztbesuch oder bei jeder Krankenhausuntersuchung kommt bei mir die existenzielle Frage "was wäre, wenn Du denen jetzt ausgeliefert wärest - wo wäre der Strohhalm, an dem Du Dich noch festhalten könntest?" Ich glaube, Sie treffen voll in eine Männer-Tabu-Zone. Danke!
Herrn Theweleits "männliche" Phantasien sind für die Geschichtsschreibung vollständig irrelevant. Allenfalls in ihrer Post-Modernität spiegeln sie ein Stück Ideengeschichte. Eine Untersuchung historischer, aus ihrem menatlitätsgeschichtlichen Zusammenhang herausgelöster, und oft unvollständiger Zitate ergibt kein historisch gültiges Bild, allenfalls eine postmoderne Textkritik à la Foucault auf Abiturientenniveau. Traurig.
Ich denke, der Artikel sollte treffender Weise "Klaus Theweleit über Klaus Theweleit" oder "Die besondere Fähigkeit, sich anderer zu bedienen um sich letztendlich selbst zu bestätigen" betitelt werden.
Gruß
mhenkel
Darf Theweleit nun seinen Unfug auch in der FAZ absondern. Man muss sich schon wundern, mit welchem Schwachsinn man Professor wird.