
Lauterbachs interessanteste These ist übrigens:
Wir können es uns nicht leisten, Bildungsverlierer zu produzieren - was das derzeitige System macht.
Er sagt auch:
Wir haben beim jetzigen Aufschwung schon zu wenig Ingenieure wo sollen sie beim nächsten Aufschwung herkommen?

Liebe FAZ, nichts gegen Meinungsvielfalt, auch innerhalb einer einzigen Zeitung. Die Rezension zum gleichen Buch, „Eine Selbstdemontage“, in Ihrer Zeitung trifft’s aber weit besser. Wenn es stimmt, was dort über das Buch geschrieben steht, handelt es sich bei K. Lauterbach um jemanden, der selber der Hilfe des Systems bedarf, dessen „Experte“ er angeblich ist.
Dann aber widersprechen die moderaten (und, sorry, etwas konfusen) Einlassungen von Herrn Müller-Jung dem vorgenannten Beitrag.
Also was nun?! Nur weil K.L. und Konsorten fortwährend das Gleiche behaupten werden ihre Behauptungen keinen Deut wahrer. Hier wird eine wahres Trommelfeuer der Propaganda abgebrannt (Viktor Klemperer’s LTI lässt grüßen), im Falle K.L. dazu in einer Art und Weise, die in ihrer Verbohrtheit zwingend auf einen klinischen Gemütszustand schließen lässt.
Dieser Mann ist krank; tatsächlich aber ist es politisch unverantwortlich, solche Volksverhetzer derart einflussreiche Positionen erklimmen zu lassen. Was die FAZ einmal erhellen könnte: was ist das für eine Partei, die so etwas zulässt? Und dabei wird es der SPD nicht einmal etwas nützen, denn der „Interessent“ solchen Auswurfs wählt im Zweifelsfall gleich lieber das Original, nämlich SEDPDSWASG.

Hier wird wieder einmal der Klassiker gegeben: "Haltet den Dieb". An der eigenen Unfähigkeit müssen immer andere Schuld sein. So einfach ist das. Und weil auch der geniale Herr Lauterbach die Gesundheitskosten natürlich nicht in den Griff bekommt muß ein Schuldiger her. Und das kann niemals er selbst sein. So muß es in den Augen eines überzeugten Sozialisten natürlich das private Gesundheitssystem sein. Also die Lösung: das staatliche sozialistische Einheitsgesundheitssystem für alle. Daß das ineffizienter uns schlechter ist weiß man aus anderen Ländern. Daß es dadurch nicht billiger wird, darauf kann jede Wette angenommen werden. Aber "schlechter für alle" war immer ein gutes Ziel für Sozialisten, denn das ist dann wieder gerecht.
Was Herr Lauterbach nicht sagt: In keinen Land rennen die Menschen so häufig zum Arzt wie bei uns, in keinem Land wird so viel verschrieben und geschluckt wie bei uns, und in keinem Land wird für alle eine bis ins Endstadium so aufwendige und teure Medizin betrieben wie bei uns.
Nur wenn Herr Lauterbach das sagen würde, wäre er mutig. Aber diesen Mut hat er nicht. Und so bleibt als Ergebnis leider nur billige Demagogie.

verdrängen regelmäßig, dass die Regierung
die Geldgeschenke, die sie an ihre Wähler
verteilt, vorher anderen Bürgern aus der
Tasche ziehen muss.
Zahlen müssen die Zeche am Ende immer die
paar Dummen, die noch täglich zur Arbeit
gehen und ihren Lebensunterhalt selbst
verdienen. In jedem Euro, der ihnen nach
Abzug aller Steuern und "Sozial-"abgaben
noch bleibt, sehen die Ullas, Borcherts
und Lauterbachs nur einen umzuverteilenden
Einkommensüberschuss, mit dem man sich
Wählerstimmen kaufen kann.
Darum geht die Tendenz auch dahin, dass
sich die bald wahlentscheidende Mehrheit
der Sozialhilfeempfänger ihre Regierungen
so wählt, dass sie ihnen immer mehr
Umverteilung versprechen.
Dass wer selbst für seinen Lebensunterhalt
arbeitet gerechterweise finanziell besser
dastehen sollte als wer einfach nur auf
den Scheck vom Staat wartet, ist vielen
Deutschen schlicht nicht vermittelbar.
Privatpatienten bezahlen die Leistungen,
die sie in Anspruch nehmen.
Kassenpatienten nicht, denn ihre politisch
subventionierten Beiträge decken nicht
annähernd die Kosten.

