Grass in New York

Beim Verlesen der Zwiebel

Konfession eines Nobelpreisträgers: Günter Grass stellte in einem jüdischen Kulturzentrum seine Autobiographie vor und beantwortete die Fragen der Amerikaner auf seine Art. Die Unruhe im Saal wuchs bedenklich.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juni 2007 15:55

Wer ohne Sünde ist,

Marcella van Rijsweg (vanrijsweg)

werfe den ersten Stein.

Grass sollte Nachsicht mit seinem Pblikum üben, welches Schuld auf sich geladen hat.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
28. Juni 2007 07:02

Grass´ Pathos in New York City

thilo förster (inthil)

Grass´ Selbtinszenierung ist einfach unerträglich, erst recht, nachdem er sich dem Verdacht der Unaufrichtigkeit ausgesetzt hat.

Diese "Haltung" erleichtert es ihm wahrscheinlich, die Realität auszublenden: Selbstinszenierung, Selbststilisierung und - Pathos! Grass kommt damit durch.


Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
27. Juni 2007 12:32

@ Jürgen Schmidtmann (schmidtmann3)

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Schon vergessen? Solche Dinge passieren immer wieder! Auch ein Friedmann produzierte sich als Moralapostel, bis ihn seine Drogensucht einholte!

Kommentare zu einem Verhalten eines einzelnen Menschen vor nun mehr als 60 Jahren und dazu moralinsaure Anmerkungen, bringen für die Gegenwart absolut nichts.

Jeder fasse sich an die eigene Nase und untersuche akribisch seine eigene Vergangenheit und dann wird die Erkenntnis wachsen: Niemand ist unfehlbar!

Wer Geschehnisse aus dem Dritten Reich heute noch emotional und moralisch bewertet und für sich in Anspruch nehmen möchte, seine Wertung sei von Bedeutung oder gar objektiv, der outet sich selbst als Gegenwartsspinner!

Geschichte läßt sich nie mit gegenwärtigen Moralvorstellungen und Gefühlen objektiv erfassen!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
27. Juni 2007 11:30

Balken im Auge

Jürgen Schmidtmann (schmidtmann3)

Im Gegensatz zu meinem Vor-Schreiber hat Grass den Balken in seinem eigenen Auge nicht gesehen. Warum ich Grass auf das schärfste verurteile ist die Tatsache, dass der Mann alle niedergemacht hat, moralisch wie menschlich, die auch nur in die Nähe der Nazis anzusiedeln waren. Aber er selbst schweigt über seine Nazi-Zeit über 60 Jahre. Das war kein Balken, dass ist ein ganzer Wald im Auge des Grass

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
27. Juni 2007 11:14

Den Rassismus der Amerikaner sofort erkannt.

Markus Teuber (arathorn)

Ja,das konnte er (und andere); zum Erkennen des eigenen,teutonischen und später dann des sozialistischen hat es bei ihm (und bei anderen) nicht gereicht !

Ein schöner (typisch europäischer) Intellektueller eben !

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
27. Juni 2007 10:49

balken im auge

martin randau-rudolf (nitramf1000)

ja , ja, leider sehen wir nur den splitter im auge des nächsten und den eigenen balken nicht.grass ist halt auch nur ein mensch.grüssle aus schwaben

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
26. Juni 2007 18:33

Er glaubte an den Nationalsozialismus.

Stephan Hitzel (StephanHitzel)

Er glaubte an den Nationalsozialismus mit der Waffen-SS als europäischer Armee. Das ist eine Rechtfertigung?
Das glaube wer will.

Meine Eltern und Großeltern, aus typisch katholischem Arbeitermilieu, sowie deren engerer Freundeskreis haben bereits vor 1939 bzw. 1933 dem Nationalsozialismus mißtraut, daß Hitler den Krieg plante und alles in eine Vernichtungsorgie münden würde, wurde bereits vorher vermutet. Entsprechend hat man sich von NSDAP, SA, SS und wie die menschenverderbenden Organisationen hießen, ferngehalten. Herr Grass hat all dies vergessen und auf anderen Bürgern herumgeprügelt.
Krass was!-

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 7 von 7 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche