In sieben Ländern ist Daniel Kehlmanns Roman bislang erschienen

„Die Vermessung der Welt“

Wie die Welt auf den Bestseller reagiert

Spezial Wie liest das Ausland den erfolgreichsten deutschen Roman der letzten Jahrzehnte? „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann wurde bislang in sieben Sprachen übersetzt. Unsere Korrespondenten tragen die Reaktionen von China bis Ungarn zusammen. Ein FAZ.NET-Spezial.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. April 2007 03:11

Die Vermessung der Welt

Kurt Bachmaier (kurtbachmaier)

Warum usurpiert man bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Kehlmanns Roman als einen deutschen?

Kehlmanns Roman ist ein oesterreichischer.

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30. März 2007 18:04

"Die Vermessung der Welt", Daniel Kehlmann

Karl Fuchs (KWAFUCHS)

Nach diesem weltweiten Lob des Buches von Herrn Kehlmann möchte ich die werten Leser doch auf einen gravierenden Fehler in "Der Vermessung der Welt" auf S. 128 aufmerksam machen. Hier beschreibt Herr Kehlmann, wie Humboldt den magnetischen Äquator im Boot überquert und dabei die magnetischen Instrumente beobachtet: "Bei San Carlos zeigte die Inklinationsnadel steil abwärts, während die Kompassnadel sich nur zögernd für den Norden entschied. Humboldt betrachtete die Instrumente mit andächtiger Miene. Der magnetische Äquator. Von diesem Ort hatte er als Kind geträumt".
Herr Kehlmann merkt nicht, dass er das Verhalten der magnetischen Messinstrumente am magnetischen Nord- oder Südpol beschreibt.
Humboldt hat diese Angelegenheit übrigens nicht in seinem Bericht 'Vom Orinoko zum Amazonas' (Brockhaus Verlag 1985) beschrieben.
Ich habe mehrfach versucht, Daniel Kehlmann über seinen Verlag zu erreichen. Ohne Erfolg. Wenn man als Geophysiker auf derartig krasse Fehler stößt, dann fragt sich der geneigte Leser natürlich, wie es in anderen Teilen des Buches mit der Gründlichkeit der Recherche steht.

Prof. Dr. Karl Fuchs, Universität Karlsruhe

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30. März 2007 17:36

Daniel Kehlmann

Bernd Gallob (Rosebud7)

So viel mir aus der uralten Freundschaft mit dem (leider schobn verstorbenen) Michael Kehlmann, Daniel Kehlmanns Vater, bekannt ist, ist der genannte Autor Österreicher. Er ging in Wien zur Schule, hat in Wien studiert und ist österreichischer Staatsbürger.

Es handelt sich also nicht um einen deutschen Roman, mit deutschsprachig wäre der Sachverhalt angemessen ausgedrückt.

Bernd Gallob Wien

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