...auf der Klavieatur utopischer Träume der Machbarkeit: Medizin + Pharmazie schreiten ständig weiter, sicher. Die Medien sind ständig voll mit Meldungen über tolle Fortschritte. Die medizinische Machbarkeit - selbstverständlich sowohl ohne eigenes Zutun und auf Kosten des allversorgenden "Staates" ( wer immer das sein mag) -von ewiger "Gesundheit" wird suggeriert. Dieser - falsche - Eindruck wird von L. + Konsorten aufgegriffen und in das sozialpolitische Versprechen von Geundheit - ohne eigenes Zutun und für Alle - umgemünzt. Geschickt, das muss man ihm bescheinigen. Natürlich völlig utopisch, wie jeder der für drei Pfennig Hirn im Kopf hat leicht einsieht, aber ein uralter Traum . Sowohl medizinisch, als auch sozialpolitisch. Und weil eben nicht erfüllbar, braucht es halt einen Sündenbock. Das "kann" natürlich niemals derjenige sein, der Hoffnungen nach dem alten Traum der Menschheit weckt, belebt, sondern nur derjenige der diese Utopien nicht erfüllt: also das "Gesundheitssystem".
L`s machtpolitisches Spiel mit "Befindlichkeiten.
Ideologisierung statt Realismus.
"Rattenfängertum" Erträgt ein buntes Gewand und spielt ein fröhlich Lied und die Kindlein folgen ihm in den finstern Berg.

Falls etwas Wahres daran sein sollte, dass "Klapperschlangen am Äskulapstab" regieren,
dann muss man auch sagen dürfen,
dass ihnen "scheinheilige, unfähige Demagogen" gegenüberstehen, denen Ihre Karriere in der Politik wichtiger ist, als sach- und fachgerechte Änderungen des Systems. Dass ihnen von dieser Seite ideologisch geprägte Diffamierungen gegenüberstehen, statt realitätsorientierter Politk, die LÖSUNGEN für Probleme sucht. Sondern auf bescheidenstem Niveu für schlichte Gemüter billigste Vorurteile nährt.
Der einzige Punkt bei dem ich mit L. übereinstimme ist, dass dieses System grundsätzlich verändert werden muss. Allerdings nicht in Richtung (dummer) Robin Hood Manier, sondern ich Richtung SELBSTVERANTWORTUNG des Patienten. Dazu gehört die von L. und Konsorten peinlichts vermiedene Leistungs-Transparenz in finanzieller +sachlich fachlicher Richtung auf allen Seiten. Selbst mir, als ins System Eingebundenem fällt es schwer, durchzublicken. Patienten haben längst aufgegeben und werden EBEN DADURCH !!! empfänglich für die billigen Klischees von L. und Ulla und Konsorten. Wir stecken mitten drin in einer unglaublichen Ideologisierung unserer Gesellschaft. DAS ist die Gefahr, die an der P3erson L. deutlich wird!!!

In den Medien fehlt oft eine offene Auseinandersetzung verschiedener Überzeugungen, welche nicht die politischen Scheingefechte nachstellt. Die FAZ sollte viel öfter auch "andereren" Meinungen ausreichend Raum geben. Uns Lesern wird sicherlich wieder an anderer Stelle ausreichend Gelegenheit geboten die "richtigen" Überzeugungen zu erfahren.

