Wirft Necla Kelek und Seyran Ates “Diffamierungen“ vor: Autor Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu

Kritiker der Islamkritikerinnen

Lasst die jungen Musliminnen doch ihr Kopftuch tragen: Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu wirft exponierten Islamkritikerinnen wie Necla Kelek und Seyran Ates „Entgleisungen und Diffamierungen“ vor.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. April 2007 19:48

verquere Debatte

Klaus Steffen (krs)

Nein Herr Henke,
wir haben diese Debatte tatsächlich nicht nötig. Wer auch immer: Ausländer oder Deutscher. Eingebürgerte, welchen Glaubens sie auch haben, unterliegen ohne Vorbehalt dem GG.

Diese Debatte erscheint (!) nur deshalb vonnöten, weil sich Moslems mit diesem GG und den Menschenrechten schwertun.

Wäre es anders, käme niemand von denen z.B. auf die Idee, beim Schimmunterricht für Mädchen, beim Sexualkundeunterricht und bei Klassenfahrten der Kinder in Krämpfe zu verfallen.

Es ist höchste Zeit, diesen lieben Menschen aus vergangenen Jahrhunderten einmal zu erklären, daß dies dem Staat herzlich wurscht ist und daß sie sich an die Gesetzte des Landes zu halten haben. Und dabei ständig den Satz zu widerholen (meinetwegen auch auf Türkisch): Religion ist Privatsache. Basta.

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27. April 2007 11:01

Haben wir diese Debatte nötig?

Andreas Henke (AndreasHenke)

Fühlen sich eingewanderte oder eingebürgerte Moslems als Deutsche?

Wer wollte das alles?

Was hat Deutschland mit innerislamischen Auseinandersetzungen zu tun?

Der Islam hat auf der Bühne der Öffentlichtlichkeit in Europa nichts verloren - wem es hier nicht gefällt, braucht nicht hier zu sein. Wir Deutsche aber können nicht in eine "andere Heimat" gehen, wenn es uns in unserem eigenem Land nicht mehr gefällt.

Ich bitte die Gäste das zu respektieren!

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27. April 2007 10:10

Kopftuch oder nicht,

Jens Muche (yahel)

@ Andreas Bächle
„Ehrenmord, Zwangsheirat und Gewalt in der Ehe scheinen bei Teilen unserer muslimischen....“

Nicht alles hat mit deren Religion zu tun, Ehrenmord und „arrangierte“ Heirat sind „Brauchtum“ einer archaischen Gesellschaft. Der Aufruf die Frau zu züchtigen ist im Koran begründet.
Lesen Sie zu diesem Thema: „Das schwache Geschlecht, die türkischen Männer“ von Ahmet Toprak.
Er gibt einen Einblick in die türk. Familienstruktur, sehr interessant.

„Ist das Kopftuch nun ausdruck des Glaubens....“

Der Imam einer türkischen Gemeinde in S-H beantwortete die Frage so: „Wenn man frühzeitig damit beginnt das Kopftuch zu tragen, ist es ganz selbstverständlich für den Rest des Lebens der Frau.“
Es soll angeblich vor Vergewaltigung schützen. Die Frage, weshalb Muslima dennoch von Muslimen vergewaltigt werden, beantworten Muslime, daß dies die Schuld der Frau sei.
Das „Bedeckungsgebot“ wird unterschiedlich ausgelegt, je nach Sichtweise, wie im Islam üblich, jeder pflegt „seinen“ Islam.

Im privaten Bereich soll jede Frau machen können, was sie will. Im öffentlichen Dienst und am Arbeitsplatz hat m.M. nach das Kopftuch nichts zu suchen, Religion ist Privatsache.


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26. April 2007 15:00

Unzivilisierte Tradition - @Kommikion

Jean Münster (ueberflieger)

Ob unzivilisierte Tradition oder faschistoide Religion - beides hat in einem aufgeklärten Rechtsstaat nichts zu suchen.

