
Donnerlüttchen, selten so einen arroganten, überheblichen Kommentar gelesen ! gute Besserung :)

Es ist wohl zu erwarten, dass die elaborative Benchmark für den Chefredakteuer der Bildzeitung eher bei der Heino-Autobiographie als bei Montaigne liegt. Als intellektuellen Wasserstandsmesser für die Mentalität der Nation kann das Buch dennoch wertvolle Dienste leisten. Einfach die Verkaufszahlen ansehen, wie wir das bei der BILD nun schon Jahrzehnte mit leisem Grauen tun. Dieses Buch kaufen Menschen, die hinter den Überschriftenjournalisums blicken wollen, denen aber ein mentaler Qualitätsstandard fehlt, der die Analyse vor das Urteil setzt.

Der Mann weiß doch gar nicht mehr was er redet. Aber das paßt zu seiner Zeitung, die nur darauf aus ist, Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Und dann diese Schlagzeilen sind teilweise wirklich gruselig.

Niggemeier hat Recht ! Ist das relevant ?
Ein Boulevardblatt sorgt also nicht für das "Schöne und Wahre" ? Potzblitz, das ist eine Erkenntnis, die mit Sicherheit ein Grimme-Preis wert ist.
Diese Mischung aus Denunziationseifer, Unterschichten-bashing und verzweifelte Suche nach irgendwelchen "Dieter Bohlens", die für "Fehlentwicklungen" verantwortlich sein sollen, deutet darauf, daß der eine oder andere leichte Schwierigkeiten hat, den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit auszuhalten.
Mich erinnerte dies an die leicht verwirrte Habermas-Position, daß der Gegner totaaal dumm aber waaahnsinnig gefährlich ist.

Die Bildzeitung ist zweifellos Müll und taugt höchstens zu Fischeinwickeln. Ihr Chefredakteur mag auch nicht das vom Rezensenten erwartete Intellektuellen-Niveau erreichen, auf dem man sich die Wirklichkeit politisch-korrekt zurechtlügt. Das Buch ist wahrscheinlich wirklich nur dumm.
Der Artikel versprüht jedoch nur den Haß des Gutmenschen gegenüber Andersdenkenden, ebenso wie viele Leserkommentare hier. Viele Menschen, die täglich mit der Realität konfrontiert werden, haben die Denkverbote und Verlogenheit der "Intellektuellen" satt. Das Buch des Chefredakteurs einer Schrottzeitung würde weniger Beachtung finden, wenn die Selbstgleichschaltung der "seriösen" Medien nicht so vollkommen wäre.

Herr Niggemeier sollte BILD-Chef werden. Er würde ganz sicher alles anders machen.

Also wenn das alles so in der Bildzeitung steht, wie Herr Niggemeier es darstellt, dann ist "Bild" doch ein ausserordentlich vernüglich zu lesendes Blatt, dessen Artikel unverändert auch in einer satirischen Zeitung veröffentlicht werden könnten. Herrn Diekmanns Buch habe ich mangels Zeit und Lust natürlich auch nicht gelesen, aber manches darin scheint mir doch zutreffend. Vielleicht ist auch Herr Niggemeier ein bisschen zu bös damit ins Gericht gegangen. Überhaupt scheint mir die ganze Debatte über die Ergüsse beider Herren zu emotionsgeladen und dadurch zu polemisch. Die Bild-Redaktion beim Papst, das ist doch herrlich! Das muss Herrn Niggemeier ja zur Weissglut bringen. Und Dieter Bohlen, na ja, jeder, der sich dem aussetzt, weiss doch, dass er den bösen Onkel macht. Keiner muss dahin. Ansonsten ist Bohlen ein völlig unmassgeblicher Zeitgenosse mit einem gewissen Unterhaltungswert. Wir haben so viele ernste Probleme. Man sollte die Schriften der Herren Diekmann und Niggemeier nicht so bierernst und verbissen zur Kenntnis nehmen, sondern einfach mit einem Schmunzeln. Einen schönen Tag noch!

