„Zweiklassenmedizin“

Lauterbachs Schrei

Die Gesundheit hat sich zum gesellschaftlichen Topthema entwickelt. In seinem Buch „Zweiklassenstaat“ rüttelt Karl Lauterbach die Mittelschicht auf. Sie soll endlich merken, dass sie die Melkkuh des medizinischen Systems ist.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juli 2007 10:07

Lauterbachs interessante These

josef primzek (primzek)

Lauterbachs interessanteste These ist übrigens:

Wir können es uns nicht leisten, Bildungsverlierer zu produzieren - was das derzeitige System macht.

Er sagt auch:
Wir haben beim jetzigen Aufschwung schon zu wenig Ingenieure wo sollen sie beim nächsten Aufschwung herkommen?

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03. Juli 2007 22:45

Krank

Chris Deister (Unke)

Liebe FAZ, nichts gegen Meinungsvielfalt, auch innerhalb einer einzigen Zeitung. Die Rezension zum gleichen Buch, „Eine Selbstdemontage“, in Ihrer Zeitung trifft’s aber weit besser. Wenn es stimmt, was dort über das Buch geschrieben steht, handelt es sich bei K. Lauterbach um jemanden, der selber der Hilfe des Systems bedarf, dessen „Experte“ er angeblich ist.
Dann aber widersprechen die moderaten (und, sorry, etwas konfusen) Einlassungen von Herrn Müller-Jung dem vorgenannten Beitrag.
Also was nun?! Nur weil K.L. und Konsorten fortwährend das Gleiche behaupten werden ihre Behauptungen keinen Deut wahrer. Hier wird eine wahres Trommelfeuer der Propaganda abgebrannt (Viktor Klemperer’s LTI lässt grüßen), im Falle K.L. dazu in einer Art und Weise, die in ihrer Verbohrtheit zwingend auf einen klinischen Gemütszustand schließen lässt.
Dieser Mann ist krank; tatsächlich aber ist es politisch unverantwortlich, solche Volksverhetzer derart einflussreiche Positionen erklimmen zu lassen. Was die FAZ einmal erhellen könnte: was ist das für eine Partei, die so etwas zulässt? Und dabei wird es der SPD nicht einmal etwas nützen, denn der „Interessent“ solchen Auswurfs wählt im Zweifelsfall gleich lieber das Original, nämlich SEDPDSWASG.

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03. Juli 2007 17:35

Ziemlich viel Stuss für diese Zeitung!

Berthold Grabe (BGrabe)

Was Lauterbach da angeblich von sich gibt, ist an dummer Propaganda wohl kaum zu überbieten.

Sicher ist nur, das die Gesellschaft sich teilt.
Sicher ist auch, dass diejenigen, die die Freiheit haben sich der allmächtigen Staatsfüsorge zu entziehen, sich dem Abstieg nach unten leichter entziehen können, da sie nicht dem korrupten und maroden Sozialsystem ausgeliefert sind.
Sicher ist auch, dass nach Lafontaines Scheinselbständigkeitsgesetz immer weniger Menschen sich dem ausbeuterischen Systemzwang legal widersetzen können.
Sicher ist ebenso, das die Ineffizienz der staatlichen Sicherungsysteme schneller wächst als der Reichtum der Privilegierten in diesem Lande.

Es ist noch gar nicht lange her (und spiegelt sich übrigens auch in der Sozialgesetzgebung wieder) da gab man sich Mühe die Besserverdienenden als Sozialschmarotzer aus den gesetzlichen Kassen und Sozialversicherungen auszuchließen. Man wollte keine Trittbrettfahrer.

Nun, wer ist wohl der Trittberettfahrer und wer der Schmarotzer?