Apropos Rassismus: Unter welche Kategorie von Rassismus fällt denn die Unterscheidung nach "Gläubigen" und "Ungläubigen" und deren unterschiedliche staatsbürgerliche Wertigkeit in den sogenannten "Gottesstaaten"?

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26. April 2007 13:43

So ein Geschwafel - sorry!

Felix Winterbottom (Ephemero)

Danke Frau Kelek.
Herr Feridun Zaimoglu hat ihr nichts entgegenzusetzen als unsägliches Geschwafel über Reformation und Aufklärung.
Das beweist - leider - daß er nichts verstanden hat. Oder nichts verstehen will.
Nochmal Herr Zaimoglu,
wir haben eine säkuläre Verfassung, Frankreich übrigens noch viel ausgeprägter: Wir werden, wir dürfen es nicht zulassen, dass die dort verankerten Regeln von Freiheit und Menschenrechte im Sinne des Islam verändert werden.

Das Kopftuch ist kein Ausweis für ein Leben in diesem Sinne, im Übrigen gibt es ja auch der Koran selbst nicht her...
Ich finde es nebenbei ziemlich doof, wenn junge islamische Männer in engen Shorts und Macho-TShirts neben ihrer tief verschleierten Freundin herlaufen. Wo bleibt das 'Schamtuch' für Männer?

Die Gestze der Türkei sehen ein Verbot des Kopftuchs vor - aus gutem Grunde. Die radikalen Kreise Saudi Arabiens fördern das Kopftuchtragen in westlichen Ländern mit Millionengeldern..
Warum wohl?




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26. April 2007 12:17

Glaube oder nicht?

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Als "aussenstehender" ist es oft nicht einfach den Argumente der jeweiligen Seite zu folgen. Wenn ich hier von "Entgleisungen und Diffamierungen" lese die den, in meinen Augen bewundernswerten Kämpferinnen für Integration, vorgeworfen werden, und diese gleichzeitig mit Morddrohungen überhäufft werden oder gar Mordanschlägen nur knapp entkommen sind, fällt es mir als aufgeklärten attheisten, der sowohl an der strikten trennung von Kirche und Staat als auch am Gewaltmonopol des Staates glaubt, äusserst schwer diese Anschuldigungen zu Akzeptieren. Ehrenmord, Zwangsheirat und Gewalt in der Ehe scheinen bei Teilen unserer muslimischen Mitbürger völlig normal und Teil ihres Glaubens zu sein, ob dies nun wirklich im Koran so verkündet wird oder nicht. Trotz der in unserem Land herschenden Religionsfreiheit sind solche Ansichten nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar. Auch die Kopftuchpflicht, die ja auch in christlichen Sekten vorkommt, ist ein Punkt, der wenn man hört das selbst in der Türkei das Tragen von Kopftüchern in Schulen verboten ist nachdenklich stimmt. Ist das Kopftuch nun ausdruck des Glaubens oder politisches Statement, wird es freiwillig getragen oder nicht? Davon sollte abhängen ob sie getragen werden dürfen oder nicht

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26. April 2007 11:59

Schneller Abschied

Albrecht Böttger (aboettger)

Zaimoglu hat seinen Platz geräumt. Und ihn seiner Glaubens-
schwester zur Verfügung gestellt. Zurecht. Denn: Die Frauen
werden ES mal wieder zu richten haben. Sich gegen die Wortführerschaft moslemischer Männer zu erheben erfordert
eine Menge Zivilcourage und eine offensive na-und?-Haltung
gegenüber ihren seltsamen Beleidigtsein-Posen. Frau Ates und Frau Kelek haben in diesem ungleichen Machtkampf
Masstaebe gesetzt. Zaimoglu hingegen >ain't got the balls!<

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26. April 2007 11:36

Geld verdienen

K.M. Kommikion (Kommikion)

Die Frauen Kelek und Ates schwimmen auf einer Welle des Anti-Islamismus, gemeinsam mit Alice Schwarzer und anderen.

Dies hat nichts mit Unterstützung der Emanzipation der Frauen (aller Religionen) zu tun. Im Gegenteil, die kopftuchtragenden Frauen werden durch die genannten Frauen mit ihren medienwirksamen populistischen Auftritten noch doppelt diskriminiert.

Nein, das "Engagement" von Frauen wie Kelek, Ates oder auch Hirsii Ali bringt bares Geld, denn was sie bereitwillig sagen, will doch die europäische Öffentlichkeit derzeit gerne hören, nämlich dass die Muslime unzivilisiert seien (by the way: was für ein rassistischer Quatsch!). Sie unterscheiden nicht zwischen Religion und Tradition, denn die Beschneidung der Frauen beispielsweise kommt nicht vom Islam.

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26. April 2007 10:41

Leitkultur

Peter Milka (McDuff)

Wir dürfen uns keine islamische Leitkultur von dauerbeleidigten Fundamentalisten aufzwingen lassen.
Wem es hier nicht gefällt sich nach den Spielregeln des christlichen Europa zu richten der kann ja dorthin gehen wo er seine Vorstellungen vom Leben verwirlichen kann. Schließlich wird niemand gezwungen hier zu bleiben!

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26. April 2007 10:24

Kritik an den Kritikerinnen........

wolf haupricht (emilgilels)

....darf ein Schriftsteller sich schon erlauben.
Nur scheint mir diese Kritik vordergründig sich an den jungen Musliminnen zu orientieren und nicht am inhaltlichen Diskurs z.B. mit der Streitschrift von Necla Keleg.
Im Grunde möchte er alles so lassen, wie es ist und lediglich ein wenig Kosmetik auftragen.
M.E. ist die Haltung per Islam derart verkrustet, dass allein diese Tatsache Änderungen/Öffnungen unmöglich erscheinen lässt. Hinzu kommen die verschiedenen Richtungen/Strömungen und vielfach Verquickung mit dem Staat oder dem Führer eines Staates , die sich in den betroffenen Ländern behaupten.
Hier fehlt z.B. eine zentrale Stelle, wie das Papstum in Rom.
So argwöhnt jede Richtung darauf, keine Änderungen zuzulassen, die den eigenen Einfluß untergraben könnte.
Zur Not greift man auch in die "Gewaltkiste", weil man sich verbal z.B. gegenüber dem Westen nicht auf "Augenhöhe" glaubt.
Ich meine, hier wird es keine aufklärerischen Veränderungen geben und insofern sind die Türen für eine Integration von Muslimen im westlichen Europa weiterhin verschlossen.

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26. April 2007 09:14

Das Kopftuch, der Fez, Vorschriften und die Freiheit

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Ein wunderbares Schlußwort, Herr Bahners!

Was ist das für eine Gesellschaft, die über das Tragen von Kopftüchern diskutiert und gar wieder - ganz in demokratischer Manier- zu bestimmen sucht? Eine freie Gesellschaft ist dies ganz sicher nicht. (Und macht ganz nebenbei die Widersprüche einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung deutlich.)

Was waren das doch für ganz andere Zeiten und Sitten, als die k. u. k. Marine (die gab es!) im Juli 1909 mit dem Tragen eines Fez konfrontiert wurde! Auch Josko Sebic, der die Schiffsjungenschule besuchte, begründete seine Kopfbedeckung mit seinem Glauben als Moslem. Großes Erstaunen und Rätselraten beim Schulkommando, aber das Tragen wurde erlaubt - mit Segen des Kriegsministeriums aus Wien. Und es wäre nicht das Habsburgerreich gewesen, wenn nicht vier Jahre später, vom Ministerium für Angelegenheiten Bosniens und Hercegowinas, die zwar bürokratische, aber respektvolle offizielle Festlegung erfolgt wäre: "Für Marinepersonen mohammedanischen Glaubens ist als Kopfbedeckung der Fez normiert."
(Quelle: K.u.k. Kuriosa, Leopold Stocker Verlag, Graz 2003)

Heutzutage stünde es uns gut an, wenigstens die zivilen Kopftuchträgerinnen ohne jede Gesinnungskontrolle einfach in Ruhe zu lassen.