... für diese - inzwischen unübersehbaren - Probleme verantwortlich sind, sondern die 'Ausländer-Rein'-Lobby, eine 'Große Koalition' aus Grünen, linken Gruppierungen, Sozialdemokraten, Kirchen, Gewerkschaften und Unternehmern. Und die Union hat durch jahrzehntelanges demonstratives Nichtstun die Schleusen weit offen gelassen! Verantwortlich sind daher primär alle die Deutschen , die diese Massenzuwanderung gefördert oder fahrlässig geduldet haben. Was habe ich mir in Diskussionen in den letzten 30 bis 40 Jahren nicht alles anhören müssen: 'wir' (gemeint haben sich die Zuwanderungsbefürworter dabei aber wohl selbst) Deutschen wollen uns ja angeblich nicht die Hände schmutzig machen und bräuchten daher Leute aus aller Welt, die für uns die 'Drecksarbeit' machen würden, im übrigen hätten wir mit Blick auf unsere Vergangenheit und das Grundgesetz eine moralische Verpflichtung (u.a. für alle Verfolgten und Verarmten dieser Welt), Multikultur sei eine Bereichereung und 'Deutsch' ohnehin nur eine Fiktion, die in der sich internationalisierenden Welt überholt sei uns so weiter. Nicht die Ausländer, die die so ausgesprochenen Einladungen angenommen haben, sondern die Verantwortlichen für solche Propaganda sind zur Rechenschaft zu ziehen!

der Pseudointellektuellen und Möchtegern-Eliten geht durch das Land ... danke für die vielen Kommentare ... Satiere pur :)

... aber treffender als Herr Färber oder Herr Schranze könnte ich meine Meinung auch nicht ausdrücken. Ich mag mir nicht vorstellen, dass einige der hier postenden Personen tatsächlich FAZ Leser sind. Ich hoffe inständig, es mögen nur radikale Schreiber sein, die sich in dieses Forum verirrt haben.
Herr Niggemeier, weiter so!

Das Wetter wurde nicht richtig gewürdigt.
Völlig am Thema vorbei!

Den Autor als Quotenlinken der FAZ zu verunglimpfen (s. Kommentar W. Gaenger, weiter unten), lässt mich an die Machart der BILD erinnern. Für mich, als Wertkonservativer Mensch, geht die Kritik an Herrn Diekmann nicht zwangsläufig mit der politischen Denkrichtung einher; Auch ein linker wie Lafontaine hatte, falls ich es richtig in Erinnerung habe, eine Kolumne in dem auflagenstärksten Blatt des Axel Springer Konzerns. Das selbst der Papst einen solchen Menschen empfängt, konnte ich mir nur mit der Vergebung seines Nächsten, wie Johannes Paul II. bei seinem Besuch bei Ali Agca, erklären.
Nein, Diekmann und einhergehend die BILD, sind etwas, mit dem man sich gar nicht beschäftigen oder zumindest verachten sollte. Tagtäglich zeichnet dieser Mensch dafür Verantwortung, andere zu Verleumden, zu Verunglimpfen und ja: den Mob weiter zu verdummen und niederstes Verlangen zu befriedigen. Das Buch Diekmanns als eine Art Leitkultur der BILD, deren Überschriften mir morgens am Kiosk ins Gesicht schlagen und Mitleid für die Kunden vor mir, die auch noch ohne Scham diese Zeitung kaufen.
Nein, man muss kein linker sein, Herrn Diekmann und die BILD in der Art und Weise wie Herr Niggemeier zu kritisieren, sonder einfach: ein Anständiger Mensch.

... zu Mitarbeitern der BILD-Zeitung sollte man so unfreundlich sein, wie es gesetzlich gerade noch erlaubt ist.
Dem kann ich nur zustimmen.

Danke, Herr Niggemeier. Ich wäre sicher eh nicht so weit gesunken, das besprochene Buch zu lesen, geschweige denn, es zu kaufen, aber Ihren Beitrag habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Sie schreiben mir aus dem Herzen. Und was meine drei Virredner angeht: ich konnte leider keine Bewertung abgeben, da "belanglos" sicher nicht richtig, "lesenswert" aber zu positiv wäre. Es fehlt die Kategorie: entlarvend.

Herr Niggemeier zeichnet ein ordentliches Bild von dem Kopf hinter Deutschlands Oberflächlichkeits-Organ Nummer 1. Besagter Diekmann ist leider so sehr in der „Scheinwelt“ abgetaucht die sein Blatt propagiert, dass er selbst an eine Welt zu glauben scheint in der man einfach zwischen richtig und falsch, schwarz und weiß unterscheiden kann. Es sind nicht mehr die Hintergründe die es zu verstehen gilt, sondern es gilt einzig der Versuch die Aufmerksamkeit möglichst vieler Leser zu erhalten. Hierfür ist der größte gemeinsame Nenner (=Oberflächlichkeit), geschmückt mit Alliterationen der effektivste Weg. Die Quote ist entscheidend, wie auch andere Aushängeschildern unserer Medienlandschaft zeigen (siehe D.Bohlen).
S. Niggemeier zeigt nachvollziehbar an Herrn D. auf, welche Art von Gedankenkonstrukten ein Mensch sich aneignet der es sich von Berufswegen nicht erlauben kann, an einer tiefergehenden Welt teilzuhaben.
Bezüglich anderer Lesermeinungen: Lassen Sie sich nicht einschüchtern Herr Niggemeier.

Man muss kein Linker sein, um die Bild-Zeitung mit ihrem Populismus und ihren teils menschenverachtenden Auswüchsen zu verabscheuen. Wenn sich nun deren Chefredakteur dazu berufen fühlt in einem Buch dem ganzen Lande eine Moralpredigt zu halten, so ist Kritik durchaus angebracht. Jemand der offensichtlich nicht erkennt, dass die Existenz der von ihm geleiteten Zeitung ein wesentlich größeres Übel darstellt, als die angebliche moralische Verderbnis, gegen die sie zu kämpfen behauptet, ermangelt ganz offensichtlich selbst des von ihm geforderten "gesunden Menschenverstandes". Vielleicht fehlt es ihm aber auch nicht an Ver-, sondern lediglich an Anstand.
Jedenfalls ist es keineswegs niveaulos eine solche Perversion zu kritisieren, sondern meines Erachtens sogar die Pflicht eines Journalisten. Dies stellt keineswegs ein Denkverbot dar, denn die angeblichen "unbequemen Wahrheiten" sind meist solche, die auf den Lügen weniger, die es besser wissen müssten, und der Dummheit vieler, die es nicht besser wissen können, fußen. Sie versimpeln die Realität durch ihre Monokausalität auf das Schlimmste und appellieren in menschenverachtender Weise an unsere niederen Triebe. Mit Erfolg; denn schließlich sind wir alle ein bisschen Bild.

Gerne lese ich jeden Sonntag auch die Seite 9 mit den "Ansichten". Und ich erwarte gar nicht, dass meine bestätigt werden. Aber an ein normales bis hohes Niveau habe ich mich gewöhnt. Deshalb bin ich ja Abonnent der FAZ und ihrer Sonntagszeitung.
Was Sie uns aber mit dem Artikel des selbstgerechten Herrn Niggemeier aufgetischt haben, ist ungenießbar. Möglicherweise hat die tägliche Lektüre der Bildzeitung auf den Herren Bildblogger abgefärbt. Wir wissen, dass er einen guten Teil seiner Einnahmen durch Bildkritik erzielt. Aber das Buch des Herrn Diekmann wurde schon überall besprochen, meistens zerrissen. Was soll diese verspätete Schmähkritik?
Herr Niggemeier hat offensichtlich Probleme mit dem "heterosexuellen Mann", sonst würde er nicht über seine "Leiden" fabulieren. Ich dachte, es gäbe inzwischen ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz in Deutschland, das Benachteiligungen wegen der sexuellen Orientierung verbietet.
Mich nerven schon länger die albernen Portraits des Herrn Niggemeier auf der Medienseite der FAS. Aber das kann ich angesichts der Qualität der restlichen Sonntagszeitung verkraften. Aber bitte verschonen Sie mich und viele andere mit solchen hasserfüllten, lächerlichen Artikeln im Politik-Teil.