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29. Juni 2007 16:11

Der Klassiker: "Haltet den Dieb"

Alexander Pöhnl (Odysseus3)

Hier wird wieder einmal der Klassiker gegeben: "Haltet den Dieb". An der eigenen Unfähigkeit müssen immer andere Schuld sein. So einfach ist das. Und weil auch der geniale Herr Lauterbach die Gesundheitskosten natürlich nicht in den Griff bekommt muß ein Schuldiger her. Und das kann niemals er selbst sein. So muß es in den Augen eines überzeugten Sozialisten natürlich das private Gesundheitssystem sein. Also die Lösung: das staatliche sozialistische Einheitsgesundheitssystem für alle. Daß das ineffizienter uns schlechter ist weiß man aus anderen Ländern. Daß es dadurch nicht billiger wird, darauf kann jede Wette angenommen werden. Aber "schlechter für alle" war immer ein gutes Ziel für Sozialisten, denn das ist dann wieder gerecht.

Was Herr Lauterbach nicht sagt: In keinen Land rennen die Menschen so häufig zum Arzt wie bei uns, in keinem Land wird so viel verschrieben und geschluckt wie bei uns, und in keinem Land wird für alle eine bis ins Endstadium so aufwendige und teure Medizin betrieben wie bei uns.
Nur wenn Herr Lauterbach das sagen würde, wäre er mutig. Aber diesen Mut hat er nicht. Und so bleibt als Ergebnis leider nur billige Demagogie.

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29. Juni 2007 12:26

Demagogen und Lobbyisten

Karl-Heinz Krüger (carloenricokrueger)

verdrängen regelmäßig, dass die Regierung
die Geldgeschenke, die sie an ihre Wähler
verteilt, vorher anderen Bürgern aus der
Tasche ziehen muss.

Zahlen müssen die Zeche am Ende immer die
paar Dummen, die noch täglich zur Arbeit
gehen und ihren Lebensunterhalt selbst
verdienen. In jedem Euro, der ihnen nach
Abzug aller Steuern und "Sozial-"abgaben
noch bleibt, sehen die Ullas, Borcherts
und Lauterbachs nur einen umzuverteilenden
Einkommensüberschuss, mit dem man sich
Wählerstimmen kaufen kann.

Darum geht die Tendenz auch dahin, dass
sich die bald wahlentscheidende Mehrheit
der Sozialhilfeempfänger ihre Regierungen
so wählt, dass sie ihnen immer mehr
Umverteilung versprechen.

Dass wer selbst für seinen Lebensunterhalt
arbeitet gerechterweise finanziell besser
dastehen sollte als wer einfach nur auf
den Scheck vom Staat wartet, ist vielen
Deutschen schlicht nicht vermittelbar.

Privatpatienten bezahlen die Leistungen,
die sie in Anspruch nehmen.

Kassenpatienten nicht, denn ihre politisch
subventionierten Beiträge decken nicht
annähernd die Kosten.

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29. Juni 2007 12:05

Klavierspieler ...

Reinhold Eysel (Eysel)

...auf der Klavieatur utopischer Träume der Machbarkeit: Medizin + Pharmazie schreiten ständig weiter, sicher. Die Medien sind ständig voll mit Meldungen über tolle Fortschritte. Die medizinische Machbarkeit - selbstverständlich sowohl ohne eigenes Zutun und auf Kosten des allversorgenden "Staates" ( wer immer das sein mag) -von ewiger "Gesundheit" wird suggeriert. Dieser - falsche - Eindruck wird von L. + Konsorten aufgegriffen und in das sozialpolitische Versprechen von Geundheit - ohne eigenes Zutun und für Alle - umgemünzt. Geschickt, das muss man ihm bescheinigen. Natürlich völlig utopisch, wie jeder der für drei Pfennig Hirn im Kopf hat leicht einsieht, aber ein uralter Traum . Sowohl medizinisch, als auch sozialpolitisch. Und weil eben nicht erfüllbar, braucht es halt einen Sündenbock. Das "kann" natürlich niemals derjenige sein, der Hoffnungen nach dem alten Traum der Menschheit weckt, belebt, sondern nur derjenige der diese Utopien nicht erfüllt: also das "Gesundheitssystem".
L`s machtpolitisches Spiel mit "Befindlichkeiten.
Ideologisierung statt Realismus.
"Rattenfängertum" Erträgt ein buntes Gewand und spielt ein fröhlich Lied und die Kindlein folgen ihm in den finstern Berg.

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29. Juni 2007 11:30

Wenn, dann...

