ein verlogener., heuchlerischer machtsuechtiger ueber einen anderen. ach macht dass spass!
Der Anspruch an den menschlichen Geist, unfehlbar zu sein, ist vom absoluten Standpunkt aus verständlich. Doch da ihm dieser abgeht, muß er in seinem Wirken mit der Möglichkeit seiner Fehlbarkeit rechnen und sich ihr stellen.
Verbirgt sich hinter einem fanatischen Nicotingegner ein ehemaliger Raucher; Hat der, der die Treue beschwört, schon selbst viele Frauen betrogen; Lebte der, der Vernunft und Sparsamkeit predigt, im Verborgenen selbst am Rande des Ruins, so nennt man all dieses Verhalten "Grassieren" im folgenden Sinne: Ich, der ich bin, bin es, weil ich vergessen will, was ich war.
Marie-Theres Wenzel
Die ganze Diskussion um Die Sache "Jugendlicher" Günter Grass und die Waffen SS scheint mir sehr pharisäerhaft, bigott (handelte es sich um eine Sache der Religion), besserwisserisch und teils einfach böswillig geführt und ekelt an.
Entsprechend empfand ich als beim Besuch des amerikanischen Präsidenten Reagan mit Altkanzler Kohl auf dem Soldatenfriedhof am Grab eines "Teenager-SS-Mann" ebenso geheuchelt wurde und ich denke und einer gewisssen Dankbarkeit, immer noch mit Hochachtung der Entscheidung des damaligen Stuttgarter Rommel Bader die im kollektiven Selbstmord gestorbenen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Rape die Friedhofsruhe in Stuttgart zu gewähren.
Man muss in einem, besonders längeren, Leben lernen Gegebenheiten erst mal hinzunehmen ohne zu urteilen schon gar nicht verurteilen. Im eigenen Berich soll man gemachte Fehler sehen, diese eventuell korrigieren oder/aber zumindest daraus zu lernen
P. Lindenstruth
wie soll man das werten: ein erwachsender Mensch, der als solcher immer wieder, wohl bewusst, zumindest den Anschein gesetzt hat, er wolle die Rolle und das Vorgehen der serbischen Regierung unter Slobodan Milosevice in der ersten Hälft der 1990er Jahre verteidigen kritisiert einen Kollegen "als Schande für das Schriftstellertum" der sinngemäß aussagt, er habe als 17jähriger(!) nicht die volle Tragweite der NS-Diktatur erfasst; sogar ein 12jähriger hätte dies erkennen können.
Nun ja, positiv könnte man werten, Herr Handke traut Jugendlichen allerhand Weitsicht zu, realistisch erscheint dies gleichwohl nicht. Dass sich Peter Handke darüber hinaus in der Wortwahl vergreift "Schande für das Schriftstellertum" macht die Aussage nicht besser.
Nur eines ist sicher: Ich weiß nicht, wie ich als 17jähriger im Jahr 1944 meine Umgebung wahrgenommen, auf diese reagiert und was ich erkannt hätte und ich bezweifle, dass irgendjemand, der nicht zu diesem Zeitpunkt in einer vergleichbaren Lebenssituation war, dies kann.
Dr. Thorsten Lieb
Frankfurt am Main
Wahrscheinlich teile ich sonst keine seiner Ansichten, aber was Grass betrifft, kann ich ihm ganz zustimmen.
"Selbstgerecht" trifft es sehr gut.
Wie man sich allerdings nach 1945 für einen Diktator, der auch für tausendfachen Tod verantwortlich ist, engagieren kann, muss man wohl nicht verstehen.
Warum also ausgerechnet Handke das Wort gegen Grass führt, bleibt sein Geheimnis.
Beide -Grass und Handke- dienten somit Mördern.
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