16. März 2006 Die Sachbücher des Frühjahrs blicken in die wissenschaftliche Zauberkugel: Richard Rorty und Gianni Vattimo fragen nach der Zukunft der Religion und polemisieren gegen die Babarei der Wortwörtlichkeit.
Otto F. Kernberg und Hans-Peter Hartmann untersuchen den neuen Narzißmus und bescheinigen ihm zumindest eines: Erfolgsorientiertheit. Und Nobelpreisträger Eric Kandel würzt das Freudjahr mit der überraschenden These, die Psychoanalyse sei alles andere als erledigt, sie habe ihre große Zeit noch vor sich.
Uneinigkeit herrscht über die Verfaßtheit des modernen westlichen Menschen. Während Gerhard Schulze ihn in Abgrenzung zu früheren Epochen als passionierten Sünder mit Lizenz zum Nichtstun darstellt, verteufelt Paul Nolte seine sozialstaatsbedingte Trägheit und verordnet ihm mehr Bürgertugend.
Text: @uweb
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