
What a low-brow Schmarrn !!!
Ich habe den Verdacht, daß Ralph Martin (von dem ich noch nie zuvor gehört habe) von G. W. Bush als Beauftragter für "Unamerican Literature" eingesetzt wurde......
MfG
Kurt Menzel

Das ist doch alles prätensiöser Unsinn. Es gibt Autoren, die erwecken internationales Interesse, andere nicht. Und die, die internationales Interesse erwecken, sind halt nicht immer die gleichen, die zuhause erfolgreich sind. Das ist ganz normal und hat nichts mit "Unreife" des Lesers zu tun. Es spiegelt die Fähigkeit des Autoren wieder, sich an ihr Publikum zu wenden. Und da kommen halt Autoren, die ein wenig europäischer schreiiben, in Europa besser an. Das gilt auch für Filmemacher wie Woody Allen.
Warum sollen sich Deutsche für US-Mainstreamautoren interessieren, die über ihre Probleme mit ihrer Krankenversicherung schreiben? Amerikaner interessieren sich ja auch nicht für Rosemunde Pilcher. Der Autor verzapt hier amerikanischen Kulturimperialismus durch die Hintertür. Wenn er sich lieber "Scooby-Doo" anguckt statt "Annie Hall", ist das sein Problem, nicht unseres.
Seit wann sind Leser verpflichtet, sich einen "Kalatog von Weltliteratur" zu erarbeiten? Leser lesen ein Buch, das sie anspricht und dass ihnen gefällt. Sonst nicht.
Und dass Franzen und Foer in Deutschland verehrt werden, halte ich für "wishful thinking" von Journalisten. JK Rowling wird verehrt (fragen Sie nicht, wieso).

Wenn ein -entschuldigung:- "FAZke" versucht, das aus seiner Sicht fehl gehende (marktversagende??) Literaturpublikum zu provozieren, scheint er am Ende seines Lateins angekommen zu sein.
Wer keine Lust hat, seine Zeit mit den vom Feuilleton gefeierten und gepushten aber leider völlig öden und nichts zu sagenden oder aber eitel unbefriedigten Autoren wie Katharina Hacker, Judith Hermann oder Maxim Biller zu verplempern, muss sich nun von einem Ralph Martin einen falschen Umgang mit der Kunst vorwerfen lassen. - Natürlich nur, sofern man der FAZ überhaupt einen Einfluss auf den persönlichen Literaturgeschmack einräumt.
Herr Martin, was macht das Kunsterlebnis aus? Doch wohl die Entdeckung des Geahnten, die Wiedererkennung der eigenen Welt in den Bildern und Worten und Noten von Künstlern, die ES besser sagen können als man selbst. Fertig ist die Kunst.
Ich will niemandes "Kanon" "beherrschen" und fürchte die dröhnende Langweile eines Gesprächs mit vermeintlichen und überschätzten "Bildungsbürgern" mehr als die GEZ Gebühr. Vielwisserei lehrt nicht Verstand haben.
Schon mal selbst was geschrieben oder gemalt? Machense mal. Zeigen ses auch anderen. Setzt ungeahnte Erkenntnisse frei.
Gruß aus Berlin :-)