Eine literarische Sensation

Das Geheimnis des Stefan George

Spezial Ein Stück deutsche Geistesgeschichte, das sich liest wie ein Thriller: Die erste Biographie Stefan Georges erzählt von dem geheimnisumwitterten Dichter, aus dessen Dasein Claus Graf Schenk von Stauffenberg die Kraft für das Attentat auf Hitler bezog. Von Frank Schirrmacher.

Lesermeinungen zum Beitrag

06. August 2007 23:07

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

es ist ermüdend, von Frank Schirrmacher immer wieder längst bekannte Fakten als Sensation dargestellt zu bekommen (z.B. die altbekannte Tatsache von Georges Absage an die Nazis genau am Tag der Bücherverbrennung).

Stauffenberg er war ein Held, ein deutscher Held, so Philipp von Boeselager.
Für mich persönlich ist er nicht nur wegen seiner moralischen und politischen Widerstandskraft sondern v.a. wegen seiner Absage an den Materialismus und der konsequenten Überwindung des Nihilismus eine der am meisten beeindruckenden Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts; eine nähere, intensive Auseinandersetzung mit den Motiven seiner Gedankenwelt ist geeignet, eine kontroverse Diskussion auch über Begriffe von Werten und Modernität unserer Gegenwart anzustoßen und erscheint mir daher gleichermaßen sinnvoll wie zeitgemäß, ja sogar notwendig.

Die letzten Gedanken und Worte eines solchen Mannes "Es lebe das geheime Deutschland" auf eine geheim gehaltene sexuelle Neigung seines geistigen Ahnen zu beziehen, ist primitiv

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
05. August 2007 23:26

Der einzige, der hier "bla-bla" schreibt, sind Sie Herr @Becker!

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Und mehr Antworten als diese sind Ihres Beitrags nicht würdig.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. August 2007 14:33

Stauffenberg hätte Hitler erschießen können??

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Das ist ja ein interessanter Aspekt! Wie denn, mit nur einer verbliebenen Hand mit nur noch drei Finger? Mit nur einem Auge, einen Hitler, der u.a. ständig eine Panzer-Weste trug, mitten im Kreise seiner treuesten Gefolgschaft!
Offenbar haben Sie, Herr Müller, auch nicht den blassesten Schimmer von der führenden Bedeutung des charismatischen Stauffenbergs für die militärische Widerstandsgruppe, sonst würden Sie hier nicht seinen Opfertod einfordern, den er selbst übrigens nie von sich abgewiesen hat!

Vor einem solch inkompetenten und ungemessenen Kommentar sollte man erst einmal seinen Verstand gebrauchen!


Die Faktum von Georges Absage jüngst am Tag der Bücherverbrennung ist übrigens altbekannt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. August 2007 12:11

George

Thomas Becker (Oberbonze)

Georges Gedichte - komm in den totgesagten park und schau...sind jenseits seiner menschlichen Verwirrtheiten, die man weder politisch noch päderastisch gern aufgewühlt sieht. Walts Ziegenhalß!

Interessant wäre höchstens noch, ob Schwule per se die besseren Menschen sind? Seh ich Wowereit will ich´s gern glauben, sehe ich Röhm und Hitler wirdss mir zweifelhaft.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. August 2007 07:56

Claus George Orwell?

Peter Arbogast (petarbo)

Schirrmacher sei Dank für diese Aufklärung. Stauffenbergs Beziehung zu George war mir unbekannt.
Aber das spricht vielleicht besonders für Cruise als Darsteller. Und vielleicht erfahren wir durch den Film ja mehr über die ehtischen Hintergründe des misslungenen Attentats als vielen Deutschen lieb sein kann.
Dann wäre die Hollywood-Produktion Oscar-würdig.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 21:13

Stefan George Bio., Schirrmachers Besprechung.

helmut schwarzer (helmutbooks)