Was war jetzt das?
Auch beim zweiten Lesen wird kein roter Faden sichtbar.
Der Autor springt vom "Übel" der Privatkassen, zum ageblichen Vorenthalten der Segnungen der modernen Medizin, wiederholt das Märchen, daß Kassenpatienten keine Termine beim Spezialisten bekommen- habe ich in meiner 10 jährigen hausärztlichen Praxis noch nicht erlebt-, kommt dann zum Ärgernis der Reisebüromentalität der gesetzlichen Krankenkassen, um, wie sollte es anders sein, zu guter Letzt die KV in die Pfanne zu hauen. Auch die Idee eines Ärzteranking- gibts sowas für Journalisten-darf nicht fehlen.
Sollte es dem Autor darum gegangen sein, die Wirrheit der Lauterbachschen Ideen wiederzuspiegeln so ist dies vortrefflich gelungen.
Übrigens Ärzteranking,genauso wie der Leser eine andere Zeitung abonniert, wenn er an der Qualität der Seinen all zu oft zweifeln muß, kann ein Patient den Arzt wechseln. Die konsequente Umsetzung von Lauterbachs Plänen dürfte dies zukünftig schwerer machen.
Dr. Clemens Nanke

Das hat der Rezensent wohl falsch verstanden:Lauterbach wird nicht den 90% Kassenpatienten zur Gleichbehandlung mit den 10% Privatpatienten verhelfen,sondern den Privatpatienten die Gleichbehandlung mit den Kassenpatienten verordnen.Bei bleibend hohen Beiträgen für die Privatpatienten natürlich.Von irgendetwas und irgendwem müssen die Kassenpatienten ja schließlich finanziert werden.Wir werden Verhältnisse wie in anderen Ländern bekommen:schlechte Versorgung für Otto Normalpatient und gute Leistung gegen gutes Geld für die,die ihren Arzt bezahlen können und wollen.

derjenige, der Ulla Schmidt berät!!
Ich wünsche mir für alle eine private Kasse-die effizienteste Art der Versicherung.
Lange schon kann ich nicht verstehen, daß ich der gesund lebt und den Kassenhöchstsatz zahlt-weniger bekommt als die Gesundheitsgefährder, die die ges. Kassen belasten.
Stellen Sie sich ein System der Grundversorgung vor, bei dem Sie erst einen Pauschalbeitrag einzahlen und dann nach ihrem Bedarf Lebensmittel einkaufen können!
So verhält es sich mit den ges. Kassen.

Wenn man 10 Milliarden einsparen will müsste man nur Reanimations und Schlaganfallpatienten kühlen
Technische Lösungen sind vorhanden.
Leider sagt Deutschand das Ingenieuere die sich mit solchen Produkten beschäftigen, und gefördert werden möchten bitte ins Ausland gehen sollen.
Schade das es wenig Menschen mit vernuft gibt.
Fragen und Anmerkungen an
Medizintechnik@TemX.de

...Europa. Deutsche Ärzte sind topausgebildet und überall sonst zu hohen Löhnen willkommen. Wer glaubt, dass eine sich momentan entwickelnde deutsche Neidgesellschaft sie zu effektiven Niedriglöhnen wird halten können, der wird einen enormen Ärztemangel erleben - und guess what: Dass gehen die Preise richtig hoch - und die Mediziner verdienen dementsprechend.
PS: Ich bin weder Arzt noch Medizinstudent noch wohne ich in Deutschland ;)

Lauterbach polarisiert m.E. mit seiner "Zweiklassenmedizin". Im Kern wird er aber wissen, wovon er spricht. Es gibt wahrscheinlich viel zu verbessern. Die "Gesundheitsecke" war für alle darin Verweilenden über Jahrzehnte eine bequeme Ecke. Es mußte und muß weiteres geschehen. Auch sollte geschehen, daß die Beitragsbemessungsgrenze fällt - sprich: jeder zahlt einen identischen Prozentsatz von seinem tatsächlichen Einkommen. Großverdiener sind eindeutig bevorteilt. Das gibt es z.B. in der hochgelobten Schweiz nicht.