...dass hinter der FAZ immer ein kluger Kopf steckt. Von daher hätte ich nie gedacht, dass es Schnittmengen zwischen FAZ und Bild-Lesern gibt. Bild ist keine Zeitung im journalistischen Sinne. Sie verdreht Wahrheiten, macht (Hetz)Kampagnenpolitik und verstößt wiederholt gegen den Pressekodex. Wer genaueres über die Methoden der Bildzeitung wissen möchte, den lege ich den Bildblog ans Herz. Von daher kann ich die hier geäußerten Lesermeinungen gar nicht nachvollziehen. Seit wann bitteschön ist es Aufgabe einer Zeitung populistische Stimmungen aufzugreifen? Ich dachte immer, es wäre die Aufgabe einer Zeitung ihre Leser zu informieren - wahrheitsgetreu. Von daher vielen Dank an Stefan Niggermeier für diesen vorzüglichen Kommentar über die merkwürdigen Methoden der Bild und ihres Chefredakteurs.

Das Interessante an der Rezension von Herrn Niggemeier ist, dass sie in der FAS erschienen ist. Man stimmt Herrn Niggemeier zu und wundert sich doch, dass das Geschriebene auch einfach die Kritik an einer alltäglichen FAZ-Kommentierung hätte sein können. Herr Diekmann und die meisten der FAZ-Kommentatoren (Hefty, Kohler, Dietrich, Zastrow) dürften vom Meinungsbild her nicht weit voneinander entfernt liegen. Alles was Herr Diekmann an Deutschland schlecht findet, habe ich in dieser Form schon in der FAZ lesen können. Herr Niggemeier beweist also eine Menge Humor. Die wütenden Leserkommentare sprechen ihre Sprache.
Also Hut ab, Herr Niggemeier!

Und zwar in den bisherigen Kommentaren! Das ist ein sicheres Zeichen, daß dies tatsächlich (meine Meinung) einer der besten Artikel ist, die ich seit langem in der FAZ gelesen habe. Meine Hochachtung!
"Niggermeier" statt Niggemeier, das war mit Sicherheit kein Versehen. Pfui Teufel, Herr Gärtner. Wer allen Ernstes die Phrase "Armes Deutschland" drischt, sollte übrigens wirklich besser ins Bild-Forum wechseln.
Und an den anderen Herrn: Sich beim Beklagen fehlenden Niveaus ausgerechnet bei selbigem zu verschreiben, ist schon höhere Komik. Chapeau.

... lässt keine Meinung zu, die von der Gartenlaube der Gutmenschen abweicht; also verurteilt er sie mit der ranzig gewordenen Rhetorik der 68er. Kanzelt sie schlichtweg ab, ohne sie widerlegen zu können.
Freilich muss man Herrn Diekmann nicht mögen. Das ist jedermanns Recht. Auch ich bin kein eingetragenes Mitglied seines Fanclubs, so er einen hat.
Aber er schreibt durchaus ein paar Dinge, die zu überlegen auch der verknöchertsten Gartenlaube nicht schaden könnte.
Am Widerlegen, ohne vorher ausgeschlafen überlegt zu haben, haben sich schon viele die Zähne ausgebissen. Es könnte sein, dass Herr Niggemeier morgen an seiner Frühstückssemmel a wengerl heftiger zu kauen hat, weil die Reihen ihrer natürlichen Gegner sich gelichtet haben.

der sich nicht von Dummschwätzern der politischen Korrektheit - wie Niggemeier - in die Irre führen läßt. Und wenn es BILD nicht gäbe, müßte sie sofort erfunden werden. Für mich ist sie seit Jahrzehnten tägliche Lektüre, ebenso wie die F.A.Z.
Ernst-Markfried Kraatz

Erschreckend, was für Leserbeiträge dieser Artikel hervorruft.....
Mit grosser Freude habe ich wieder einen Niggemeier-Artikel geniessen dürfen, der es immer wieder schafft, unter Ausschöpfung der deutschen Wortschatzes in jedem Satz und jedem Wort einen Volltreffer zu setzen und Denkansätze zu liefern. (Das spricht übrigens für eine gute Schulbildung, Herr Gärtner!!!) Gerade in Zeiten einer BILD oder Focus-Gehirnmatsch-Presse ist das ein wichtiger Gegenpol!! (kleiner Hinweis an den Leser Gaenger: ich bin trotzdem kein "Linker").
Die geistige Armut des Herrn Diekmann scheint sich schleichend in Deutschland durchzusetzen. Nach den hiesigen Lesermeinungen nennt sich das "...ein Gefühl für die Stimmung in der Bevölkerung..."
Schön auch, dass es die Betonköpfe gibt, die noch von "Links" und "Rechts" sprechen ("...Quotenlinker..."). Das spricht von Sachverstand, wenn man Politik oder politisches Engagement in diese Begriffe unterteilt!
Fakt ist doch, daß das Einzige, was Herrn Diekmann und Co täglich antreibt, die Agitation, die Erniedrigung, Beleidigung Anderer zur Erreichung von Leserzahlen ist.
Von so jemandem möchte ich mir ungern die Welt erklären lassen.....

>>>Der Chefredakteur der „Bild“-Zeitung beklagt in seinem Buch die Verlogenheit der Politiker und die Verkommenheit der Jugend. Von den nackten Brüsten in seiner Zeitung und den fetten Lügen in den Schlagzeilen ist darin freilich nichts zu finden."<<<
Es ist und bleibt mir verborgen, was einen Menschen dazu bringen kann, die "Bild-Zeitung" regelmaessig zu konsumieren. Doppelmoral findet sich zwar in allen (Print)-Medien - aber nicht so EXTREM wie in der "Bild".
Allerdings hatte ich das letzte Exemplar vor mehr als 10 Jahren gelesen. :-)

Eine sehr schöne und treffende Rezension. Es ist ohnehin mehr als verwunderlich, dass Diekmann immer und immer wieder mit den 68-ern abrechnen will, aber einfach noch nicht herausgefunden hat, welche Rechnungen ein Mittvierziger mit der 68er-Generation begleichen kann.

...gebührt Respekt, ebenso wie er Kai Diekmann gebührt. Bei meinen Vorkommentatoren würde ich mir wünschen, sich zuerst mit dem Thema auseinanderzusetzen (also dem Buch!) bevor sie hier Herrn Niggemeier abstrafen. Vielleicht hat er ja doch Recht! Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Bild-Zeitung sehe ich nämlich ebenso. Einerseits vertritt die Bild streng konservative Werte und andererseits sieht man mit schöner Regelmäßigkeit die oben zitierten "blanken Brüste", Unwahrheiten und Beleidigungen, bzw. öffentlicher Spott gegen Personen. Das hat mit konservativen Werten gemeinhin nichts im Sinn. Nun mit einem Buch die Keule der Rechtschaffenheit und Weltverbesserung zu schwingen steht im Widerspruch zur täglichen Beschaffenheit des Blattes. Integrität stellen die Bild und ihr Chefredakteur nicht dar und genau dies hat Herr Niggemeier mit seinem Beitrag herausgestellt. In zugegebenermaßen ebenfalls sehr marktschreierischen Worten.

Mal wieder ein oberflächlicher und schlecht argumentierter Artikel von Herrn Niggemeier. Herr Diekmann ist bestimmt nicht jedermanns Fall, aber er hat ein sehr gutes Gefühl für die Stimmung in der Bevölkerung. Ein offener Diskurs ist nur zu führen wenn man keine Denkverbote á la Niggemeier auferlegt bekommt. Der Herr hat immer noch nicht begriffen, daß sein politisch korrekter Zeigefinger nicht mehr ankommt. Das Internet öffnet die weite Welt wieder für alle Meinungen.

Wer den gesunden Menschenverstand mit Mob gleichsetzt, disqualifiziert sich in meinen Augen absolut. Man sollte keine Zeile mehr von ihm drucken, bevor er sich nicht kundig gemacht hat, dass das Gegenteil wahr ist: Ein Mob entsteht, wo der gesunde Menschenverstand (von George Orwell auch als "common decency" bezeichnet) abwesend ist.
Wo hat Niggermeier das, was er schreibt, gelernt? In welche Schule ist er gegangen. Armes Deutschland, das solche "Qualifikationen" produziert!
Ich bin kein regelmäßiger Leser von BILD und kenne seinen Chefredakteur nicht. Aber es scheint mir, dass er doch in manchem recht hat.