Société-Générale-Filiale in Paris

Société Générale

Der Milliardenverlust: Vier Fragen, vier Antworten

Auch mehrere Tage nach dem Bekanntwerden bleibt es rätselhaft, wie sich die Société Générale von einem einzelnen Händler dermaßen hinters Licht führen lassen konnte. Allmählich lichten sich jedoch die Nebel: vier Fragen, vier Antworten.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Januar 2008 17:31

No Future

Robert Klemme (rklemme)

Es ist schon fast paradox, dass ein Händler mit Futures die Zukunft oder zumindest die Egentständigkeit seines Arbeitgebers riskiert. Warum er das gemacht hat, ist mir immer noch schleierhaft. Wollte er seine Chefs mit dem ganz dicken Deal überraschen?

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29. Januar 2008 16:55

Futures

Dirk Sternberg (crescendo)

Monopoly in seiner hypen Form hat schon was Verwegenes. Man überlege einmal: Der gemeine Hartz-4-Empfänger spekuliert an der Börse Wohlgefälligkeit mit der Höhe der Erwerbslosenzahl und verschafft sich durch ein Volumen Leichtgläubiger im Hedge der BA ein Zubrot zu seinem tristen Dasein. Mit einem Wisch gehört Schwarzarbeit der Vergangenheit an, Fallmanager mutieren in Folge zum Fondmanager, der Markt der liberalen Erlösungsphantasien erodiert im Gepoker der Kleinkariertheit. Köstlich.
Ach...: Futures auf Wählerstimmen könnten auch spannend sein. Fragt sich nur, wer bei welchem Volumen ins Risiko geht. Herrschaftszeiten!

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29. Januar 2008 15:16

Kerviel als Schwarzes Schaf

Jonas Zimmermann (Jacku1)

Ich bin der Überzeugung Kerviel trägt hier nur eine Teilschuld und muss als Sündenbock herhalten. Der eigentlich Schuldige ist noch nicht entlarvt, verwickelt sich aber durch seine geäußerten Statements und märchenhaften Behauptungen immer mehr in Widersprüche und nicht glaubhafte Wortmalereien!

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29. Januar 2008 12:30

Das muss nicht viel heissen mit den Passwörtern

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Ich bin selbst als Admin in einer Bank tätig. Was glauben sie wie viele Ihr Kennwort in Akten ablegen, Kollegen geben, gelbe zettel an den Monitor heften.....Das schärfste was ich mal gesehen hatte war ein A4 Zettel mit einer Schritt für Schritt Anleitung zum Einschalten des Notebooks mit Name und Kennwort. Trotz Kündigungsdrohung, Hinweise, diverse Reminder, Seminare....die Leute lernen es nie. Je komplizierter das kennwort sein muss um so mehr greifen sie auf Zettel zurück. Ich kenne auch diverse Sekretärinnen die das Kennwort des Vorstands haben damit der Vorstand nicht so viel zu tun hat und gleich an einem angemeldeten Computer arbeiten kann.
Aber auch eine Innenrevision legt sich nicht mit dem Vorstand an. Wir sind externe Dienstleister und ein Glück nicht zur Verantwortung zu ziehen aber traurig ist es schon. Wenn sich mit den internen Prozessen auskennt kann ein mensch so viel anrichten. Und keine Kontrolle schützt wenn man sie kennt und umgeht.

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29. Januar 2008 11:56

Verantwortung

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Es ist wirklich unglaublich, wie der Cadre Superieur in Frankreich "regiert". ENA an allen wichtigen Schlüsselpositionen.

Hier hat er gleich mehrfach versagt:

1) Kein Händler hat in der heutigen EDV Welt solche Positionen aufbauen, ohne dass dies durch die Instanzen genehmigt werden muss.
2) Selbst wenn der Händler die Kontrollsysteme umgangen hat, ist der Bestand auf jeden Fall im System vermerkt. Positionen in dieser Höhe müssen vom Gesamtvorstand genehmigt werden.
3) Der Verkauf war völlig überstürtzt und daher falsch.

Für mich muss daher nicht nur Herr Bouton, sondern auch der für das Handelsgeschäft zuständige Vorstand gehen - und zwar sofort.

Wenn das nicht passiert, wird eine Vertrauenskrise vom grossem Ausmass über die Bank rollen, weil in kaum noch einem anderen Land Verständnis für die Vetternwirtschaft des Cadre Superieur besteht.

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