Reinhold Eysel (Eysel)

Falls etwas Wahres daran sein sollte, dass "Klapperschlangen am Äskulapstab" regieren,
dann muss man auch sagen dürfen,
dass ihnen "scheinheilige, unfähige Demagogen" gegenüberstehen, denen Ihre Karriere in der Politik wichtiger ist, als sach- und fachgerechte Änderungen des Systems. Dass ihnen von dieser Seite ideologisch geprägte Diffamierungen gegenüberstehen, statt realitätsorientierter Politk, die LÖSUNGEN für Probleme sucht. Sondern auf bescheidenstem Niveu für schlichte Gemüter billigste Vorurteile nährt.
Der einzige Punkt bei dem ich mit L. übereinstimme ist, dass dieses System grundsätzlich verändert werden muss. Allerdings nicht in Richtung (dummer) Robin Hood Manier, sondern ich Richtung SELBSTVERANTWORTUNG des Patienten. Dazu gehört die von L. und Konsorten peinlichts vermiedene Leistungs-Transparenz in finanzieller +sachlich fachlicher Richtung auf allen Seiten. Selbst mir, als ins System Eingebundenem fällt es schwer, durchzublicken. Patienten haben längst aufgegeben und werden EBEN DADURCH !!! empfänglich für die billigen Klischees von L. und Ulla und Konsorten. Wir stecken mitten drin in einer unglaublichen Ideologisierung unserer Gesellschaft. DAS ist die Gefahr, die an der P3erson L. deutlich wird!!!

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29. Juni 2007 08:57

Meinungsvielfalt

Michael Hubrich (michael.hubrich)

In den Medien fehlt oft eine offene Auseinandersetzung verschiedener Überzeugungen, welche nicht die politischen Scheingefechte nachstellt. Die FAZ sollte viel öfter auch "andereren" Meinungen ausreichend Raum geben. Uns Lesern wird sicherlich wieder an anderer Stelle ausreichend Gelegenheit geboten die "richtigen" Überzeugungen zu erfahren.

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29. Juni 2007 08:24

Lauterbachs Schrei

Clemens Nanke (Nanke)

Was war jetzt das?
Auch beim zweiten Lesen wird kein roter Faden sichtbar.
Der Autor springt vom "Übel" der Privatkassen, zum ageblichen Vorenthalten der Segnungen der modernen Medizin, wiederholt das Märchen, daß Kassenpatienten keine Termine beim Spezialisten bekommen- habe ich in meiner 10 jährigen hausärztlichen Praxis noch nicht erlebt-, kommt dann zum Ärgernis der Reisebüromentalität der gesetzlichen Krankenkassen, um, wie sollte es anders sein, zu guter Letzt die KV in die Pfanne zu hauen. Auch die Idee eines Ärzteranking- gibts sowas für Journalisten-darf nicht fehlen.
Sollte es dem Autor darum gegangen sein, die Wirrheit der Lauterbachschen Ideen wiederzuspiegeln so ist dies vortrefflich gelungen.
Übrigens Ärzteranking,genauso wie der Leser eine andere Zeitung abonniert, wenn er an der Qualität der Seinen all zu oft zweifeln muß, kann ein Patient den Arzt wechseln. Die konsequente Umsetzung von Lauterbachs Plänen dürfte dies zukünftig schwerer machen.
Dr. Clemens Nanke

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29. Juni 2007 08:13

Gleichbehandlung

birge frey (birge)

Das hat der Rezensent wohl falsch verstanden:Lauterbach wird nicht den 90% Kassenpatienten zur Gleichbehandlung mit den 10% Privatpatienten verhelfen,sondern den Privatpatienten die Gleichbehandlung mit den Kassenpatienten verordnen.Bei bleibend hohen Beiträgen für die Privatpatienten natürlich.Von irgendetwas und irgendwem müssen die Kassenpatienten ja schließlich finanziert werden.Wir werden Verhältnisse wie in anderen Ländern bekommen:schlechte Versorgung für Otto Normalpatient und gute Leistung gegen gutes Geld für die,die ihren Arzt bezahlen können und wollen.

