Die Behauptung, Druckkostenzuschüsse seien in den USA unüblich und nahezu unbekannt, geht entweder auf die Lebensfremdheit des Stanford-Welt-Stars HU Gumbrecht zurück, oder sie ist einfach Unfug, ja sogar Schwindel. Keiner der heute eher dahindümpelnden Universitätsverlage würde noch existieren, wenn die Autoren nicht aus ihren sog. research fonds (der Unis) ganz erhebliche Mittel für die Herstellung - nicht nur den Druck - mitbringen müßten! Die Verknüpfung von Karriere (erst Diss. - gedruckt und dann Planstelle) baut geradzu existentiell verbindich auf diese Bedingtheit; das weiß Herr Gumbecht vielleicht nicht, weil er schon als fertiger Professor mit Namen von Stanford (ein)gekauft wurde. Na, und dann sollten wir eine Form von Druckkostenzuschuß nicht vergessen: in den USA kann jeder Professor qua Federstrich - heute per Mausklick - den Studenten den Kauf seiner noch so unwichtigen und immer teurer werdenden Bücher aufzwingen, die dann vom University Bookstore herangekarrt werden. Das gibt es in der viel gescholtenen, aber ungleich demokratischeren Hochschullandschaft Deutschlands Gottseidank noch nicht! Stanford ist zwar eine reiche Uni, aber pathologisch geizig, insofern könnte die Idee Suhrkamp auch von Eigennutz her kommen.