Im Ausland begehrt: Daniel Kehlmann und sein Werk

Neue deutsche Literatur

Die Geschichten des Erfolgs

Nirgendwo in der deutschen Bücherbranche herrscht zur Zeit so gute Stimmung wie in den Lizenzabteilungen der großen Verlagshäuser: Auf dem internationalen Markt ist neue deutsche Literatur gefragt wie lange nicht.

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13. November 2005 19:46

Sind Uebersetzungen noch Literatur?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Ein Romancier, sagen wir Thomas Mann, verfasst einen Roman, nennen wir ihn "Buddenbrooks". Er schreibt sehr elegant, an jedem Wort wird lange herumgefeilt, bis zuletzt das Meisterwerk vollendet ist. Natuerlich wird es ein Bestseller, der Dichter erhaelt den Nobelpreis. Jeder will ihn lesen. Also wird er uebersetzt in verschiedene Sprachen. Die Frage stellt sich: Sind diese Uebersetzungen noch das Werk des deutschen Dichters, oder sind es blosse Nacherzaehlungen derselben Story?

Ferner: Wenn die Nachfrage im englisch-sprechenden Ausland so viel groesser ist als in Deutschland, warum schreibt der Autor sein Buch nicht gleich auf englisch, um die Zwischenhaendler auszuschalten?

Der beruehmte argentinische Autor Jorge Luis Borges hat. einmal gesagt, dass sich seine Romane eigentlich viel besser in englischer Uebersetzung lesen. oder um es

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