
Ein Gespenst geht um in den Datennetzen: von Napster zu Gnutella und eDonkey – das Gespenst der ungefilterten Information, der patentfreien Software, der Kunst ohne Copyright. Computer, so sagte einst Wau Holland, Stammvater aller deutschen Hacker, sind Maschinen zum Erzeugen von Kopien. – Hier liegt das Computerproblem aller Besitzer von Nutzungsrechten, die gern mit Urheberrechten verwechselt werden. Das Urheberrecht, zum Gesetz versteinert, ist ein Fossil des vergangenen Jahrhunderts. Längst haben Alltag und Kunst die alten Grenzen zum Einsturz gebracht: Musik, Video, Text bedienen sich skrupellos bei den Ahnen. Sampeln und Remixen – eine neue Kultur: Hip-Hop, Techno, House etc. Mashups im Internet mischen ihre Inhalte aus vielfältigen, frei verfügbaren Quellen: wie Collagen. Wikis aller Art sammeln das Wissen ihrer Nutzer. – Eine Copy & Paste Culture. Das Clipboard ist das Maß aller digitalen Dinge. Eine Branche, die ihre Existenz der Druckerpresse verdankt, einer Erfindung zum Erzeugen von Kopien, und damit den Wissens-Markt vom adeligen Kopf auf die bürgerlichen Füße stellte, sollte modernen Maschinen zum Erzeugen von Kopien mit mehr Fantasie begegnen. Sonst enden die Verlage wie einst die Skriptorien ... www.amokwriter.com

Ich nutze bereits seit geraumer Zeit PDA und Smart-Phone zum lesen von E-Books oder RSS-Feeds letztere werden ständig über den PC zuhause oder im Büro aktuell gehalten, das ist zwar sicher nicht so komfortabel wie mit dem Kindle dafür aber wesentlich günstiger (sofern man entsprechende Gerätschaften bereits sein Eingen nennt) und mit der entsprechenden kostelosen Software kein Problem inkl. des, dank mobilen Internets, immer erreichbaren Online-Shop (natürlich nicht kostenlos) der aber alle von mir erworbenen Bücher jederzeit zum Download bereit hält. Für unterwegs oder den Urlaub ist es eine tolle Alternative die ich nicht mehr missen möchte, ich bin daher über ein wachsendes Angebot an Fachliteratur und Belletristik als E-Book höchst erfreut. Wenn ich mich aber auf einen gemütlichen Leseabend, vielleicht mit einem schönen Glass Wein freue kann auch ich mir das ohne ein "echtes" Buch kaum vorstellen. Daher glaube ich kaum das das E-Book das gedruckte Buch vollständig ersetzten kann. Alleine wenn man bedenkt wie viele alte Bücher heute noch erhalten sind und wie kurzlebig moderne Speichermedien im Gegensatz dazu sind, wird klar das wir auch in Zukunft nicht auf das gedruckte Wort verzichten werden können.

Wenn amazon schlau ist, dann lassen die besser die Finger von digitalen Büchern. Wie einfach ist es dieselben zu kopieren und kostenlos zu vertreiben? Der Literatur ginge es bald nicht anders als der Software- Game- und DVD- Sparte, wo durch Raubkopien ein Großteil der potentiellen Kunden flöten geht. Bei Büchern war das bislang nicht so. Aber würden sie digitalisiert angeboten und verkauft, stünde dem nichts mehr im Wege. Das wird sich amazon mit Sicherheit überlegen.

Das wichtigste ist für die Verlagshäuser jetzt, mit auf den Zug aufzuspringen. Ohne Frage. Aber: Richtig! Im Bereich der Sachliteratur ist die Digitalisierung ein Segen. Keine versteckten Bücher mehr in der Hausarbeitenzeit in den Uni-Bibliotheken. Bücher werden nur blockiert so lange sie geöffnet sind - während der Ausleiher nicht damit arbeitet könnte anderen die Lizenz zugeteilt werden. Keine fehlenden Seiten, Volltextsuche - alles Vorteile fürs Studium. Zuhause sieht es etwas anders aus. Zwar ist das Lesen auf dem eBook in manchen Situationen praktischer (und angeblich optisch ja auch nicht anders), aber es fehlt... das Flair... Als Kompromissvorschlag: Weiterhin Bücher verkaufen wie bisher, allerdings mit kostenlosem eBook dabei. Kopiergeschützt. So hat man das Buch für zu Hause, aber das eBook für unterwegs. eBooks alleine müssen so viel kosten, wie das Buch mit eBook, max. 2 EUR weniger. Kopiergeschützt? Warum das? Bei Musik bin ich für fair use. Der eine hat eine CD und der andere, warum kann man dann nicht jeweils beide haben für Partys? Aber Bücher sind dazu zu wenig Massenware. Sie sind Einzelstücke. Und so bedarf es eines Kopierschutzes, der die freie Weitergabe ermöglicht, nur eben nicht die Vervielfältigung.