Als privat versicherter Kleinselbständiger mit einem Einkommen von 9.000 € Jahresbruttoeinkommen vor Steuern bin ich nach seiner Definition ein Besser- gar Bestverdiener?
Also die Gruppe der jungen, gesunden Gutverdiener, die mit den breiten Schultern.
In einer Liga mit Michael Schumacher und Josef Ackermann.
Das ist wahrlich zu viel der Ehre!
Mann ich krieg mich gar nicht mehr ein!
Von wegen junger, gesunder Gutverdiener mit „breiten Schultern“.
Wenn man offenbar in Deutschland keine Reichen findet, werden einige erfunden.
Und damit, wie auch mit klassenkämpferischer Demagogie, bringt man unser durchaus reformbedürftiges Gesundheitssystem nicht weiter.
Höchsten bringt man damit die Menschen gegeneinander auf.
Da stellt sich die berechtigte Frage, wie eine vernüftige Diskussion überhaupt zustande kommen soll.
Aber das scheint auch nicht die Intuition Prof. Lauterbachs zu sein.
Eher das Gehabe eines eitlen Selbstdarstellers, der als "Robin Hood" im Hinterwald, nur nach der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien hascht.
Der Mythos vom "reichen Privatversicherten" wurde bereits von vielen Seiten als reine Fiktion entlarvt.
Eine Lektion, der sich der Harvard-Absolvent nicht auf Dauer entziehen kann.

Ich frage mich warum ausgerechnet die FAZ Herrn L. so großen Raum einräumt.
Ich empfehle die ebenfalls in dieser Zeitung erschienene Rezension von Herrn C. Gebauer.
Herr L. hat als Aufsichtsratmitglied der Rhön Kliniken AG die Möglichkeit darauf hinzuwirken, daß in seinem Einflußbereich die Zweiklassenmedizin abgeschafft wird. Mir ist keine derartige Einflußnahme bekannt geworden.
Herr L. hält die sogenannte doppelte Facharztschiene für gefährlich. Er möchte die niedergelassenen Fachärzte abschaffen und vertritt die Ansicht daß die Krankenhäuser (wohl insbesondere seines Trägers) deren Arbeit mitübernehmen sollten. Dieser unbewiesenen Behauptung halte ich entgegen, daß gerade die niedergelassenen Fachärzte die flächendeckende wohnortnahe Versorgung effizienter, kostengünstiger und für die Patienten komfortabler anbieten können, weil sie keine Verwaltung miternähren müssen.
Meine Erwartungen an die FAZ bezüglich einer kritischen Auseinandersetzung wurden weit untertroffen.
Mir fehlt z.B. der Hinweis, daß das Buch nur teilweise geschwärzt erscheinen durfte, weil der ordentliche Herr Prof. L. die einfachsten Grundsätze des Zitierens nicht beherrscht. Wenn man ihm nicht absichtliche Sinnentstellung unterstellen möchte.

Seine Beweggründe mögen ehrenwert sein, aber Lauterbachs Hetze ist nur Gift für den sozialen Frieden. Fakt ist, dass ein Arzt nur dann ethisch verantwortlich handeln kann, wenn er sich diese Ethik auch leisten kann. Ansonsten ist er gezwungen, ohne Rücksicht auf das Patientenwohl "alles" zu unternehmen, was ihn wirtschaftlich über Wasser hält. Dies ist tragisch, aber wahr. Warum will Herr Lauterbach nun ausgerechnet die effizienten Privatversicherungen abschaffen und die Chancengleichheit mit schlechterer Qualität erzwingen (Private leben doch ca. 5-15 Jahre länger...)? Warum will er die ca. 20.000 Kassen mit ihren aufgeblähten Verwaltungskosten erhalten? Etwa damit noch weniger Leistungen von den Beiträgen finanziert werden und dafür mehr Wellnessangebote von den Kassen angeboten werden können? Warum bekämpft er stattdessen nicht die unsozialen Bemessungsgrenzen und setzt sich dafür ein, dass der Soli-Zuschlag für eine staatl. Grundversorgung für alle eingesetzt wird, anstatt Subventionen an den Osten zu zahlen, die nur wenigen nützen? So könnten alle Menschen in diesem Land in den Genuss einer deutlich verbesserten Gesundheitsversorgung kommen, wenn jeder darüberhinaus die Möglichkeit bekäme, privat zusatzversichert zu sein.

Das Märchen von den parasitären Privatkassen: Wenn 15 % Privatpatienten in vielen Praxen einen Umsatzbeitrag von 50 % bringen verhält es sich umgekehrt.
Das Märchen von der Versorgung durch die kassenärztliche Vereinigung: letztendlich werden nur Praxen existieren können wo ausreichend Umsatz erwirtschaftet wird
. Die Budgetpolitik ist kontraproduktiv. Man sollte, wie die Kirche aus Priestermangel Pfarrverbände gründet, auf dem Land über Praxisverbände nachdenken. Ein Arzt für mehrere Orte.
Das Märchen von der modernsten Medizin für alle: oft ist sie gar nicht nötig, wird aber von den Patienten als "Anspruch" erwartet und ihnen von der Politik eingeredet.
Das Märchen von der Kostensenkung: solange die Kartelle aus kassenärztl. Vereinigung, Apothekerverbänden und Pharmaindustrie nicht zerschlagen werden, werden die Kosten weiter steigen.
Solange die Politik ihre Hausaufgaben nicht macht und die Leistungen in notwendige, wünschenswerte, hilfreiche und nutzlose einteilt, und entsprechend die Patienten finanziell beteiligt, wird das Gesundheitssystem ein Faß ohne Boden bleiben.

Man muss sich fragen, was diesen Mediziner, der übrigens nie einen Patienten behandelt hat, dazu treibt in einer Tour gegen seine Kollegen und gegen die private Krankenversicherung zu hetzen.
Er fordert eine Staatsmedizin nach DDR Vorbild, die bekanntlich schon dort nicht funktioniert hat und in England zu immensen Wartezeiten bei OPs führt.
Er bietet keine ernstzunehmenden Vorschläge zur wirklichen Verbesserung der Lage der Krankenversicherung.
Die Probleme sind die Überalterung der Bevölkerung, die nicht gesund immer älter wird, sondern deren letzte Lebensjahre gleichzeitig die teuersten für die Krankenversicherung sind.
Weiter sorgt die Arbeitslosigkeit und der Lohnrückgang für sinkende Einnahmen der Kassen.
Eine dank diverser Gesundheitsreformen massiv überbordende Bürokratie kostet immense Summen an Euro.
Ärztehopping und Vollkaskomentalität durch das Kassenkärtchen tun Ihr übriges.
Medizinischer Fortschritt kostet Geld, und dieses will unsere Gesellschaft nicht bezahlen, sondern für gleichbleibende Beiträge bessere Leistungen, das kann nur zu Lasten der Ärzte kurze Zeit gut gehen.
Demagogen alla Lauterbach helfen keinesfalls weiter. Die teure kommende elektronische Totalüberwachung mittel e-card auch nich

es wäre interessant, wenn Herr Lauterbach offenlegen würde wie er versichert ist, wahrscheinlich mit dem Vorzug , nur 30% der Normalprämie zu zahlen, da der Rest von der Staatskasse als Beizahlung geleistet wird.
Alexander Reiter

Die von Herrn Lauterbach "auf den Weg gebrachten Gesundheitsreformen" haben vor allem den Gesundheitskonzernen genützt, bei deren einem er im Aufsichtsrat sitzt. Derartige Politik ist eher bananenstaatstypisch.
Ärzte sind mehrheitlich (noch) Mittelschicht.
Ein deutscher Arzt.

