Im südossetischen Ort Tskhinvali

Littell besucht Georgien

Wohlgesinnt im Kaukasus

Es sind die Obsessionen seines großen Romans „Die Wohlgesinnten“, die den Schriftsteller Jonathan Littell an den Schauplatz Georgien geführt haben. Seine Reportage für „Le Monde“ ist großer Journalismus mit den Mitteln der Literatur. Von Jürg Altwegg, Genf

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Oktober 2008 13:49

Sowjetunion und Russland

Felix Hett (fehett)

Es ist nach Aussage des nichtrauchenden russischen Soldaten nicht die Sowjetunion, die sich wieder aufrichtet, sondern Russland: "Imperturbable, kalachnikov en travers des bras, il répond : "Maintenant, c'est à la mode de ne pas fumer, de faire du sport. Vous comprenez, avec le raspad, la chute de l'URSS, tout le monde s'est mis à boire et à fumer, à se laisser aller. Mais maintenant que la Russie se redresse, les gens se contrôlent mieux." Les soldats ordinaires postés dans et autour de Gori montrent une assurance, une possession de soi comparable." (http://www.lemonde.fr/europe/article/2008/10/03/carnet-de-route-en-georgie-par-jonathan-littell_1102090_3214_5.html)

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05. Oktober 2008 01:35

„Littells Reportage ist großer Journalismus mit den Mitteln der Literatur.“

Sönke Peters (soenkepeters)

Schön, dass sich Littell als Pseudo-Dichterfürst in Tschinvali sich ganz der russischen Propaganda hingibt und als Vertreter der Entrechteten Putins FSB-Kameraden so schön nach dem Maul quatscht. Von jemandem, der sich der banalen Boshaftigkeit der widerlichen SS-Täter durch Sperma im Hintern nähert, hätte man aber mehr Wirkungsvolleres erwarten können? Irgendeine verworrene und damit vielleicht mit gutem Willem tiefsinnige Schlussbemerkung mag dem dekadenten Pseudo-Intellektuellen ja als Offenbahrung von schier unbegreiflicher Komplexität daherkommen, ... es ist aber wohl nur ein Zeichen für die in sich verkommenen westlichen Dekadenz, die ihre eigentliche Feinde schon deshalb relativiert, weil ein „Feind“ intellektualistisch nur ein tumbes Trugbild Primitiver ist ... bis ein Hitler, der nicht Blondi streichelt, sondern Tiger betäubt, den schönen Träumen dann plötzlich mit Panzern ein Ende macht. ... Dann Allerdings (wenn die USA als Arsenal der Demokratie, diesem Unfug wieder mal ein Ende bereitet haben) gibt’s die nächste Generation der Littells, die vom Sperma in Putins Allerwertestem zu fabulieren wissen. Das wird dann wieder „großer Journalismus mit den Mitteln der Literatur“ genannt werden mögen....

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