Ich frage mich, wie robust diese Lesegeräte sind. Wenn man ein Buch hinfallen lässt, dann hebt man es wieder auf, womöglich hat es einen Knick bekommen, aber man kann weiterhin darin lesen. Doch was geschieht, wenn einem das Kindle-Gerät mal aus den Händen flutscht und es hart auf den Boden fällt? Dann ist es möglicherweise kaputt und nicht mehr brauchbar. Bei dem stolzen Preis von 359 $ überlegt man es sich dann lieber zweimal, ob eine Neuanschaffung des Geräts überhaupt lohnt. Nach der Erfahrung mit dem Kindle werde dem Leser "die Aura des Buches so zart und verletzlich erscheinen wie der Flügel eines Schmetterlings", schreibt der FAZ-Redakteur. Bei genauerer Betrachtung dürfte allerdings das Kindle-Gerät das zerbrechlichere Medium sein.

... zum klassisch gedruckten Buch. Endlich kann man wieder im Bett lesen ohne den Partner mit dem hellen Schein der Leselampe zu stören, ist im Urlaub ganz sicher mit genug Literatur ausgestattet ohne sich am Koffer einen Bruch zu heben, weil man seine halbe Bibliothek mitschleppen muß, kann bequem je nach Laune zwischen diversen Werken hin- und herspringen und und und.... dennoch mag auch ich nicht auf das gute "alte" Buch verzichten, besondere Lektüre wird immer noch als gebundenes Buch erworben und wie ein kostbarer Schatz gehegt. Die Zeiten ändern alles, so ist nun mal das Leben und ich behaupte mal ganz provokant und überspitzt: wäre man immer allen technischen Neuerungen gegenüber ablehnend gewesen, würden wir vielleicht immer noch auf den Bäumen hocken.....

... wird hier von Hubert Spiegel eindeutig überbewertet. Man sollte doch nicht außer Acht lassen, welche Möglichkeiten ein elektronisches Lesegerät bietet. Beispielsweise kann man die Urlaubslektüre handlich mitnehmen ohne einen Übergepäckzuschlag fürchten zu müssen. Auch preislich erscheinen mir eBooks mit 10 Euro vernünftig platziert. Es wäre schön, wenn Herr Spiegel auch über die Möglichkeit des Zeitunglesens referiert hätte. In U.S.A. kann man mit dem Amazon Kindle die FAZ für $ 14,99 monatlich abonnieren (also nur etwa 10 Euro). Für mich wäre das eine echte Alternative zur Papierversion oder zur elektronischen Version als e-paper auf dem Laptop. Aber leider scheint die Vermarktung des Kindle in Deutschland seitens Amazon nicht geplant zu sein.

...wäre das e-book wohl für mich. Einige Bücher würde ich mir als e-book kaufen, andere wiederum als gedrucktes Buch. Der Grund: Mein Bücherschrank platzt aus den Nähten. Ich habe einfach keinen Platz mehr, aber ich kaufe mir gern Bücher. Ich liebe Bücher. Eine Komprimierungsmöglichkeit wäre da sehr vorteilhaft. Außerdem wäre es tatsächlich praktisch auf Reisen... Der Nachteil: Die schöne Umschlaggestaltung fällt weg, das Ding ist nicht so weich, man sollte also nicht darauf einschlafen, und man kann sich nicht gemütlich irgendwo in eine Buchhandlung setzen, probelesen und dann das Buch wie eine fette Beute mit nach Hause nehmen... Für mich wird das e-book auf keinen Fall das gedruckte Buch ersetzen.