Klar erscheint konservativen solcher Kritik als Populismus, aber irgendetwas kann nicht in unserem System stimmen, denn es sind nicht nur Linke, die das System kritisieren und immerhin ist Lauterbach ein Akademiker, der übrigens in Harvard studiert hat, und ohne weiteres hat er dieses Buch nicht geschrieben. Lauterbachs Kritik ist sehr wohl berechtigt. Der einzige Fehler bei Lauterbach ist, dass er keine Ideen hat um das Gesundheitssystem zu reformieren.

Herr Lauterbach hat ein Buch über das Dt. Gesundheitssystem verfaßt, daß von ideologischen Verbiegungen nur so strotzt. Das Buch ist alles, bloß nicht objektiv. Das Buch bietet vieles, bloß keine Denkanstöße.
Was es aber in überreichem Maße hat, ist Gesprächsstoff für Stammtische. Da kann man dann mal wieder so richtig neidisch über alles und jeden herziehen. Schade. Von einem sogenannten Experten hätte man schon ein bißchen mehr erwarten dürfen, nicht diesen intellektuellen Dünnschiß. An vielen kritischen Stellen fehlen die Argumente und Analysen, dafür gibt es Meinung satt.
Aber vielleicht versteht sich Lauterbach ja nach wie vor als Sprachrohr einer Partei? Dann sind seine Ergüsse schon nachvollziehbarer. Mich ärgert jetzt schon, daß der Herr Lauterbach sicher durch alle Talkshows tingeln wird mit seinem Opus... Dafür reicht das Erregungspotential sicher.

Ihr Beitrag scheint mir eine glänzende Reklame für Herrn Lauterbachs Buch.
Zur Sache: Als Partner einer großen Radiologischen Praxis kann ich nur sagen: jeder (auch Herr Lauterbach), der einen Untersuchungstermin braucht, bekommt auch einen, egal um welche Untersuchung es sich handelt. Selbstverständlich muß an der Anmeldung nach dem Versichertenstatus gefragt werden, schon aus administrativen Gründen. Aber ein Auswahlkriterium ist das nicht!! Und ich überblicke inzwischen 30 Jahre in der Niederlassung...
Aber: was ist das für ein Gesundheitssystem, in dem es nachgewiesenermaßen zunehmend Praxen gibt, die alleine von den Einnahmen aus Kassenpatienten nicht existieren können, die also ohne einen nennenswerten Anteil an Privatpatienten nicht überlebensfähig sind?? Das hat die Politik aus den "Halbgöttern in Weiß" im Laufe von 20 bis 25 Jahren gemacht!! Auch ein gewisser Herr Lauterbach war nicht unwesentlich daran beteiligt! Für dieses existentielle Problem hat er aber noch keine brauchbare Lösung angeboten.

Soso, die privaten Krankenkassen sind also schuld. Klar, Herr Lauterbach. Schaffen wir sie ab, und alles wird besser. Wirklich?
Tatsache ist: die Privatversicherten in die gesetztliche Zwangsversicherung ein zubeziehen, würde allenfalls kurzfristig Erleichterung verschaffen. Danach hätten wir schlechte Staatsmedizin eben für 100% der Bevölkerung - und wer es sich leisten kann, schließt halt eine private Zusatzversicherung ab.
Die grundlegenden Probleme spricht Herr Lauterbach nicht an: vorweg die fortdauernde Vergreisung, unter den Jüngeren der wachsende Anteil sozial schwacher (weil ungebildeter!) Versorgungsbedürftiger. Dazu die Vollkaskomentalität: warum müssen die Leute nicht, wie bei der privaten Kasse, ERST bezahlen und bekomen dann eine Erstattung?
Und zuguterletzt: die "Reichen" leben nicht wegen der besseren medizinischen Versorgung länger, sondern weil sie meist gebildeter sind und sich vernünftiger verhalten. DIe Raucherquote etwa steht im umgekehrten Verhältnis zum Bildungsniveau - obwohl Rauchen unbestreitbar eine sehr teure Angelegenheit ist.
Es erstaunt mich, daß die FAZ diese Lauterbach´sche Revolutionsrhetorik nicht kritischer kommentiert.