Google spaltet die Buchbranche

Internet

Google fühlt sich mißverstanden

Google hat mit seinem Programm zur Digitalisierung von Büchern die Buchbranche in Aufregung versetzt: Autoren und Verleger hoffen auf mehr Umsatz, fürchten aber um ihre Urheberrechte. Voller Pathos: die Franzosen.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Oktober 2005 14:11

Digitalisieren ja -- googlisieren nein?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Jeder Wissenschaftler ist sich klar, dass Digitalisierung der Altbestaende dringend erforderlich ist. Wenn man heute ein altes Buch einsieht, das man vor 20 Jahren schon einmal eingesehen hatte, zeigt sich der Verschleiss nur zu deutlich. Fortschrittliche Bibliotheksleiter haben diesen
Notstand schon lange erkannt, nur fehlen die Mittel.

Da kommen nun die Amerikaner und bieten an, es ganz umsonst zu machen. Das vertraegt sich nicht mit dem
Antiamerikanismus und Nationalstolz, den man zur Schau tragen muss. Wie ein ehemaliger Chef der wichtigsten Bibliothek der Schweiz es formulierte: "Da chommen die Herren Americhaner und fressen die Rosinen aus unserem Chuchen." Ja, wenn's bloss nicht die Amerikaner waeren!

Der Leiter der Pariser Nationalbibliothek sollte sich fragen:
"Was ist wichtiger, die Rettung unserer Buecher oder unser bornierter Nationalstolz?" Sie zieren sich doch sonst nicht, Geld von den Amerikanern zu verlangen.

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