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29. Juni 2007 00:58

Ausgerechnet Lauterbach

Michael Brüggemann (bruegge1952)

derjenige, der Ulla Schmidt berät!!
Ich wünsche mir für alle eine private Kasse-die effizienteste Art der Versicherung.
Lange schon kann ich nicht verstehen, daß ich der gesund lebt und den Kassenhöchstsatz zahlt-weniger bekommt als die Gesundheitsgefährder, die die ges. Kassen belasten.
Stellen Sie sich ein System der Grundversorgung vor, bei dem Sie erst einen Pauschalbeitrag einzahlen und dann nach ihrem Bedarf Lebensmittel einkaufen können!
So verhält es sich mit den ges. Kassen.

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29. Juni 2007 00:44

Wenn man Sparen will sollte man Kühlen

Fabian Temme (raindug)

Wenn man 10 Milliarden einsparen will müsste man nur Reanimations und Schlaganfallpatienten kühlen
Technische Lösungen sind vorhanden.

Leider sagt Deutschand das Ingenieuere die sich mit solchen Produkten beschäftigen, und gefördert werden möchten bitte ins Ausland gehen sollen.

Schade das es wenig Menschen mit vernuft gibt.

Fragen und Anmerkungen an
Medizintechnik@TemX.de

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29. Juni 2007 00:33

All diese Leute vergessen...

Markus Leibold (MSL)

...Europa. Deutsche Ärzte sind topausgebildet und überall sonst zu hohen Löhnen willkommen. Wer glaubt, dass eine sich momentan entwickelnde deutsche Neidgesellschaft sie zu effektiven Niedriglöhnen wird halten können, der wird einen enormen Ärztemangel erleben - und guess what: Dass gehen die Preise richtig hoch - und die Mediziner verdienen dementsprechend.

PS: Ich bin weder Arzt noch Medizinstudent noch wohne ich in Deutschland ;)

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28. Juni 2007 22:55

Weg mit der Beitragsbemessungsgrenze

Werner Schmidt (banker-schmidt)

Lauterbach polarisiert m.E. mit seiner "Zweiklassenmedizin". Im Kern wird er aber wissen, wovon er spricht. Es gibt wahrscheinlich viel zu verbessern. Die "Gesundheitsecke" war für alle darin Verweilenden über Jahrzehnte eine bequeme Ecke. Es mußte und muß weiteres geschehen. Auch sollte geschehen, daß die Beitragsbemessungsgrenze fällt - sprich: jeder zahlt einen identischen Prozentsatz von seinem tatsächlichen Einkommen. Großverdiener sind eindeutig bevorteilt. Das gibt es z.B. in der hochgelobten Schweiz nicht.

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28. Juni 2007 22:26

Zum Schreien!!

Mischa Rehde (Fliege5)

Als privat versicherter Kleinselbständiger mit einem Einkommen von 9.000 € Jahresbruttoeinkommen vor Steuern bin ich nach seiner Definition ein Besser- gar Bestverdiener?
Also die Gruppe der jungen, gesunden Gutverdiener, die mit den breiten Schultern.
In einer Liga mit Michael Schumacher und Josef Ackermann.
Das ist wahrlich zu viel der Ehre!
Mann ich krieg mich gar nicht mehr ein!
Von wegen junger, gesunder Gutverdiener mit „breiten Schultern“.
Wenn man offenbar in Deutschland keine Reichen findet, werden einige erfunden.
Und damit, wie auch mit klassenkämpferischer Demagogie, bringt man unser durchaus reformbedürftiges Gesundheitssystem nicht weiter.
Höchsten bringt man damit die Menschen gegeneinander auf.
Da stellt sich die berechtigte Frage, wie eine vernüftige Diskussion überhaupt zustande kommen soll.
Aber das scheint auch nicht die Intuition Prof. Lauterbachs zu sein.
Eher das Gehabe eines eitlen Selbstdarstellers, der als "Robin Hood" im Hinterwald, nur nach der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien hascht.
Der Mythos vom "reichen Privatversicherten" wurde bereits von vielen Seiten als reine Fiktion entlarvt.
Eine Lektion, der sich der Harvard-Absolvent nicht auf Dauer entziehen kann.

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