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26. April 2007 07:37

Islam zum Machtinstrument säkularisiert

Jean Münster (ueberflieger)

Das ist doch das grundsätzliche Problem des Islam: daß sich viele kleine Besserwisser finden, die sich jeweils eine eigene Islamauslegung - mal gütig, mal blutrünstig - zurechtlegen. Und niemand kann kraft einer allgemeingültigen Auslegung die "Wahrheit" oder zumindest eine verbindliche Interpretation festlegen, wie das in den christlichen Kirchen die hierarchischen Autoritäten gemacht haben.

So lange es keine allgemein akzeptierte Interpretation des Koran gibt, kann er zu allem möglichen mißbraucht werden. Auch zu einem religiös-faschistoiden Grundlagenwerk, wie man an sogenannten "Gottesstaaten" und den fundamentalistischen Fanatikern sehen kann.

Allerdings liegt auch schon in der Unterscheidung zwischen lebenswerten "Gläubigen" und "lebensunwerten" Ungläubigen, einer Umma und einer als feindlich angesehenen Außenwelt ein kaum noch umkehrbares Diskriminierungspotential....

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26. April 2007 04:15

Frau Necela Kelek

Markus Kirschinger (Mark02)

Ich bin sehr froh ueber Menschen, wie Frau Necela Kelek, die aus dem islamischen Kulturkreis kommen und uns nicht einlullen, sondern ueber die Gefahren aufklaeren.
Laut des frueheren Professors fuer islamische Geschichte an Mustafa (heute Mark A. Gabriel) in seinem Buch "Islam und Terrorismus" ist der friedliche und tolerante Islam nur eine Marketingversion im Westen um uns einzulullen.
Sein Buch kann uebrignes in vielen, groesseren Buchereinen gekauft, auf jeden Fall aber bei Amazon bestellt werden.

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25. April 2007 23:10

religiöse Korrektur

Klaus Steffen (krs)

Frau/Herr Aratatyan,
können wir uns eventuell darauf einigen, daß jederlei Herumschnipselei am normalen naturgegebenen Menschenkörper irgendwie widersinnig ist? Egal, ob das bei Juden oder Moslems geschieht?

Könnte das der Schöpfer (Gott) nicht ebenso als Beleidigung seiner Schöpfung empfinden, wenn der Mensch aus "religiösen" Motiven diese Schöpfung "ergänzt"? Oder halten Sie für wahrscheinlich, daß ein Gott dazu auffordert, ihn zu korrigieren?

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25. April 2007 21:37

Recht hat Zaimoglu

Hrand Araratyan (araratyan)

In Deutschalnd werden seit eingen Jahre Frau Ates und Kelek auf den Armen getragen, nicht weil sie kompetent wären, nein, weil sie einfach gegen die Türken oder den Islam schreien. Vielfach habe ihre behauptungen nicht das geringste mit dem Islam oder einer Religion zu tun.

So fordert Frau Kelek ein verbot der Beschneidung auch bei den Jungen. Sie weiß offenbar nicht, das es auch bei den Juden Bescheneigungen gibt.
Falls Sie auch den verbot der Beschenieung bei den Juden fordert, möge sie das sagen. Ich bin dann gespannt, wie schnell sie dann von den Medien gemieden wird.
Ich bin froh, dass die Juden in Deutschland eine so wichtige position einnehmen, d.h. der Zentralrat der Juden in den Medien und den Politikern gehör findet.


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25. April 2007 20:03

Die Kopftuchtraegerinnen sind die deutlich witzigeren

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Heut morgen hat mir eine einen Kuli geliehen.

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