Alexander Solschenizyn kann nicht mehr widersprechen: Die Putin-Partei macht sich das zunutze

Russland

Wem gehört Alexander Solschenizyn?

Parteien sind unnatürlich, Parlamente sinnlos: der politische Moralapostel Solschenizyn hatte klare Ansichten. Kaum kann er nicht mehr widersprechen, wird er auch schon kanonisiert: Die Putin-Partei erklärt ihn zu einem von ihnen - bevor es andere tun. Von Kerstin Holm

Lesermeinungen zum Beitrag

18. August 2008 17:44

@ Bernd Volkhardt (BeVo)

Sönke Peters (soenkepeters)

Sehr geehrter Herr Volhardt, Sie schreiben hier, dass die „linken und sozialliberalen Mainstream-Intellektuellen in Deutschland“ Solschenizyn nicht verstünden. … In diesem Punkt gebe ich Ihnen 100%ig Recht! Da suchen nun aber irgendwelche KGB-Schergen, die Angriffskriege zur eigenen Machterweiterung im Kaukasus führen, den Anschluss an das bisschen russische Schriftstellertem, das Sowjet-Russland nicht ganz hat zerstören können und missbrauchen es, führen es erneut AD ABSURDUM. Und nun kommen Sie daher und behaupten, ausgerechnet Putin habe von Solschenizyn gelernt? Was denn? … Solschenizyn war in meiner Jugend(-Lektüre) ganz prägend ... und sein Tod vor Kurzem hat mich sehr bewegt. Als der KGB-Mörder Putin seinen roten Rosenstrauß am Sarg ablag, kam mir das K**zen und ich musste mich vor Ekel abwenden: Solschenizyn steht für ein freiheitliches Russland und ganz bestimmt nicht für Putins Russland, mit seinem Gulag und Polonium-Mördern. Wenn es einen ru. Michael Moore gäbe (ich mag den wahrlich auch nicht), und dieser ru. Michael Moore im ru. Fernsehen aufträte und überlebte (!), dann darf ein ru. Präsident am Grab Solschenizyns einen Strauss nieder legen. Vorher nicht!!!! Mit freundlichen Grüßen Sönke Peters

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