Es ist schon erstaunlich, welchen Schludrigkeiten der Leser ausgesetzt ist. Da lobt Herr Schirrmacher eine George-Biographie in den Himmel, ohne die fuer den interessierten Leser so wesentlichen bibliographischen Daten (Titel, Verlag, Preis) ueberhaupt zu erwaehnen.
Nicht genug: Er behauptet, dass es "Die erste Biographie Stefan Georges" sei (falsch) und "Es gibt bisher keine andere, die den Namen verdiene" (falsch). Damit unterschlaegt er - denn so unwissend kann er gar nicht sein - die 847 Seiten starke Biographie von Robert E. Norton: "Secret Germany - Stefan George and his Circle", die 2002 bei Cornell University Press erschienen ist und u.a. im Times Literary Supplement eine hervorragende Besprechung erfuhr. Herr Schirrmacher wird wahrscheinlich die - duerftige - Ausrede herbeiziehen, dass seine Bemerkung sich auf deutschsprachige Literatur zum Thema bezog. Derartiger Provinzialismus ist jedoch im Zeitalter des Englischen als Lingua Franca unentschuldbar.

Helmut Schwarzer
Newbury, NH

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 16:58

"Sprachlos machendes Material"

Matthias Beilein (beilein)

Frank Schirrmacher macht also die Bettwäsche von Stefan George sprachlos. Ah ja...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 14:26

Schwuler Widerstand

Gabor von Zoltan (Putinras)

... Den armen Nazis bleibt aber auch gar nichts erspart!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 13:38

Ähem..

David Müller (mr.dave)

Das Attentat von Staufenbergs hat also das Werk Georges "gegen das Vergessen immunisiert"?

Die anfängliche (Vor-)Freude ist nach lesen des Artikels der Skepsis gewichen. Zu reisserisch klingt mir die Programmatik des Buches in der Rezension.

Lyrik und Kultus Georges auf sexuelle (perverse?) Gesinnung zu reduzieren und seine Beutung im Geschichtlichen zu suchen, wird sicherlich weder der Person noch dem Werk gerecht.

Trotzdem bin ich sehr gespannt auf das Buch und die aufgzeigten Quellen. Vielleicht braucht das Buch ja eine derartige Besprechung um nicht nur von einem kleinen Spartenpublikum wahrgenommen werden..

Mal schaun..

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 12:24

"Die erste George-Biographie"? Wohl kaum.

Franz-Leopold Greiffenhagen (fggreiffenhagen)

Da gibt es zum Beispiel eine George Biographie in der Reihe rororo; schon seit über 25 Jahren auf dem Markt. Warum muß das neue, sicherlich sehr interessante Buch so marktschreierisch zur "literarischen Sensation" deklariert werden?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. August 2007 11:38

Traurig

Margit Appleton (meappleton)

Ja - aber ist das alles nicht eigentlich furchtbar traurig? Dass es eben kein Geheimnis gab, dass aber Generationen von Lesern (ich auch) versucht haben zu verstehen, genauer hinzuhören, an sich selbst gezweifelt haben und trotzdem den Glauben bewahrt haben, dass da etwas ganz Besonderes passiert. Und dann: "Es gibt kein Geheimnis - das Geheimnis ist der Eros." Vermutet hatte man ja so etwas schon immer - allzu viele dunkle Parks, "du lehntest wider eine Silberweide" etc. etc. Die allzu graphischen Briefe von Percy Gothein konnte man auch lesen. Und trotzdem immer geglaubt: Das ist es nicht, das wäre ja absurd. Und nun dieses Verdikt- der Eros IST das Geheimnis.
Das Eros zu nennen, ist auch wieder eine Schönredung. Hinter einem Busch kleine Jungen zu beobachten ist widerwärtig. Heutzutgae sitzen solche Leute vor dem Computer und laden Kinderpornographie herunter. Das ist auch kein "Eros".

Ich empfinde das ganze als tragisch - verlorene Zeit, verlorene Menschen - und viele verlorene Illusionen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 11 von 11 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche